Politik | 18.05.2019

Andernacher Gesundheitskongress brachte erste Ergebnisse

SPD: „Hausärztliche Versorgung zukunftsfest machen“

Marc Ruland äußert sich zu den Ergebnissen des Gesundheitskongresses. Foto: privat

Andernach. Die SPD Andernach hatte im Herbst 2018 die Stadtverwaltung aufgefordert, bei einem Gesundheitskongress, die aktuelle sowie zukünftige medizinische Versorgung mit Experten unter die Lupe zu nehmen. Erste Ergebnisse des Gesundheitskongresses waren: Die aktuelle ärztliche Versorgung im ambulanten Bereich in Andernach ist gut bis zufriedenstellend. Positiv ist zu bewerten, dass das St. Nikolaus-Stifts-Hospital einen wertvollen Beitrag zur (stationären) medizinischen Versorgung leistet. Bei den örtlichen Zahnärzten besteht aktuell kein Nachwuchs-Problem. Der größte Handlungsbedarf wird im Bereich der örtlichen hausärztlichen Versorgung gesehen. Hier ist entsprechend der Prognosen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) damit zu rechnen, dass rund 50 Prozent der aktuellen Praxen in Kürze eine Nachfolgeregelung ansteht. Hier muss sich die Stadt Andernach überlegen, ob sie beispielsweise wie die Verbandsgemeinde Maifeld auf kommunale Fördermaßnahmen setzt. Die anwesenden Ärztevertreter, wie auch die Krankenhausleitung sehen die Beteiligten im „System Gesundheit“ (KV, Krankenkassen, Bezirksärztekammer, Landes- und Bundesgesetzgeber) in der Verantwortung, um für einen Abbau der Verwaltungsvorschriften / Bürokratie zu sorgen, sowie eine Deregulierung durchzusetzen. Gerade dies kostet – insbesondere in kleinen Praxen – viel Zeit, die „für den Patienten verloren geht“. Des Weiteren schrecke der enorme Verwaltungsaufwand viele Interessenten ab, einen Beruf im medizinischen Bereich zu erlernen. Auch stecke eine Herausforderung darin, den Beruf des Hausarztes „familienfreundlicher“ zu machen. Dr. Alexander Wilhelm, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Demografie und Gesundheit, betonte daraufhin, dass bereits verschiedene Förderansätze des Landes Rheinland-Pfalz existieren. Bezüglich des Abbaus von Verwaltungsvorschriften setze das Land dieses Thema regelmäßig auf die Agenda der Gesundheitsministerkonferenz. Von Seiten der Ärzteschaft wird angeregt, dass eine geeignete kommunale Unterstützungsmaßnahme in der Erhöhung der Attraktivität der Lebensqualität und der Etablierung als gesunde Stadt liegen könne. Hier ist Andernach gefordert, neue Baugebiete mit bezahlbaren Baugrundstücken, mehr Kita-Plätze, den Ausbau von Radverbindungen und in die Erhöhung der städtischen Attraktivität zu investieren. Das GUT-LEBEN Programm der SPD setzt genau auf diese Schwerpunkte. Außerdem wird die Installation eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in kommunaler Trägerschaft wird „nicht als Allheilmittel“ gesehen. Die Stadtspitze bietet als weitere Maßnahme an, ein Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden und dem „Ärztestammtisch“ zu organisieren. Das Augenmerk sollte in erster Linie auf den Kontakt und den Informationsaustausch zwischen Stadt und der Ärzteschaft liegen. Dem Rat der Stadt Andernach sollen die Ergebnisse des Gesundheitskongresses auf Antrag der SPD in einer Informationsvorlage aufbereitet werden, damit entschieden werden kann, ob und in welcher Weise die Stadt Andernach moderierend oder steuernd tätig werde. „Die im Gesundheitskongress festgehaltenen Ergebnisse sind einer erster Schritt, einen Maßnahmenkatalog für die Zukunft zu erarbeiten“, betont Marc Ruland, MdL. Dieser solle sich nicht nur auf Andernach, sondern auch auf die Heimat-Region erstrecken. „Wir sind stärker, wenn wir – in Sachen medizinische Versorgung – gemeinsam an einem Strang ziehen. Wichtig ist der Andernacher SPD, dass wir hier aktiv werden, uns dem Thema hausärztliche Versorgung widmen und dies nicht alleine der Kassenärztlichen Vereinigung überlassen. So wollen wir die hausärztliche Versorgung in Andernach zukunftsfest machen.“

Pressemitteilung der

SPD Andernach

Marc Ruland äußert sich zu den Ergebnissen des Gesundheitskongresses. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
20

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Rund ums Haus
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
PR-Anzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in