Politik | 10.08.2021

AfD-Kreistagsfraktion

Schnelle Entlohnung der Unternehmer gefordert

Kreis Ahrweiler.Knapp vier Wochen liegt die katastrophale und immer noch unfassbare Flutkatastrophe mit weit über 100 Toten zurück. Eine ganze Heerschar an freiwilligen Helfern ist seitdem ohne Unterlass aktiv; darunter viele Lohnunternehmer, wie der Presse zu entnehmen ist. Ohne deren Engagement seit der Stunde Null in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli ginge gar nichts im Ahrtal. Gerade bei der Wiederherstellung zerstörter Straßen und anderer Infrastruktur, sowie den umfangreichen Räumarbeiten ist ihre Hilfe unerlässlich.

Umso unverständlicher sind sich häufenden Berichte wonach diese Unternehmer offensichtlich große bürokratische Hürden nehmen müssen, damit diese die ihnen zustehende Entlohnung erhalten. Zumal einigen inzwischen die Insolvenz droht; und zwar als Folge, dass sie selbst unbürokratisch und schnell helfen.

Wer sich da jetzt noch auf formale Auftragsvergaben bezieht und meint, man könne nicht nachvollziehen wer, was und wann mit welchem Auftrag getan hat, der hat offensichtlich nicht erfasst, was das Gebot der Stunde ist: Schnelle Hilfe jenseits aller Bürokratie.

Es kann auch nicht sein, dass, wie jüngst zu lesen war, nun die Ortsbürgermeister hier in die Bresche springen und entscheiden sollen, welche Aufträge die Gemeinden als „zielführend“ empfänden. Diese haben gerade sicher anderes und vor allem dringlicheres zu tun. Und soll vielleicht ein Lohnunternehmer, der in verschiedenen Orten Hilfe geleistet hat, mit mehreren Ortsbürgermeistern „zielführende“ Gespräche führen? Die Aufarbeitung der Folgen einer so gewaltigen Katastrophe lassen sich nicht so bürokratisch „verwalten“, wie manch einer in der ADD und gar der Landesregierung dies vielleicht meint. Natürlich ist auch darauf zu achten, dass Auszahlungen nicht einfach so, auf Zuruf, erfolgen. Es braucht hierfür nun schnellstens eine zentrale Organisation, am besten angesiedelt beim Krisenstab des Landes, der entsprechende Lohnforderungen schnell und ohne viel Formalitäten prüft und auszahlt. Denn dort besteht auch der beste Gesamtüberblick über die Hilfsanforderungen. Denkbar wäre vorab auch die schnelle Auszahlung von Abschlagszahlungen. Später könnte dann die aktuell geplante Wiederaufbauorgansitation des Landes diese Aufgabe übernehmen. Alternativ stattet das Land den Kreis personell und materiell entsprechend für diese Aufgabe aus.

Wie auch immer: „Eins ist für unsere schwerst geplagte Region gerade völlig deplatziert und kontraproduktiv: Eine Bürokratie, die die Unternehmer lähmt und demotiviert oder gar in die Insolvenz treibt.“

Pressemitteilung der

AfD-Kreistagsfraktion

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