Politik | 01.04.2016

Rheinbrücke – ja, bitte!

Als praktizierender Wirtschaftsförderer, Fachmann in der Tourismusbranche und zuständig für die Strukturentwicklung in einer nahen Kommune, bin ich in jedem Fall ein Befürworter von einer Rheinbrücke. Brücken haben etwas Verbindendes und zwar dauerhaft. Für die touristische Erschließung von Ahrtal, Rheintal, Westerwald, Eifel und Siebengebirge ist eine Rheinbrücke von enormer Wichtigkeit. Auch für die weitere Entwicklung der freien Wirtschaft werden künftig Barrieren abgebaut. Selbstverständlich teile ich auch die Meinung, Freiräume in der Natur zu wahren. Natur ist schützenswert und ein hohes Gut. Jedoch wer sagt denn, dass beides nicht miteinander vereinbar ist. Eine schön gestaltete modern, in die Natur angepasste Rheinbrücke, könnte auch architektonisch in das Naturbild eingepasst werden. So gibt es weltweit berühmte Brücken in vielen Ländern, die eine große Außenwirkung haben. Die Hohenzollernbrücke in Köln, die Golden Gate Bridge in San Franzisco, die Brooklyn Bridge NY oder die Harbour Bridge in Sidney, alles touristisch wertvolle Viadukte, die nicht wegzudenken wären und oft auf Fotos gezeigt werden und einen touristischen Mehrwert darstellen. Für die Strukturentwicklung der Landkreise Ahrweiler, Neuwied, Westerwald und Rhein-Sieg mit Ihren liebenswerten Dörfern und Gemeinden wäre eine Rheinbrücke ohnehin eine wichtige und zukunftsweisende Lebensader. Wenn man das dann alles auch noch richtig und professionell koordinieren würde, sollte man gleich die Ortsumgehung Bad Neuenahr-Lohrsdorf-Sinzig mit ausbauen und am Ende des Bauvorhabens mit einer schön gestalteten Rheinbrücke einen symbolischen Punkt setzen, der gut für Tourismus-, Wirtschafts- und die Strukturentwicklung der miteinander verbindenden Landkreise wäre. Für eine Finanzierung gibt es mehrere Modelle, die man andenken könnte. Es gibt viele Konzepte, die man verfolgen kann. Erfolgsmodelle können beispielsweise Private Public Partnership, (PPP), also privatfinanzierte Lösungen sein. Auch Teilfinanzierungen aus staatlichen Mitteln und privaten Geldgebern sind denkbar. Es geht um das gemeinsame, verbindende über den Tellerrand hinausschauende. Es geht um zukunftsträchtige, arbeitsbringende und pulsierende Wirtschaftkraft in allen Bereichen.

Detlef Odenkirchen,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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