Seniorenbeirat der Stadt Koblenz
Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll unterstützt werden
Koblenz. In seiner abschließenden Plenarsitzung vor der Sommerpause hat der Seniorenbeirat der Stadt Koblenz beschlossen, das Projekt des Studierendenwerks „Wohnen für Hilfe“ administrativ zu unterstützen. Das Projekt verfolgt den Ansatz, dass - statt harter Eurowährung für Wohnraum zu verlangen - „Vermieter“ Hilfeleistungen im Alltag erhalten, die variabel von beiden Parteien vorher vereinbart werden.
Diese unentgeltlichen Gegenleistungen fallen unterschiedlich aus. Möglich sind Haushaltshilfe, Gartenpflege, Einkaufen, gemeinsame Spaziergänge oder Unternehmungen. Die Initiative „Wohnen für/gegen/mit Hilfe“ gibt es in mehreren Städten Deutschlands.
Der Seniorenbeirat erachtet es als sinnvoll, Wohnpartnerschaften zwischen Jung und Alt oder Alt und Jung zu vermitteln, weil sich die Generationen begegnen und beide von dieser Begegnung profitieren können. Der Seniorenbeirat befürwortet das Projekt ausdrücklich. Er ist im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Unterstützung bereit und würde es sehr begrüßen, wenn sich auch die Stadt dazu bereit erklären würde.
Aus diesem Grund hat sich der Seniorenbeirat auch schriftlich an den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz gewandt, um seine Unterstützung für dieses sinnvolle Projekt zu gewinnen.
„Viele ältere Menschen sind einsam, verfügen aber über viel Platz in großen Wohnungen, in denen sie gut Unterstützung zum Beispiel bei der Hausarbeit gebrauchen können. Umgekehrt können die jungen Menschen von der Lebenserfahrung Älterer profitieren“, betont der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Prof. Dr. Heinz-Günther Borck.
Er hofft, dass sich die Stadt ebenfalls aktiv in dieses Projekt einbringt.
