Politik | 20.03.2023

Veranstaltung der CDU-Seniorenunion des Gemeindeverbandes Mendig

Schockanrufe und Betrugsversuche waren Thema

Carolin Blum vom Polizeipräsidium Koblenz bei ihrem Vortrag im DRK-Heim in Mendig.  Foto: privat

Mendig. In Presse, Rundfunk und Fernsehen wird immer wieder von Schockanrufen und anderen Betrugsversuchen berichtet. Die Senioren-Union des Gemeindeverbandes Mendig hat ihre Mitglieder zu diesem Themenkomplex in das DRK-Heim eingeladen. Als Referent hierfür konnte die kompetente Kriminologin und Präventionssachbearbeiterin Carolin Blum vom Polizeipräsidium Koblenz gewonnen werden. Sie konnte alle damit zusammenhängenden Themen anschaulich und kurzweilig beleuchten, sowie wertvolle Tipps geben. Polizeibeamte müssen sich immer mit Ausweis und Dienstmarke ausweisen können. Dabei ist darauf zu achten, dass die Nummer der Dienstmarke mit der Nummer auf dem Ausweis übereinstimmt. Polizeidienststellen oder auch Staatsanwälte rufen niemals zu aktuellen Unfällen an. Die oft im Display angezeigten Rufnummer, z.B. 110, sind gefälscht (Call ID Spoofing), sollten aber nach einer Gesetzesänderung nicht mehr möglich sein.

Bei Anrufen von angeblichen Polizisten zu Einbrüchen in der Nachbarschaft werden die Angerufenen zur Herausgabe von Geld und Wertsachen aufgefordert, um diese vor Diebstahl zu schützen. Von der Polizei werden niemals Geld oder Wertgegenstände in Gewahrsam genommen.

Bei dem Verkehrsunfalltrick oder Schockanruf werden Menschen unter Druck gesetzt. Die Anrufer schildern ein Unfallszenario, in das ein naher Angehöriger verwickelt ist und deshalb eine Kaution in erheblicher Höhe zu leisten sei. Dies wird von der Polizei grundsätzlich nicht gefordert. Hier sollte man sofort das Gespräch beenden.

Eine weitere Betrugsmasche ist die Nachricht „Ich habe eine neue Rufnummer, lösche die alte und mein Kontozugang ist defekt“. In der Folge kommen dann Wünsche, irgendwelche Rechnungen zu begleichen. Hier die neue Rufnummer mit dem Vermerk „Neu“ speichern, die alte Rufnummer aber nicht löschen und mit dem Angehörigen/Bekannten Kontakt aufnehmen aber nie Zahlungen leisten.

Betrugsversuche werden auch unternommen durch angebliche Energieberater, oder Mitarbeiter von Microsoft, durch Fakemitteilungen von DHL und in Kontaktforen. Dies hat immer nur das Ziel an das Geld der Betroffenen zu kommen.

Ein weiteres Betrugsfeld ist das Ausspähen von PIN und Diebstahl von Bankkarten an Geldautomaten. Bankarten für kontaktloses Bezahlen aber auch Keyless- und Funkschlüsselsysteme sollte man mit Metallfolie oder Faradaymappe schützen.

Betrüger versuchen auch durch vortäuschen von Handwerkerarbeiten oder Notlagen, Zugang zur Wohnung zu erhalten.

Gewinnmitteilungen haben nur das Ziel, an Kontodaten zu kommen.

Zu all diesen Betrugsversuchen gab Frau Blum den Seniorinnen und Senioren wertvolle Hinweise und Verhaltensregeln.

Die Versorgung der Teilnehmer mit Kaffee, Kuchen und Getränken wurde in gewohnter Manier vom DRK-Ortsverein übernommen.

Am Schluß der Veranstaltung bedankte sich die Vorsitzende Hubertine Kammerscheid bei der Referentin, Frau Blum und dem DRK für die Bereitstellung der Räume.

Pressemitteilung

Senioren Union

Gemeindeverband Mendig

Carolin Blum vom Polizeipräsidium Koblenz bei ihrem Vortrag im DRK-Heim in Mendig. Foto: privat

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