Ortsbegehung mit Benedikt Oster MdL
SPD Sayn diskutiert Verkehrsthemen
Bendorf. Nicht zuletzt aufgrund der jüngst durch den LBM aufgestellten Ampelanlage am bekannten Fillingers Eck im Herzen von Sayn, steht die Verkehrssituation an der Koblenz-Olper-Straße regelmäßig im Fokus der gesellschaftlichen und politischen Diskussion.
Aus diesem Grund lud der SPD Ortsverein Sayn nun den verkehrspolitischen Sprecher und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Benedikt Oster, zu einer Begehung ein. Ebenfalls der Einladung gefolgt waren der Bürgermeister der Stadt Bendorf, Christoph Mohr sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bendorfer Stadtrat, Manfred Bauer, sowie weitere Fraktionsmitglieder.
Gemeinsam diskutierte man dabei die drei zentralen verkehrspolitischen Projekte „Fillingers Eck“, Verbesserung der Fuß- und Radwegesituation in Richtung Schwimmbad, Sayner Hütte und Sayntal-Arena sowie die Situation rund um die Jahnstraße und die Sayner Halle.
„An der Koblenz-Olper-Straße liegen bereits seit Jahrzehnten viele Dinge im Argen und wir warten sehnlichst darauf, dass Bewegung in die bereits vorhandenen und bekannten Planungen des LBMs kommt“, betonte die Vorsitzende Claudia Seidel. Als akutes Beispiel wurde dabei ausführlich auf die derzeit vorherrschende Situation an „Fillingers Eck“ eingegangen. Aus Sicht des Ortsvereins ist hier die geplante Kreisellösung aufgrund der dabei berücksichtigten sicheren Rad- und Gehwege mit drei zusätzlichen Fußgängerquerungshilfen zu bevorzugen. „Dass nun ein Probebetrieb mit einer Ampelanlage durchgeführt wird, bewerten wir als Kompromisslösung, welche nun genau beobachtet und justiert werden muss. Ganz eindeutig fehlen uns bei der derzeitigen Installation jedoch die Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer. Hier sehen wir eindeutig den Bedarf einer Nachbesserung“, erläuterte die Ortsvereinsvorsitzende weiter.
Des Weiteren thematisierte Vorstandsmitglied Sven Peters den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf sichere Rad- und Fußwege in Richtung Sayntal-Arena, unter anderem mit dem Freibad und der Sayner Hütte. „Im weiteren Verlauf der Koblenz-Olper-Straße liegen zentrale Anlaufpunkte des Sayner Sport-, Freizeit-, Kultur- und Tourismusangebotes. Gerade für Kinder und Jugendliche besteht jedoch keine Möglichkeit, um diese auf einem sicheren Weg vom Ortskern aus zu erreichen. Bereits mehrere Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern machen deutlich, dass die derzeitige Situation brandgefährlich ist. Hier besteht dringender Handlungsbedarf für einen beidseitig durchgängigen Geh- und Radweg“, führt Peters aus. Die Lösung, eine Stützmauer am Hang sowie eine sogenannte Auskragkonstruktion an der Brücke am Saynbach, hatte er auch umgehend parat; zumal hierbei jeweils Planungen des LBM vorliegen. „Auch hier fragt man sich: wann geht es endlich los? Oder muss erst ein weiterer schlimmer Unfall passieren?“, so das Vorstandsmitglied.
Bei ihrer Begehung der Koblenz-Olper-Straße erreichte der Trupp am Ende schließlich die Jahnstraße. Dort erklärte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Jannik Götte den bekannten Planungsstand zum Ausbau der Jahnstraße als Umgehungsstraße für den von Stromberger Berg kommenden Verkehr. „Eine Entlastung des Sayner Ortskerns sehen wir als zwingend erforderlich an und begrüßen die Planungen grundsätzlich. Allerdings besteht aus unserer Sicht auch hier noch die Notwendigkeit der Überarbeitung in Bezug auf fehlende Radwege und Fußgängerquerungen, wie beispielsweise an der Sayner Mehrzweckhalle“, erklärte Götte.
Nachdem auch Bürgermeister Christoph Mohr und der Fraktionsvorsitzende Manfred Bauer ihre Sicht auf die Dinge ergänzt hatten, bedankte sich Benedikt Oster für den interessanten Gang durch Sayn. „Es ist ganz eindeutig, dass sich die Verkehrssituation an allen heute vorgestellten Bereichen verbessern muss. Die Situation um die Koblenz-Olper-Straße ist wieder ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Verkehrswegeplanung, auch mit Blick die Sicherheit und Berücksichtigung von Radfahrern und Fußgängern, neu gedacht werden muss“, stellte Oster fest. In dem beim LBM neu ins Leben gerufene Referat für Radverkehr sieht er dabei einen ersten wichtigen Schritt. „Gerade hier in Sayn erscheint es mir äußerst wichtig, dass die schon vorhandenen Planungen nicht in der Schublade verschwinden, sondern zügig aufgegriffen, beleuchtet und dann auch umgesetzt werden“, resümierte Oster schließlich und sprach seine Unterstützung aus.
Pressemitteilung
SPD Ortsverein Sayn
Gemeinsam diskutierte man über drei zentrale verkehrspolitische Themen. Foto: SPD Ortsverein Sayn