Politik | 21.12.2022

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rheinbach

SPD will Spekulation mit Baugrundstücken verhindern

Rheinbach. In Rheinbach werden immer wieder Baugrundstücke verkauft, für die die Stadt Rheinbach ein Vorkaufsrecht besitzt. Dort kann gebaut und zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden, der in Rheinbach dringend benötigt wird. Um zu gewährleisten, dass die Grundstücke in den nächsten Jahren tatsächlich bebaut werden, könnte die Stadt Rheinbach von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und nur dann darauf verzichten, wenn sich der Käufer in einer Abwendungsvereinbarung verpflichtet, das Grundstück in den nächsten Jahren selbst zu bebauen.

Jüngst wurden wieder zwei Baugrundstücke verkauft und es wurde im Haupt- und Finanzausschuss beraten, ob die Stadt Rheinbach von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen möchte. Die Rheinbacher SPD schlug erneut vor, die Ausübung des Vorkaufsrechts in Erwägung zu ziehen, wenn sich der Verkäufer nicht verpflichtet, das Grundstück in den nächsten Jahren selbst zu bebauen. Dem schlossen sich die anderen Fraktionen nicht an, sondern es wurde wie üblich auf das Vorkaufsrecht verzichtet. Dadurch wird der Spekulation mit Baugrundstücken Tür und Tor geöffnet. Das Baulückenkataster, das 2010 für Rheinbach aus der Taufe gehoben wurde, ist ebenfalls wirkungslos. Bauwillige finden hier schon lange keine Grundstücke mehr, die sie einfach und problemlos kaufen und bebauen können.

Die Rheinbacher SPD bedauert, dass sich zwar alle im Rat vertretenen Fraktionen dafür aussprechen, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, die vorhandenen Möglichkeiten aber nicht nutzen wollen, dies auch tatsächlich zu erreichen. Weder wird vom Vorkaufsrecht bei Baugrundstücken Gebrauch gemacht, noch kommt ein Konsens zu Stande, wie neue Baugebiete ausgewiesen werden. Diesbezüglich hatten SPD, UWG und FDP vorgeschlagen, ein neues Baugebiet nur dort zu planen, wo sich die Eigentümer der Grundstücke in Optionsverträgen verpflichtet hatten, der Stadt einen gewissen Anteil der Flächen, z.B. 40 Prozent, zu verkaufen. Damit dort z.B. Pflegeeinrichtungen, preiswerter Wohnraum und Raum für spezielle Wohnbedarfe geschaffen werden können. CDU und Grüne diskutierten darüber nicht, sondern drückten im Stadtrat einen Beschluss durch, dass die Stadt 100 Prozentder Flächen kaufen soll, bevor dort Bauland entsteht. „Da können wir vermutlich lange warten, bevor Grundstückseigentümer bereit sind, größere Flächen vollständig an die Stadt zu verkaufen“ befürchtet der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen, Dr. Georg Wilmers. „Außerdem muss die Stadt für den Ankauf einzelner Grundstücke viel Geld in die Hand nehmen, ohne zu wissen, ob am Ende genug zusammenhängende Flächen gekauft werden können, um auf ihnen sinnvoll ein Baugebiet zu planen.

Eine Quote für öffentlich geförderten Wohnraum wie in Bonn oder Bornheim bei jedem größeren Bauvorhaben, das eine Planungsentscheidung des Stadtrats voraussetzt, lehnt die Ratsmehrheit von grün-schwarz in Rheinbach ebenfalls ab.

Was die SPD nicht daran hindern wird, dies bei jedem neuen größeren Bauvorhaben zu verlangen. Und auch die Erwägung der Nutzung von Vorkaufsrechten wird die SPD immer wieder vorschlagen, statt von vorneherein auf die Ausübung eines Vorkaufsrechts zu verzichten.

Pressemitteilung

SPD Rheinbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
19

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2252

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Titel
Anlagenmechaniker
Ostergruß
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Rund ums Haus
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Angebotsanzeige (April)
Dauerauftrag 2026
Mitarbeiter IT-Administrator