Verbandsgemeinderat Adenau tagte
Rat drängt auf schnellen A1-Ausbau
Adenau. Beim Tagesordnungspunkt „Planfeststellungsverfahren für den Neubau der A 1 Anschlussstelle Kelberg bis Anschlussstelle Adenau“ gab es bei der jüngst stattgefundenen Verbandsgemeinderatssitzung im Ratssaal in Adenau einen etwas länger andauernden Redebedarf. Hier stellte Bürgermeister Guido Nisius einen umfangreichen Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der im Grundsatz ein klares Bekenntnis für den Lückenschluss der A 1 wiedergab.
Lückenschluss: Unverzichtbare Infrastrukturmaßnahme
In der Zusammenfassung aller Punkte kam zum Ausdruck, dass es sich beim angestrebten Lückenschluss um eine Zukunftsaufgabe handelt, die unverzichtbare Infrastrukturmaßnahmen für die gesamte Eifelregion bietet. Schon heute pendeln seit Jahrzehnten viele Bürger der Verbandsgemeinde Adenau in die weit entfernten Ballungsgebiete um ihrer Arbeit nachzugehen. Der Weiterbau auch gerade für diese Menschen von enormer Wichtigkeit. Aber auch die Ansiedelung von Gewerbe mit Anschluss zur Autobahn A 1 würde neue Arbeitsplätze bringen und jetzige sichern. Ein nicht unerheblicher Aspekt ist neben der wirtschaftlichen Situation auch die touristische Entwicklung im Adenauer Land und hier gilt es ein weiteres Standbein aufzubauen. Denn nur gute und schnelle Verbindungen zwischen den Ballungszentrenten und der Region können sich letztendlich im Wettbewerb mit den vielen in- und ausländischen Ferienregionen stellen. Ebenfalls würde der weitere Ausbau den immer stärker zunehmenden Verkehr auf den übrigen Straßen entlasten, so die Argumente die die Verwaltung im Beschlussvorschlag zusammen getragen hatte. Hierzu gehörte aber auch die Forderung der notwendigen Lärm- und Schutzmaßnahmen und hier insbesondere für die Ortsgemeinde Hoffeld durch die direkte Anbindung der L10.
Dazu gehört auch die Begradigung der Zufahrt Trierscheid bis zum Anschluss an die B258 sowie die berechtigten Interessen der Ortsgemeinden Dankerath, Hoffeld, Sierscheid und Trierscheid zu schützen. Von einigen Ratsmitgliedern war allerdings auch zu hören, das die Anbindung der A 1 an Adenau keine Bedeutung habe und man es besser so belassen soll. Allerdings wollten die Ratsmitglieder auch nicht mit einem klaren „Nein“ stimmen, da die Zukunft doch etwas anderes zeigen könnte. Es war aber auch zu hören, dass der Lückenschluss seit 30 Jahren bereits überfällig wäre, oder das man für die Zukunft schnelle Weg bräuchte um die Jugend im Dorf und der Region zu halten. Zusätzlich wurde das Problem der Straßenentwässerung eingebracht. Büroleiter Bernhard Jüngling erläuterte dies mit zusätzlichen Becken und Rücklaufbecken, in denen sich die Sedimente absetzten können, bevor das Wasser in die Bäche abgeleitet wird. Bei der Abstimmung wurde die Beschlussvorlage zum Planfeststellungsverfahren dann mit sieben Enthaltungen angenommen und auf den Weg gebracht. Beim Tagesordnungspunkt zur Übernahme der Verkehrssicherungspflicht der überörtlichen Radwege durch die Verbandsgemeinde Adenau erging der einstimmige Beschluss, dass die laufenden Unterhaltungskosten für die gestiegene Verkehrssicherungspflicht durch die Verbandsgemeinde getragen werden. Für die Beschaffung eines gebrauchten Tragkraftspritzenfahrzeuges in Eigeninitiative der Freiwilligen Feuerwehr Pomster sprach sich der Verbandsgemeinderat einstimmig aus und begrüßte die Eigeninitiative. Der Brandschutz und die allgemeine Hilfe erhält hierdurch eine zusätzliche Qualität. Bei den insgesamt 23 Feuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde Adenau gibt es noch sechs sogenannte TSA-Wehren in den Ortsgemeinden Aremberg, Kottenborn, Müsch, Pomster, Rodder und Wiesemscheid die im Bedarfsfall mit einem Tragkraftspritzenanhänger gezogen von Traktor oder Auto in den Einsatz ausrücken. Hiervon will die Feuerwehr Pomster weg, da es immer weniger Traktoren und auch Autos mit Anhängerkupplung im Ort gebe. Beim einstimmigen Beschluss sprach sich der Verbandsgemeinderat dafür aus, die Kosten für die Anmeldung sowie die laufenden Unterhaltungskosten des Feuerwehrfahrzeuges zu übernehmen. Allerdings soll das Fahrzeug gut erhalten und nicht älter als 20 Jahre sein. Die Freiwillige Feuerwehr Pomster verfügt aktuell über 14 aktive Mitglieder im Altersdurchschnitt von 38 und zählt somit zu einer jungen Wehr. Einen positiven Beschluss gab es auch für die Ortsgemeinde Reifferscheid. Nachdem die Grundschule im Ort geschlossen wird, soll das Schulgebäude, das im Jahre 1961/62 mit Lehrerwohnung errichtet wurde, nun an die Ortsgemeinde Reifferscheid zur eigenen öffentlichen Nutzung rückübertragen werden. Der Antrag der SPD-Fraktion, der vom Ratsmitglied Frank Wisniewski vorgetragen und erläutert wurde, soll in den verschiedenen Tourismus Gremien zur Beratung herangezogen werden, so Bürgermeister Nisius mit der Beschlussempfehlung an den Rat. Hierbei ging es auch darum, die Zimmervermittlung durch die Verwaltung einzustellen, da die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen würden, so Wisniewski. UM
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