Politik | 29.11.2017, 12:57 Uhr

Unabhängige Wählergemeinschaft Wachtberg

Schüler müssen weite Wege in Kauf nehmen

Berkum. Die neusten Zahlen belegen, dass die Nachfrage nach KiTa-Plätzen weiter zunehmen wird. Die Gemeinde kommt kaum nach, entsprechende Plätze für die Kleinen zu schaffen. Das Gewerbegebiet hat sich so gut entwickelt, dass die nächste Erweiterung ansteht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Junge Familien könnten in Wachtberg weiterhin einen idealen Wohnsitz sehen, wäre da nicht das unzureichende Angebot an weiterführenden Schulen.

Die jetzigen Kindergartenkinder werden schulpflichtig und mit der Entscheidung zugunsten eines weiterführenden Bildungsweges müssen sie die Angebote der angrenzenden Kommunen wählen. Weite Schulwege und lange Fahrzeiten nehmen die Eltern in Kauf, da der „moderne“ Standort Wachtberg kein attraktives weiterführendes Schulangebot bereithält und stattdessen nur die eingeschränkten und unflexiblen Möglichkeiten der Hans-Dietrich-Genscher-Schule bietet. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Prognose der Schülerzahlen für diese Schule sehr unerfreulich ausfällt.

Obwohl alle Parteien im Bund, dem Land und den Kommunen die Bildung immer wieder als vorrangiges Thema benennen, wird in Wachtberg nicht in die Zukunft geschaut. Ist sich die Politik in Wachtberg der Verantwortung für die Kinder nicht bewusst? Sollten nicht Partikularinteressen zugunsten allgemeiner Bedürfnisse zurückgestellt werden?

Seit Jahren kämpft die UWG in Wachtberg um ein Schulmodell, dass allen Kindern die individuelle Chance bietet, alle Möglichkeiten bis hin zum Abitur auszuschöpfen. Die Attraktivität der Gemeinde zeigt sich u.a. bei der Ansiedlung von Handel und Gewerbe sowie bei der Wohngebietsentwicklung. Was hinterher hinkt ist ein fehlendes attraktives weiterführendes Schulangebot für die Kinder. Sie sind die Zukunft von Wachtberg und die Politik sollte nicht die Augen davor verschließen. Hier müssen unbedingt alle Möglichkeiten zielführend in Angriff genommen werden. Der erste Schritt könnte ein Teilstandort einer Gesamtschule sein, wie es die SPD jüngst zur Prüfung beantragt hat.

Die UWG wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass den Kindern in Wachtberg ein weiterführendes Bildungsangebot bis hin zum Abitur ermöglicht wird. Jede Chance, das Auslaufmodell Hauptschule in eine attraktive Gesamtschule umzustrukturieren, sollte ergriffen werden.

Pressemitteilung Unabhängige

Wählergemeinschaft Wachtberg

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