Politik | 01.02.2020, 08:42 Uhr

Studie des Regionalelternbeirats (REB) Koblenz verdeutlicht Unterrichtsausfall

Schulen brauchen mehr Lehrer

Ellen Demuth unterstützt Forderung

Kreis Neuwied. Ellen Demuth begrüßt ausdrücklich die Initiative des Regionalelternbeirates Koblenz: „Die Zustände an unseren Grundschulen, aber auch an vielen weiterführenden Schulen, sind nicht tragbar, es ist absolut richtig, dass der REB dazu eine Eigenstudie in Auftrag gegeben hat. Dadurch kommt das Thema Unterrichtsausfall verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Ich unterstütze die Forderungen des Regionalelternbeirates an die Landesregierung, die personelle Situation an den Schulen zu verbessern, umfänglich.

Schulausfall wegen Lehrermangel ist ein unhaltbarer Zustand, darauf habe ich immer wieder hingewiesen, zuletzt im vergangenen Jahr, nachdem die Antwort der Landesregierung auf eine darauf Bezug nehmende Kleine Anfrage der Abgeordneten vorlag.“

Ellen Demuth berichtet weiter: „Das Ergebnis war schon 2019 alarmierend. Von den insgesamt 41 Grundschulen waren 29 Grundschulen von Ausfällen ganzer Schultage betroffen. Hier mussten komplette Schulklassen nach Hause geschickt werden. Im Schuljahr 2017/18 belief sich dabei die Gesamtanzahl ausgefallener Schultage an 24 Grundschulen im Landkreis sogar auf 148 Tage. Dabei lag die Spannbreite ausgefallener Schultage zwischen 1 und 22 Tagen.

Die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth ist besorgt über die aktuellen Zahlen des REB und stellt fest: „Ich unterstütze den Regionalelternbeirat (REB) Koblenz, wir brauchen nicht erst heute, und nicht nur an Grundschulen, deutlich mehr Lehrer.

In der Grundschule werden die Grundlagen für das Leben gelegt. Die Personaldecke, mit der die Landesregierung unsere Grundschulen ausstattet, ist zu dünn. Dass Lehrerinnen und Lehrer mal wegen Krankheit oder Weiterbildung keinen Unterricht erteilen können, ist zu erwarten und muss bei der Bemessung des Personals berücksichtigt werden. Die Unterrichtsversorgung bedarf dringend der Verbesserung. Unterrichtsausfall wird leider weiterhin verharmlost.“

Ellen Demuth erneuert ihre Forderung an die Landesregierung, weitere Lehrer einzustellen, damit zukünftig an keiner Grundschule Kinder nach Hause geschickt werden: „Es muss selbstverständlich sein, dass alle Schultage erteilt werden. Das ist die Grundaufgabe unseres Staates. Der Ausfall von ganzen Unterrichtstagen ist ein unhaltbarer Zustand. Wozu der dauerhaft hohe Unterrichtsausfall führt, zeigt die IQB-Studie: Nach dieser erreichen mehr als ein Drittel der Viertklässler in Rheinland-Pfalz nicht die Lesekompetenzstufe 3, die als Mindestanforderung für das grundlegende Verstehen von Texten gilt.

Darüber hinaus kämpfen viele Grundschulen und weiterführende Schulen mit den Problemen, welche die Inklusion mit sich bringt: Auch hier fehlt eine angemessene Ausstattung mit Lehrern, Förderlehrern und Schulsozialarbeitern. Ganze Generationen an Schulkindern bleiben auf der Strecke, wenn hier nicht konsequent nachgearbeitet wird. Jedes Kind verdient, dort mitgenommen zu werden, wo es steht, damit es eine selbstbestimmte Zukunft haben kann.“

Pressemitteilung

Bürgerbüro Ellen Demuth, MdL

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
131

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Herbst PR Special KW 45
07-Marktbericht 2026
Angebotsanzeige (November)
Media-Auftrag 2026/27 Job Nr. 45-11-26-17
Stellenanzeige Sozialarbeiter
Titelanzeige
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
466

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
135

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen