Politik | 01.04.2021

Erwin Rüddel, MdB (CDU)

Sanierungsstaus bei kommunalen Sportstätten zielgerichtet begegnen

„Während der Bund liefert, lässt das Land Kommunen hängen“

Kreis Neuwied. „Mit mehreren Kommunen meines Wahlkreises stehe ich in engem Austausch wegen Sanierungsstaus bei kommunalen Sportstätten. Denen begegnet der Bund zielgerichtet mit anteiligen Finanzierungen an die Bundesländer, so auch ans Bundesland Rheinland-Pfalz. Dabei fällt der Bau, der Erhalt und sie Sanierung von Sportstätten des Breitensports insbesondere in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländer“, informiert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Jedoch können die zuständigen Bundesländer auch in Zukunft im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auf eine anteilige Finanzierung des Bundes bauen. „Festzuhalten ist“, so Rüddel, „dass über Jahrzehnte hinweg gerade die Bundesländer deutlich zu wenig in die Sportstätteninfrastruktur investiert haben. Dies hat vielerorts zu maroden Turnhallen, nicht mehr zeitgemäßen Sportanlagen oder gar zu vollständigen Schließungen von Schwimmbädern geführt.“

Hier verweist der heimische Abgeordnete exemplarisch auf die Situation zum Ersatzneubau eines Schul- und Sportbades in der Kreisstadt Altenkirchen. Dem mit 15,5 Millionen Euro veranschlagten Bauprojekt war, aufgrund des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ eine Bundesförderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro zugeteilt und letztlich durch eine Bedingung der SPD-geführten Mainzer Landesregierung verwehrt worden.

Die hatte darauf bestanden, dass sich die Verbandsgemeinde Altenkirchen zwischen der Bundesförderung und der Förderung durch das Land entscheiden müsse. „Dies ist nicht nur bedauerlich, sondern auch unverantwortlich“, erregt es den Unmut Rüddels, zumal die Förderung durch den Bund an keine weiteren Bedingungen geknüpft sei. „Der Bund“, konstatiert der Parlamentarier, „zahlt den vollen Betrag auch dann, wenn für ein Projekt zudem über andere Fördermöglichkeiten Geld fließt.“

Um zielgerichtet, nachhaltig und bedarfsorientiert zu investieren, sei ein digitaler Sportstättenatlas notwendig, der ein genaues Lagebild zum Zustand der Sportstätten bietet. Dabei müssten sich wandelnde Sportnachfragen und Trends, die neue Voraussetzungen an Sporträume stellen, beachtet werden. „Neben der Hilfe durch den Bund müssen die zuständigen Länder vor allem ihre eigenen Anstrengungen deutlich erhöhen“, appelliert Erwin Rüddel mit dem Hinweis, dass dazu neben eigenen Förderprogrammen insbesondere eine solide Finanzierung der Betriebskosten sowie der fortlaufenden Modernisierungsmaßnahmen gehören.

Dabei hat Rüddel, auch als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag noch etwas im Blick: „Der Bewegungsmangel bei Kindern, Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen hat sich wegen der Corona-Pandemie und dem stark eingeschränkten Sportangebot in Schulen und Vereinen zusätzlich verstärkt. Wenn Hygienemaßnahmen und ein effektives Testregime greifen sowie deutliche Impffortschritte erzielt werden, müssen Sport und Bewegung schnell wieder möglich sein.“

Voraussetzung eines erfolgreichen Neustarts im Sport seien ebenso moderne und attraktive Sportstätten. „Deshalb gilt es, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und nicht, dass den Kommunen durch politische Eitelkeiten des Landes das Leben unnötig schwer gemacht und die Bürger gleichermaßen unnötig und langfristig zur Kasse gebeten werden“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

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