Politik | 08.10.2018

CDU-Fraktionschef Martin Hahn fordert gemeinsame Resolution des Stadtrates

SGD und Landesregierung müssen konsequent handeln

Forderung der Genossen nach einer Bürgerversammlung kommt Wochen zu spät

Neuwied. „Die SPD-Forderung an Oberbürgermeister Jan Einig, eine Bürgerversammlung zum Gestank im Distelfeld zu organisieren, kommt Wochen zu spät und hat offenkundig den falschen Adressaten“, kommentiert CDU-Fraktionschef Martin Hahn den Versuch der Neuwieder Genossen, sich nach Wochen des Schweigens in die Diskussion um die Geruchsbelästigung ganz vieler Bürger der Stadt Neuwied einzuklinken. „Den seit Wochen problemlösungsorientierten Oberbürgermeister jetzt zum Sündenbock für die Situation machen zu wollen, ist schlechter Stil“, reagiert Martin Hahn auf die Forderung von SPD-Fraktionsvorsitzendem Sven Lefkowitz.

„Verantwortlich für den Gestank ist mutmaßlich die Firma SUEZ und die zuständige Kontroll- und Aufsichtsbehörde ist die SGD Nord mit Präsident Dr. Ulrich Kleemann. Genau in diese Richtung hätte ich mir Aktivität und Forderungen der Genossen gewünscht“, macht Hahn deutlich, dass er bereits Anfang August ein gemeinsames Vorgehen aller politischen Kräfte in der Stadt in Richtung SGD und SUEZ vorgeschlagen hat. „Leider waren es nur einige wenige Sozialdemokraten mit Conrad Lunar an der Spitze, die gemeinsam mit den Betroffenen das Heft des Handelns in Form einer Petition in die Hand genommen haben, der sich mehr als 1100 Bürger angeschlossen haben.“ Umso mehr freut sich Hahn, dass die Neuwieder SPD-Spitze nunmehr auch neben dem stellvertretenden SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Lunar die Brisanz des Themas für sich erkannt hat: „Wünschenswert ist es, dass wir jetzt gemeinsam den Handlungsdruck auf SUEZ, SGD, aber auch das übergeordnete Ministerium aufrechterhalten. Stattdessen den Oberbürgermeister, der gemeinsam mit Landrat Achim Hallerbach mit Nachdruck für eine Verbesserung der Lebensqualität rund um das Distelfeld eintritt, zu einer Bürgerversammlung zu drängen, die nach den Ausführungen von Herrn Dr. Kleemann in den Medien keinerlei neue Erkenntnisse und vor allem keine Verbesserung der Situation für die Bürger bringen kann, halte ich für eine völlige Fehleinschätzung dessen, was jetzt gefordert ist.“ Für Hahn ist es vielmehr angezeigt, dass „der Neuwieder Landtagsabgeordnete Fredi Winter (SPD) wie zugesagt kurzfristig einen Termin mit Umweltministerin Höfken vereinbart, bei dem wir gemeinsam mit dem OB und der Ministerin Problemlösungen erörtern und einen konkreten Fahrplan zur Beendigung des Gestanks vereinbaren sollten.“

Hahn schlägt vor, „dass wir in unserer nächsten Stadtratssitzung mit allen Fraktionen und der Verwaltung eine Resolution verabschieden, die unsere Unterstützung der Menschen rund um das Distelfeld im Kampf gegen den Gestank aus dem Kompostwerk zum Ausdruck bringt und die SGD und Landesregierung zu einem konsequenten Handeln auffordert.“ Auf dieser Grundlage könnte nach Ansicht von Martin Hahn der Oberbürgermeister mit klarer Rückendeckung des Stadtrates seine sachorientierte Problemlösungsstrategie weiter fortfahren. „Natürlich müssen dazu auch die Behörden der SGD Nord und das Ministerium ihre Bereitschaft zeigen“, betont Hahn. Pressemitteilung

CDU im Stadtrat Neuwied

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
09.10.201815:43 Uhr
D.M.

Welche Lösungen, außer den pauschalen Angriffen auf Aufsichtsbehörde, Suez und den politischen Gegner wider besseren Wissens, hat die CDU anzubieten? Wieso fällt jetzt, kurz vor der Kommunalwahl erst auf, dass das Kompostwerk, was Anfang der 90er Jahre in Betrieb genommen wurde, stinkt?
Wie stellt sich die CDU einen Fahrplan zur Problemlösung vor: Weisung von oben?
Hat der Fraktionsvorsitzende der CDU so wenig Verwaltungserfahrung, dass er am liebsten alle Gesetze und Rechtsvorschriften außer Kraft setzen möchte, um im Wahlkampf gut dazustehen und möglichst viel Presse zu bekommen?
Es wäre auch wünschenswert, wenn sich der CDU-Fraktionsvorsitzende bei seiner Kanzlerin einmal dafür stark machen würde, dass die Dieselfahrer eine Entschädigung bekommen. Vielleicht kann er bei einem Termin mit seiner Kanzlerin und / oder seinem Wirtschaftsminister einen Fahrplan zur Problemlösung erarbeiten, um möglichen Fahrverboten aus dem Weg zu gehen.


Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Rolf Stern : Die Rechtslage ist eindeutig und lässt keinen Raum für politische Wunschinterpretationen. Nach § 10 Abs. 2 KAG Rheinland-Pfalz sind Erneuerung, Verbesserung und Umbau öffentlicher Verkehrsanlagen beitragspflichtig.
  • Oliver Spielmann: Es sollte besser heißen, Neuwied zerstört Lebensraum. Spätestens jetzt müsste eigentlich dem Letzten Bürger ein Licht aufgehen, welcher Stellenwert unser Grossbaumbestand in den Quartieren hat. Möglicherweise...
  • Markus Witsch: Es kann ja sein, dass 66% der Merzbacher sich einen eingeschränkten Nahversorger wünschen, aber die Bewohner von Schlebach, Irlenbusch, Neukirchen, Kurtenberg, Berscheid und Loch/Queckenberg haben andere Einkaufsgewohnheiten.
  • Hink Heike: Hat die UWG, CDU und der Herr Meyer sich auch einmal überlegt,wie die Senioren vollgepackt mit ihrer Ware, die ganzen Berge wieder hochkommen sollen? Und die Todenfelder, Hilberather, Locher und Queckenberger...
Holz Loth-Entsorgung
Karneval in der Region
Karneval in Oberbreisig
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval - Anzeige Veranstaltungen Festzelt 2026 o.B.
Karneval in der Region
Anlagenmechaniker SHK,  Lüftungsbauer, Servicetechniker
Karneval in der VG Altenahr
Empfohlene Artikel

Neuwied. Bereits im Vorfeld hatte die Stadtratssitzung Wellen geschlagen. CDU-Fraktionschef Martin Hahn hatte auf social media gepostet, dass die AfD der Einrichtung dreier Ganztagsschulen in Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers, im vorgelagerten Haushaltsausschuss nicht zugestimmt hatte.

Weiterlesen

Remagen. Anlässlich der Pressekonferenz von Gesundheitsminister Hoch zum Krankenhausinvestitionsprogramm 2026 fordert die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz eine deutlich stärkere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser im Land. Die aktuelle Lage zeige unmissverständlich, dass das bisherige Investitionsniveau nicht ausreiche, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern.

Weiterlesen

Bendorf. Auf Einladung der Bendorfer Grünen hatten sich zahlreiche interessierte Bürger im Bendorfer Makerspace eingefunden, um gemeinsam mit Experten und erfahrenen Bürgern nach Wegen zu suchen, wie man seine Immobilie fit für die Zukunft machen kann.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Senior verlor bei Rangieren die Kontrolle über sein Fahrzeug

06.02.: Vallendar: 89-jähriger Autofahrer kracht in Gebäude

Vallendar. Am 6. Februar kam es gegen 15.37 Uhr im Bereich einer Tankstelle in Vallendar zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem erheblicher Sachschaden entstand. Ein 89-jähriger Autofahrer verlor beim Rangieren die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte in das Gebäude einer angrenzenden Werkstatt.

Weiterlesen

Ingelheim am Rhein. Am Donnerstag, 5. Februar, gegen 11 Uhr, kam es auf der A60 in Fahrtrichtung Bingen zu einem polizeilichen Einsatz, der ein massives Fehlverhalten zahlreicher Verkehrsteilnehmer offenbarte. Auf Höhe der Anschlussstelle Hechtsheim-Ost, unmittelbar vor dem Hechtsheimer Tunnel, war ein Sattelzug aufgrund eines technischen Defekts liegengeblieben.

Weiterlesen

Unbekannte drangen auf Gelände des THW Sinzig ein

THW Sinzig: Diebe klauen Flutspenden

Sinzig. Im Zeitraum zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen sind bislang unbekannte Täter auf das Gelände des THW Sinzig eingebrochen. Dies gab das THW Sinzig auf seinen Social Media-Kanälen bekannt.

Weiterlesen

DA bis auf Widerruf
Imageanzeige
Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Image
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige Zahntechniker
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in Oberbreisig
Remagen feiert Karneval
Karneval in der VG Altenahr
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval im Brohltal
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026