Politik | 09.11.2016

Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau – Initiative „Unser Notarzt“

Rettungs- und Notarztdienst weiterhin gewährleistet

Die notärztliche Nachwuchsgewinnung zeigt Erfolge

Auf dem Bild von links: Hans-Peter Diel, Udo Mergen, Elke Backes, Udo Adriany, Jochen Seifert, Chefarzt Wolfgang Petersen, Geschäftsführer Alfred Pitzen, Bernd Schiffahrt, Bernd Kriechel, Alwin Brenner, Klaus Jüngling Dreschers

Adenau. Im Jahr 2014 wurde die Initiative am Adenauer Krankenhaus ins Leben gerufen. Unter Federführung des Anästhesisten und ärztlichen Leiters des Notarztstandortes Adenau, Dr. med. Martin Schiffarth, entstand eine Strategie zur regionalen, nachhaltigen notärztlichen Nachwuchsgewinnung und gemeinsamen Ausbildung von Medizinstudenten, Rettungsassistenten und Notärzten. Ein Arbeitskreis „Unser Notarzt“ unterstützt seither die Bemühungen um eine qualitativ hochwertige Notarztversorgung im Raum Adenau und Altenahr. Im Jahr 2015 kam es durch fehlende Finanzierung zu einer Abmeldequote von 60 Prozent bei der notärztlichen Versorgung der Region, was einen unerträglichen Zustand darstellt. Erst nach monatelangen, intensiven Verhandlungen mit den Kostenträgern konnte die Zusage für eine bedarfsgerechte Finanzierung erreicht werden, sodass derzeit in Adenau wieder eine 100 prozentige Besetzung des Rettungs- und Notarztdienstes gewährleistet ist. Ein dringendes Anliegen bleibt weiterhin eine langfristige und deutliche Qualitätssteigerung bei der Ausbildung und beim Training aller Rettungskräfte im Team. Es ist wichtig, dass die Abläufe bei der Rettung nach Unfällen regelmäßig trainiert werden. Ein Simulationstrainingsset soll angeschafft werden, konkret eine Puppe, die computertechnisch alle denkbaren krankheits- und verletzungsbedingten Situationen extrem realistisch simulieren kann. Die Kosten in Höhe von über 80.000 Euro werden zur Hälfte durch die EU finanziert, die weitere Hälfte muss aus Spenden finanziert werden. Zur Ergänzung der Ausstattung des Adenauer Notarztfahrzeugs wurde im vergangenen Jahr ein tragbares Ultraschallgerät beschafft, ein solches wird bislang bundesweit nur in der Luftrettung eingesetzt. Der Einsatz des Gerätes hat bisher in einigen Fällen konkret dafür gesorgt, dass das Leben von Schwerverletzten gerettet werden konnte. Derzeit stehen weitere Geräte zur Ergänzung der Ausstattung des Schockraums im St. Josef-Krankenhaus Adenau vor ihrer Anschaffung. Die notärztliche Nachwuchsgewinnung zeigt Erfolge, die ärztliche Besetzung des Rettungstransporthubschraubers „Christoph Nürburgring“ erfolgt über Adenau. Spenden für die Initiative „Unser Notarzt“ sind möglich bei der Volksbank RheinAhrEifel eG, IBAN: DE09 5776 1591 0606 0151 00, Verwendungszweck; „Unser Notarzt“. Weitere Informationen unter www.unser-notarzt.de.

Auf dem Bild von links: Hans-Peter Diel, Udo Mergen, Elke Backes, Udo Adriany, Jochen Seifert, Chefarzt Wolfgang Petersen, Geschäftsführer Alfred Pitzen, Bernd Schiffahrt, Bernd Kriechel, Alwin Brenner, Klaus Jüngling Foto: Dreschers Foto: Werner Dreschers

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