FDP-Stadtratsfraktion Koblenz: Wohnungspolitischer Offenbarungseid
Ratsfraktion und Kreisverband kritisieren Stillstand beim Bauprojekt „Am Moselbogen“
Rauental. Die Mitteilung der stadteigenen „Koblenzer Wohnbau“ zur einstweiligen Einstellung des Wohnprojekts „Am Moselbogen“ wird von der FDP Koblenz als wohnungspolitischer Offenbarungseid kritisiert. „Für das Grundstück gab es private Bauträger, die es teuer von der Stadt gekauft hätten und unter Beachtung der 30 Prozent-Quote für den sozialen Wohnungsbau bebauen wollten“, so der Fraktionsvorsitzende der FDP im Rat, Christoph Schöll. Nach Darstellung der FDP wurde das in einer Top-Lage gelegene Grundstück zu einem symbolisch niedrigen Preis der Koblenzer Wohnbau überlassen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass dieses Vorhaben in privater Hand unter Beachtung der Sozialquote längst umgesetzt worden wäre, denn in dieser Traumlage an der Mosel hätte ein privater Investor für die nicht preisgebundenen Wohneinheiten sehr hohe Preise erzielen können“, meint Sven Schillings, Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes.
Jetzt stehe man vor einem Scherbenhaufen und dringend benötigter Wohnraum würde durch die Koblenzer Wohnbau einstweilen nicht errichtet. „Dies, obwohl Koblenz bei der Schaffung von Sozialwohnungen ohnehin weit hinter andere Kommunen zurückfällt, was von uns Freien Demokraten in Anbetracht des engen Wohnungsmarkts auch immer kritisiert wurde“, meint David Hennchen, FDP-Ratsmitglied.
Mit diesem Stillstand sende man zudem ein katastrophales Signal an die privaten Investoren der Bauprojekte „Rosenquartier“, „Fritsch-Kaserne und „An der Königsbach“. „Von privaten Investoren fordern wir preiswerten Wohnraum und die Erfüllung der 30 Prozent-Quote für Sozialwohnungen. Selbst ist die Stadt mit ihrer eigenen Wohnungsbaugesellschaft nicht in der Lage, ein solches Projekt in einer Toplage umzusetzen. „Damit geben wir in der Koblenzer Öffentlichkeit ein unmögliches Bild ab“, meint Christoph Schöll und fordert die unverzügliche Umsetzung des Vorhabens oder die Veräußerung an interessierte private Bauträger, die das Projekt in bester Lage umsetzen. Pressemitteilung der
FDP-Stadtratsfraktion Koblenz

Mit sozialem Wohnungsbau scheint die Stadt so ihre Schwierigkeiten zu haben. Jahrzehnte vernachlässigt, jetzt wollte man, kann aber nicht. WARUM kann man nicht? Weil man sich wiederr einmal selbst im Wege steht? Im Aufsichtsrat der Koblenzer Wohnbau sind neben Frau Mohrs als Vorsitzende Baudezernent Flöck (beide Stadtvorstand) weitere "12" Ratsmitglieder vertreten. WAS machen die dort? Die finanzielle Entwicklung der KoWohnBau (Geschäftsbericht 2021) stellt sich positiv dar, wie jedes Jahr fortlaufend, d.h., Umsatz, Eigenkapitalquote, Umsatzrentabilität, Verschuldungs- u. Anlagendeckungsgrad konnten (wie in den letzten Jahren ebenso) verbessert werden. Kurzum: Die KoWohnBau steht gut da. WORAN liegt es also? Am Baudezernenten, der ja nicht immer mit Beschlüssen/Entscheidungen des Stadtrates konform, sondern lieber seine eigenen, oft eigenen Wege geht? Auf jeden Fall ist das für die Stadt ein Armutszeugnis. Parallelen zum GKM tun sich auf. Auch da sitzt der OB-Stadtvorstand drin.