Politik | 14.10.2019

CDU Ortsverband Bad Breisig, Gönnersdorf, Waldorf

Quo vadis Römer-Thermen?

Privatisierung oder Schließung sind nicht die einzigen Optionen

Bad Breisig. Die SPD Breisiger Land räumt den Römer-Thermen nur dann eine Überlebenschance ein, wenn sich auf Dauer ein privater Investor findet. So zumindest sind die jüngsten Veröffentlichungen der Breisiger SPD zu verstehen. So fatalistisch will sich die CDU Stadtratsfraktion nicht in ihr Schicksal ergeben. Die CDU ist der Auffassung, dass dem vorliegenden Betriebskonzept der Prova Unternehmensberatung eine Chance eingeräumt werden muss. Die Flinte nun voreilig ins Korn zu werfen bedeutet, dass die Aufwände für das Konzept rausgeworfenes Geld wären.

Das nach diesem Betriebskonzept kalkulierte jährliche Defizit von 650.000 Euro hält die CDU Fraktion auch für zu hoch für den städtischen Haushalt. „Wir können nicht auf Dauer gegen jegliche wirtschaftliche Vernunft die Römer-Thermen am Leben halten, wollen aber nichts unversucht lassen, eine Schließung zu vermeiden,“ gibt sich der CDU-Vorsitzende Norbert Heidgen kämpferisch und ergänzt: „Man sieht an Bad Neuenahr, wie schwer es ist, einen Investor zu finden. Wir sollten versuchen, das betriebswirtschaftliche Defizit mit Hilfe des vorliegenden Betriebskonzepts der Fa. Prova zu senken, notwendige Sanierungen mit Zuschüssen, wie z.B. in Bad Hönningen vorzunehmen und gleichzeitig für die dann „aufgehübschte Braut“ einen Partner, sprich Investor, suchen.“

Der CDU Bad Breisig ist bewusst, dass eine Therme auch der Daseinsfürsorge dient und daher Defizite hinzunehmen sind. Es gibt schlichtweg keine Therme, die ohne Zuschüsse überlebensfähig ist. Es kann somit im Kern nur darum gehen, die Frage zu beantworten, wie das Defizit reduziert werden kann.

Dazu schlägt die Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat, Beate Deres, vor, die Prova Unternehmensberatung zu beauftragen, ein Sparkonzept vorzulegen, das die jährlichen Zuschüsse begrenzt. „Dazu werden wir mit den übrigen im Stadtrat vertretenen Fraktionen ins Gespräch eintreten, um Einigkeit darüber zu erzielen, was uns die Römer-Thermen vor dem Hintergrund der erheblichen Bedeutung für die Quellenstadt im Jahr maximal ´wert` sind. Wenn sich der Kernhaushalt der Stadt Bad Breisig in den nächsten Jahren durch bereits eingeleitete Maßnahmen, wie etwa Nutzung der Geothermie, moderne, energiesparende Straßenbeleuchtung, höher Anteil an der Einkommenssteuer, Ausweisung von Neubaugebieten, etc. absehbar verbessern wird, können wir uns ein überschaubareres Defizit bei den Römer-Thermen auch leisten“, gibt sich Deres hoffnungsvoll.

Pressemitteilung

CDU Ortsverband Bad Breisig, Gönnersdorf, Waldorf

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