Politik | 02.02.2019, 10:29 Uhr

Andernacher Landtagsabgeordneter begrüßt Erklärung der Bildungsministerin

Ruland: „Land stärkt Schulen als Orte des Demokratielernens“

SPD-geführte Landesregierung kündigt historischen Meilenstein in der schulischen Demokratiebildung an

Marc Ruland.

Andernach/Mainz. Der SPD-Landtagsabgeordnete Marc Ruland begrüßt die kürzlich gehaltene Regierungserklärung der Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) sehr. Diese stand unter dem Titel „Demokratie macht Schule“ und beinhaltete ein eindrucksvolles Maßnahmenpaket, um den Schülern im Unterricht sowie weiteren schulischen Aktivitäten die demokratische Gesellschaft stärker näherzubringen. „Wir leben in einer Zeit, in der unsere historisch tragische Vergangenheit relativiert wird. Es wird versucht, unser demokratisches Miteinander zu untergraben. Unsere europäische Idee des Friedens wird von beschränkt denkenden Nationalisten in Gefahr gebracht. In solchen Zeiten ist es wichtig, den kommenden Generationen zu erklären, warum wir seit Jahrzehnten als Demokraten geschlossen für unsere demokratischen Freiheiten streiten“, so Ruland. „Demokratie ist nicht selbstverständlich. Jede Generation muss sich neu darauf vereinbaren, sie neu erlernen, leben und verteidigen. Denn Demokratie ist nicht allein ein politisches System. Gelebte und gelingende Demokratie bedeutet die Wahl zu haben, bedeutet Menschenrechte und Grundrechte, Freiheit, Respekt und Toleranz. Damit diese Werte Bestand haben, braucht es vor allem eines: Bildung. Um das zu gewährleisten, machen wir unsere Schulen noch stärker. Mehr als vier Millionen Euro stehen künftig für mehr Demokratiebildung zur Verfügung“, so Hubig anlässlich der Regierungserklärung im rheinland-pfälzischen Landtag.

„Gräueltaten dürfen sich nicht wiederholen“

Ruland weiter: „Drei Themen, die untrennbar miteinander verbunden sind, stehen im Fokus: Erstens müssen wir die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte als Mahnung wachhalten, damit sich die Gräueltaten des Nationalsozialismus nie wiederholen. Geschichtsrevisionistische Tendenzen und Aussagen à la Höcke oder Gauland sind in aller Klarheit und Deutlichkeit zurückzuweisen. Zweitens müssen wir in der Bevölkerung und vor allem bei Schülerinnen und Schülern eine Haltung fördern, die sich an Menschenwürde, Menschenrechten und Chancengerechtigkeit orientiert. Es geht darum, ein kritisches Urteilsvermögen zu fördern, sodass rassistische und menschenverachtenden Tendenzen rechtzeitig erkannt werden und ihnen entschieden entgegengetreten wird. Drittens müssen wir den europäischen Gedanken vertiefen und die europäische Einigung voranbringen. So kann verdeutlicht werden, welchen Wert friedliche Konfliktlösungen, Gemeinschaft über Nationen hinweg, Frieden und Freiheit haben.“

Demokratie aktiv erleben und erlernen

Im Mittelpunkt des Maßnahmenpakets steht, dass Schülern wie Lehrkräften mehr Möglichkeiten und mehr Zeit für aktives Demokratielernen und -erleben gegeben werden. Dazu gehört die Ausweitung des Sozialkundeunterrichts und die Stärkung der Erinnerungskultur, genauso wie die Erfahrung des Wertes von Europa durch Schülerbegegnungen und Austausch. „Und wir tun dies zusammen und mit der breiten Unterstützung vieler Partner in unserem Land, die sich in unseren Schulen und außerhalb, ehrenamtlich oder beruflich, aber immer aus tiefer Überzeugung für Demokratie engagieren. Wegen all dieses Engagements sind wir heute – trotz allem – sehr zuversichtlich“, so die Bildungsministerin. Diese geplanten Maßnahmen zeigen sich unter anderem konkret darin, dass künftig jede Schülerin und jeder Schüler mindestens einmal eine Gedenkstätte oder einen anderen Ort der Demokratiebildung aufsuchen oder sich mit einem Zeitzeugen beschäftigen wird. Zusätzlich wird der Sozialkundeunterricht wöchentlich um zwei Stunden für die Schüler ausgebaut. „Hiervon profitieren auch alle Schulen in unserem Landkreis Mayen-Koblenz“, wie Ruland erklärt. „Neben diesen Ansätzen im gesellschaftlichen Bereich muss es jetzt unser Ziel als Sozialdemokraten sein, die jungen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes erleben zu lassen, was es heißt, unmittelbar voll verantwortlich an Entscheidungen der Gesellschaft teilhaben zu dürfen. Deswegen wollen wir in Rheinland-Pfalz bereits länger die Verfassung ändern und somit ein landesweites Wahlrecht ab 16 Jahren einführen. Wofür die Ampel-Koalition seit Jahren streitet, muss nun endlich auch von den Oppositionskollegen der CDU verstanden sein: Junge Menschen haben ein politisches Verständnis, sie haben Ideen, die sie eigenständig einbringen wollen, und sie müssen als Teil der Gesellschaft daher endlich unmittelbar mitentscheiden dürfen – unserer aller Zukunft wegen“, so Ruland abschließend.

Pressemitteilung des

MdL Marc Ruland (SPD)

Marc Ruland.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image Anzeige
Image
Image
Titel 24H Notdienst
150 Jahre Mittler/Pfaffinger
Kirmes plus Feuerwehrfest Oberdrees
Ahrweiler Weinwochen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1073

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen

Flower & Power Festival in Mayen
563

Zum dritten Mal verwandelte sich die Innenstadt in eine bunte Festivalmeile

Flower & Power Festival in Mayen

Beim „Flower & Power Festival“ wird die Mayener Innenstadt zum bunten Treffpunkt für Genuss, Musik und besondere Aktionen. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogoalerie – jetzt im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler. Foto: ROB
1814

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Ab 07.09.: Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird voll gesperrt

Ahrweiler. Ab Montag, 7. September 2026, muss die Ramersbacher Straße in Ahrweiler ab der Ahrtorbrücke bis zur Einmündung „Eifelstraße“ voll gesperrt werden. Grund hierfür ist Straßen- und Kanalbauarbeiten. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Umleitung erfolgt über die L 85 und L 83 über Schalkenbach sowie Königsfeld und umgekehrt.

Weiterlesen