Politik | 24.02.2026, 15:20 Uhr

Politischer Aschermittwoch der SPD

SPD setzt auf regionale Kompetenz und klare Inhalte

V.l.: Kai Dommershausen, Nicolas Cordes und Dr. Thorsten Rudolph, MdB Foto: Sebastian Lück
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Kreis Mayen-Koblenz. Der Politische Aschermittwoch der SPD Koblenz und des SPD-Kreisverbands Mayen-Koblenz auf dem Fahrgastschiff „Wilhelm“ war mehr als nur eine traditionsreiche Parteiveranstaltung. Deutlich wurde: Die SPD geht mit einem klaren Anspruch in den Wahlkampf – nah an den Menschen, mit konkreten inhaltlichen Schwerpunkten und starken Persönlichkeiten aus der Region.

Nach der Begrüßung durch Anna Köbberling (MdL) und Thorsten Rudolph (MdB) bildete die Rede des ehemaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping den politischen Höhepunkt des Abends. In gewohnt pointierter Form nutzte Scharping die Bühne, um zentrale gesellschaftliche Fragen aufzugreifen – und sich deutlich von der CDU abzugrenzen: Insbesondere die Abwertung von Menschen in Teilzeit, in Pflege- oder Sorgearbeit kritisierte er scharf. Wer Politik an Einsparungen bei Rentnerinnen, Kranken oder Pflegenden ausrichte, verkenne, wer in dieser Gesellschaft tatsächlich Leistung erbringe, so Scharping sinngemäß. Die CDU habe ihren politischen Kompass verloren. Zugleich rief Scharping dazu auf, bei der anstehenden Landtagswahl Alexander Schweitzer zu wählen. Er warb dafür, dem amtierenden Ministerpräsidenten das Vertrauen auszusprechen und den eingeschlagenen sozialdemokratischen Erfolgskurs in Rheinland-Pfalz fortzusetzen.

Auch bildungspolitisch setzte der frühere Landeschef klare Akzente. Die Chancen von Kindern dürften nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.

Neben den bundes- und landespolitischen Tönen prägten vor allem die regionalen Themen die Veranstaltung. Anna Köbberling stellte die wirtschaftliche Entwicklung in Koblenz und der Region in den Mittelpunkt. Starke mittelständische Betriebe, verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und gezielte Investitionen in Infrastruktur und Innovation seien entscheidend für Arbeitsplätze, Ausbildungschancen und Lebensqualität vor Ort. Eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik brauche deshalb moderne Verkehrswege, leistungsfähige digitale Netze und eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.

Kai Dommershausen, Wahlkreiskandidat im Wahlkreis 10, nahm die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe in den Blick und sprach sich für einen spürbaren Bürokratieabbau aus. Verwaltungsverfahren müssten schneller, digitaler und transparenter werden. Eine moderne Verwaltung solle unterstützen und ermöglichen – nicht durch komplizierte Zuständigkeiten und lange Bearbeitungszeiten ausbremsen. Ziel sei eine bürgerfreundliche Verwaltung, die pragmatische Lösungen anbietet und Vertrauen schafft.

Der Wahlkreiskandidat für den Wahlkreis 12, Nico Cordes, setzte einen klaren Schwerpunkt auf Bildungspolitik. Gute Bildung sei der Schlüssel zu Chancengleichheit und zugleich Grundlage für wirtschaftliche Stärke. Neben modernen Schulgebäuden und verlässlicher Ausstattung gehe es vor allem um faire Bedingungen für Lehrkräfte sowie um individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund.

Insgesamt zeigte der Politische Aschermittwoch in Koblenz: Die SPD in der Region tritt geschlossen an und verbindet grundsätzliche sozialdemokratische Positionen mit konkreten Antworten auf regionale Herausforderungen. Wirtschaft, Verwaltung und Bildung wurden als zentrale Zukunftsfelder markiert – mit dem Anspruch, Politik nicht abstrakt, sondern lösungsorientiert und nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen zu gestalten.

Zum Abschluss dankte Marc Ruland, Kreisvorsitzender der SPD Mayen-Koblenz, Rudolf Scharping für seine klaren Worte und den deutlichen politischen Kompass. Zugleich verwies er auf die jüngsten Wahlerfolge der SPD in der Region: In Koblenz jüngst mit Oberbürgermeister David Langner und im Landkreis Mayen-Koblenz historisch 2024 mit Landrat Marko Boos habe die SPD gezeigt, dass sie Wahlen gewinnen könne, wenn sie geschlossen auftrete und mit Leidenschaft für ihre Inhalte werbe. Entscheidend sei dabei, was der frühere Ministerpräsident Kurt Beck einmal auf den Punkt gebracht habe: Politik müsse „nah bei de Leut“ sein. Mit Geschlossenheit, Überzeugungskraft und Nähe zu den Menschen gehe die SPD in der Region selbstbewusst in den Wahlkampf – mit einem klaren Anspruch: „Wir spielen auf Sieg“.

Pressemitteilung

SPD Mayen-Koblenz

V.l.: Kai Dommershausen, Nicolas Cordes und Dr. Thorsten Rudolph, MdB Foto: Sebastian Lück

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