Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Neuwied
Rückkehr der Wölfe - gekommen, um zu bleiben
Kreis Neuwied. Klimawandel und Artensterben gefährden die Stabilität unserer Ökosysteme. Dass in diesen Zeiten eine einstmals durch den Menschen in Deutschland ausgerottete Art wieder ihren Platz in unserem heimischen Ökosystem einnimmt, macht dagegen Hoffnung.
Doch die Rückkehr der Wölfe verläuft nicht völlig konfliktlos. Trotz der durch das Land zur Verfügung gestellten umfangreichen finanziellen als auch beratenden Hilfen haben bisher nur wenige Nutztierhalter im Kreis Neuwied die für ihre Tiere empfohlenen Schutzmaßnahmen umgesetzt. Kommt es dann zu Rissen, wird nicht selten nach einer Lösung mit dem Gewehr gerufen. Dabei ist eine Koexistenz zwischen Wolf & (Nutz-)Tieren möglich. „Wir müssen den Umgang mit dem Wolf nur wieder erlernen“, so Holger Wolf, Kreissprecher der Grünen. „Das gilt für Tierhalter*innen wie auch für alle anderen.“
Anlässlich einer Wolfssichtung trafen sich die Kreisgrünen und Grüne aus dem Asbacher Land mit dem Wolfsbotschafter des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Willi Faber, dem Ethnologen Dr. Thomas Gießer und dem Zoologen Dr. Frank Wörner in Asbach-Sessenhausen.
Eine Gruppe von Wölfen wurde hier vor einigen Tagen dabei gefilmt, wie sie - aufgescheucht von einer Jagd - am Waldrand entlanglief. An der filmenden Spaziergängerin und ihren Hunden zeigten die Wölfe dabei kein Interesse. „Für die scheuen Wölfe ist es bereits wieder Normalität, in unseren Breitengraden zu leben. Jetzt muss der Umgang damit auch für uns wieder zur Normalität werden“, meint Holger Zeise aus Unkel. „Seine Hunde sollte man in der Nähe von Wäldern besser anleinen“, weiß auch Doris Joachimmeyer aus Asbach. Bettina Sagebiel, Geschäftsführerin des Kreisverbands der Grünen: „Und so gibt es auch weitere Verhaltensregeln im generellen Umgang mit Wildtieren, die wir verlernt haben.“
Sichtungen wie in Sessenhausen werfen bei Bürger*innen immer wieder Fragen auf, berichtete die Anwohnerin Anja Eubel-Wiefert. Diese möchten die Grünen in zwei Onlinefragestunden mit Unterstützung von Wolfsexpert*innen gerne beantworten.
Interessierte haben die Möglichkeit, am 23.02.22 sowie am 04.03.22 ab jeweils 19 Uhr Ihre Fragen direkt an die Expert*innen zu richten. Der Link zu den Onlineveranstaltungen findet sich auf der Homepage der Kreisgrünen unter www.gruene-neuwied.de. Die Teilnahme kann auch telefonisch erfolgen. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Pressemitteilung
Bündnis 90 / Die Grünen
Kreisverband Neuwied

Die Gefährdung der Ökosysteme wurde Jahrzehnte bewusst von der Politik nicht wahrgenommen. Mittlerweile befinden sich unsere Ökosysteme in einem fast unaufenthaltsamen Zerstörungsmodus, weil sich nicht viel bis garnichts geändert hat. Etwas dagegen zu tun, liegt auf den Schultern von nur wenigen, die abseits der Politik, die nicht dazu gehört, tätig werden. Auch grüner Politik wurden u. werden ihre Grenzen (bis auf`s Reden) aufgezeigt. Was den Wolf betrifft, so stimme ich hier voll u. ganz zu. Nur versuchen sie das mal einem MdB RÜDDEL klar zu machen, der seine Meinung, die sich ja immer wie ein Fähnchen nach dem Wind in der Bevölkerung/seinem Wahlkreis orientiert, ausrichtet. Im Gegensatz zum Wolf, er war schon da, da gab es noch keine Politiker (ein Glücksfall) klappt es bei denen, immer. Waren sie mal weg (Gründe gibts genug warum) - Rückkehr der Politiker - gekommen, um zu bleiben. Beide vermehren sich, tauchen vermehrt auf, sind gefräßig. Unterschied: Politiker sind nicht scheu