Politik | 11.09.2017

AG 60plus wieder beim „Tag der Demokratie“ in Remagen dabei

SPD-Senioren engagieren sich gegen Marsch der Rechtsradikalen

Klaus Jung vom Kreisvorstand der SPD-AG 60plus fordert die Aufarbeitung des V2-Beschusses der deutschen Wehrmacht zur Zerstörung der Brücke von Remagen am Ende des Zweiten Weltkrieges.privat

Remagen. Wie in den vergangenen Jahren werden die SPD-Senioren aus der Arbeitsgemeinschaft (AG) 60plus auch in diesem Jahr wieder aktiv am „Tag der Demokratie“ in Remagen dabei sein. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Kreisvorstandes auf einer ihrer letzten Sitzungen. Beschlossen wurde auch, sich im Vorhinein intensiver für die Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Aus diesem Grunde war der Koordinator des „Tag der Demokratie“, der Beigeordnete der Stadt Remagen, Rolf Plewa, zur monatlichen Kreisvorstandssitzung der AG eingeladen. In einer gemeinsamen Analyse der letztjährigen Veranstaltung kam man dabei schnell zu dem Ergebnis, dass es besonderer Anstrengungen bedarf, um das Augenmerk der Öffentlichkeit mehr auf diesen Tag in Remagen zu richten. Der findet in diesem Jahr am Samstag, 18. November, statt, wie Plewa bekannt gab. Eine kurzfristige Verlegung wie im vergangenen Jahr wegen terminlicher Verlegung des Rechten-Marsches wird es seinen Angaben zufolge nicht mehr geben. Man halte an dem nun festgelegten Termin für den „Tag der Demokratie“ fest. Der Kreisvorsitzende der AG 60plus, Günter Martin (Bad Bodendorf), bot Plewa eine engere Zusammenarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit und Mobilisierung der Bevölkerung an. Zur Vorbereitung hierzu wurde ein eigener Arbeitskreis (AK) gebildet, dem Motee Spanier (Remagen), Klaus Jung (Birresdorf), Udo Klein (Nierendorf) und Rolf Henzgen (Bad Breisig) angehören. Auf Vorschlag von Klaus Jung werden dabei auch Überlegungen laufen, ob und wie der V2-Beschuss der Brücke von Remagen durch die Deutsche Wehrmacht kurz vor der Rheinüberquerung amerikanischer Truppen in den letzten Kriegswochen mehr in Erinnerung gebracht werden kann. „Dieser menschenverachtende Raketen-Beschuss der eigenen Wehrmacht mit letztendlich zivilen Opfern unter der heimischen Bevölkerung muss endlich einmal aufgearbeitet und in Erinnerung gebracht werden. Viele kennen diese Vorkommnisse gar nicht. Hieran kann aber deutlich gemacht werden, zu was rechter Gesinnungswahn fähig ist.“, so Jung.

Der Kreisvorstand der AG 60plus ruft schon jetzt alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Ahrweiler auf, am 18. November die Veranstaltung „Tag der Demokratie“ auf dem Remagener Marktplatz zu besuchen. „Eine funktionierende Demokratie muss ständig verteidigt werden. Gegen Ewiggestrige und gegen Neofaschisten. Beim „Tag der Demokratie“ ist Gelegenheit, dies zu zeigen. Bevor es eines Tages wieder zu spät ist.“, so der Aufruf der SPD-Senioren. Infos / Kontakt: Tel. 02642-7225 (Günter Martin) oder Email: ‚kreisaw60plus@t-online.de‘.

Pressemitteilung der

SPD-AG 60plus

Klaus Jung vom Kreisvorstand der SPD-AG 60plus fordert die Aufarbeitung des V2-Beschusses der deutschen Wehrmacht zur Zerstörung der Brücke von Remagen am Ende des Zweiten Weltkrieges.Foto: privat

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