Kreis Neuwied bereitet sich auf künftige Aufgaben vor: Die Gesundheitsversorgung von morgen
Qualität statt Quantität
Landrat Achim Hallerbach: „Neue technische Möglichkeiten können entscheidende Unterstützung sein“
Kreis Neuwied. Die medizinische Versorgung ist im Kreis Neuwied gut – noch. Doch auch hier droht künftig Ärztemangel. Deshalb haben sich die Verantwortlichen um Landrat Achim Hallerbach vorgenommen, frühzeitig gegenzusteuern. Im Zukunftsausschuss „Landkreis 2030 – Regional- und Kreisentwicklung“ zeigte Dr. Olaf Gaus, geschäftsführender Leiter der Digitalen Modellregion „Gesundheit im Dreiländereck“ an der Uni Siegen, jetzt Möglichkeiten auf, wie man fehlender Quantität mit intelligenten qualitativen Lösungen begegnen kann. „Wir müssen umdenken“, machte er deutlich und stellte verschiedene digital unterstützte Strukturen vor. Einer der Lösungsansätze für den Landkreis Neuwied könnte z.B. in einem digital unterstützten Care@Home-Ansatz liegen, der es kranken und alten Menschen ermöglicht, so lange wie möglich im häuslichen Bereich medizinisch und pflegerisch versorgt zu werden – u.a. auch dank gesundheitsbezogenem Selbst-Monitoring, das heute schon vielfach per App möglich ist. Gelingen kann das, so der Experte, aber nur, wenn Versorgungsressourcen intersektoral betrachtet und digitale Kommunikations- und Informationsstrukturen intersektoral eingesetzt werden. Einen professionellen Tipp gab´s gleich mit dazu an den Fachausschuss: „Die Komplexität des Themas ist keinesfalls zu unterschätzen. Das führt gelegentlich dazu, dass man sich diesen Fragen nicht gerne stellt. Aber: Es ist an der Zeit, Ansätze für die Zukunft zu entwickeln“, so das Resümee von Dr. Gaus. Landrat Achim Hallerbach dankte ihm für seinen „eindrucksvollen Vortrag und die konzeptionellen Vorschläge“. Auch er betonte, „dass wir Gesundheit als soziale Gesamtverantwortung der Gesellschaft betrachten müssen; hierbei könne der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten eine ganz entscheidende Unterstützung“ bieten, damit Ärzte zunehmend wachsende Patientenzahlen bewältigen können.
Auch die Mitglieder des Ausschusses bekräftigten übereinstimmend: Eine gute Gesundheitsversorgung – gerade im ländlichen Raum – ist kein „nice to have“, sondern Teil unserer Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge. Dazu passt auch, dass der Kreis Neuwied eine digitale Plattform aufbaut, mit deren Hilfe sich alle Bürger über die regionalen Angebote in der Gesundheitsversorgung informieren können. Im Zukunftsausschuss informierten Kerstin Schwanbeck-Stephan als persönliche Referentin von Landrat Achim Hallerbach und Martina Thelen, Geschäftsführerin des Gesundheitsregion KölnBonn, über die Fortschritte des Projekts „Meine Gesundheit. Digital. Nah. Neuwied“. Danach ist zunächst eine Bedarfsanalyse geplant, um die Seite später „nicht einfach vollzuknallen“, wie Thelen es ausdrückte, sondern gezielt und bedarfsgerecht aufbauen zu können. In Kürze sollen zudem zwei halbe Stellen – eine mit medizinischem und eine mit sozialwissenschaftlichem Schwerpunkt – ausgeschrieben werden. Gefördert werden diese vom Bund im Rahmen des Programms „Smarte Landregionen“. Im November hatte die damalige Bundesministerin Julia Klöckner einen symbolischen Scheck über mehr als 180.000 Euro an Landrat Achim Hallerbach übergeben.
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