Friedens-Fahrradfahrer machen in Remagen Station
Radtross tritt für Frieden in die Pedale
Remagen. Fahrradfahrer aus Weißrussland und allen Teilen Deutschlands machten in der zweiten Augustwoche in Remagen Station.
Auf dem Programm der „Friedens-Fahrradfahrer“ stand der Besuch des Friedensmuseums in den Westtürmen der ehemaligen Ludendorff-Brücke.
Rund eine Woche waren die etwa 20 Radler zuvor schon in Nordrhein-Westfalen unterwegs gewesen, wo sie unter anderen an ehemaligen Kriegsschauplätzen und Kasernen Station machten und für Frieden und eine engagiertere Entwicklungspolitik eintraten.
Organisiert wurde die Tour von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegstdienstgegnerInnen (DFG-VK) in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst.
Das Schicksal der Brücke, der Stadt Remagen und der getöteten Soldaten auf beiden Seiten machte den Teilnehmern erneut die Sinnlosigkeit des Krieges deutlich.
Um gegenwärtiges und zukünftiges Leiden zu verhindern, muss in den Augen der Organisatoren unter anderem ein umfassendes Exportverbot von Rüstungsgütern, die Beendigung aller Drohnen-Kriegseinsätze und der Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland ergehen.
Statt in Militäreinsätze sollte Deutschland mehr Geld in Friedensarbeit und zivile Konfliktbearbeitung investieren.
In diesem Zusammenhang hofft man auf die Verabschiedung der nachhaltigen Entwicklungsziele durch die UN-Generalversammlung Ende September in New York: Erstmalig in der Geschichte der Vereinten Nationen wird in dieser Agenda, die die Millenniumsziele aus dem Jahr 2000 ablösen wird, auch „Frieden“ als eigenes Ziel mit konkreten friedenspolitischen Maßnahmen aufgenommen.
Die Staatengemeinschaft reagiert so auf die zunehmende Gewalt in der Welt. Auch Deutschland hat an der Erarbeitung dieser Agenda mitgewirkt und wird sich durch ihre Ratifizierung zur Umsetzung friedenspolitischer Ziele verpflichten.
Pressemitteilung des
Forums Ziviler Friedensdienst
