Mitglieder der Grünen Ratsfraktion besuchen Beratungsstelle für Prostituierte

SexarbeiterInnen brauchen Beratung und mehr Sicherheit

SexarbeiterInnen brauchen
Beratung und mehr Sicherheit

Beim Besuch der Grünen Ratsfraktion. Foto: privat

20.06.2022 - 13:37

Koblenz. Menschen, die in der Prostitution arbeiten, benötigen gute Beratungs- und Hilfsangebote, um nicht Opfer von Ausbeutung und Gewalt zu werden. Grüne Rats und Ausschussmitglieder tauschten sich mit Verantwortlichen von „ROXANNE die Beratungsstelle für Prostituierte“ in Koblenz aus, um mehr über die aktuelle Lage und über ihre Arbeit zu erfahren.

Im Gespräch mit den Grünen machte Achim Klein, Leiter der Beratungsstelle, deutlich, dass bei ROXANNE viele Ideen zur Unterstützung der SexarbeiterInnen vorhanden, die Ressourcen der Beratungsstelle jedoch begrenzt seien. So gingen die dringend benötigten Spenden bei zugleich steigenden Kosten zuletzt zurück. Dies sei besonders problematisch, da pandemiebedingt eine Reihe von Menschen in der Prostitution vom legalen in den illegalen Bereich abgerutscht und der Aufwand, sie mit Beratungs- und Hilfeangeboten zu erreichen, enorm gestiegen sei.

Dazu Ulrike Bourry, Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion: „ROXANNE leistet seit Jahren hervorragende Arbeit bei der Beratung von SexarbeiterInnen. Wir möchten die Beratungsstelle in ihrer Arbeit stärken und werden darauf hinwirken, dass vonseiten der Stadt zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, um den Spendenrückgang zu kompensieren. Zugleich hoffen wir, dass künftig wieder mehr BürgerInnen bei ihrer Spendenentscheidung dieses wichtige Projekt berücksichtigen werden.“ Neben der Frage der Finanzierung ging es auch um das Thema Sicherheit. Aktuelle Zahlen des Bundeskriminalamtes zeigen deutlich, dass Gewalt gegen SexarbeiterInnen zuletzt zugenommen hat.

Dazu die sozialpolitische Sprecherin Laura Martín Martorell: „Unserer Fraktion ist es ein wichtiges Anl iegen, dass wir die Sicherheit der Menschen, die im Sexgewerbe arbeiten, deutlich verbessern. Hierzu schlägt ROXANNE vor, Verrichtungsboxen mit Alarmsystemen einzurichten. Zudem sollte in der Nähe dieser Boxen ein Container eingerichtet werden, in dem Bera tungsarbeit stattfinden kann. Hierbei müsste die Beratung für Opfer von Menschenhandel, Drogen und Suchtberatung sowie Gesundheitsberatung zusammengedacht werden. Unsere Grüne Fraktion wird im nächsten Sozialausschuss fordern, geeignete Konzepte für mehr Sicherheit für Prostituierte zu prüfen.“ Pressemitteilung

Stadtratsfraktion

Bündnis 90/Die Grünen Koblenz

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Das Unfallauto war mit sechs Personen besetzt, hatte aber nur fünf Sitzplätze.

Auto überschlägt sich mehrfach auf A61: Mehrere Schwerverletzte

Am heutigen Sonnereignete sich um 17 Uhr auf der A61 in nördlicher Fahrtrichtung zwischen den Anschlussstellen Rheinböllen und Laudert ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem sechs Personen zum Teil schwer verletzt wurden. mehr...

Raubach: Reifen von mehreren Autos zerstochen und Nägel ausgelegt

Raubach. In der Nacht von Freitag auf Samstag, 5. bis 6. August, kam es in der Ortslage Raubach, im Bereich „Am Heidchen“, zu einer Sachbeschädigung an zwei geparkten PKW’s. Hierbei wurden mehrere Reifen der geparkten Fahrzeuge, durch Einstechen, beschädigt. Weiterhin wurden Nägel vor mindestens einem weiteren Reifen ausgelegt. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Zeugen,... mehr...

Montabaur: Rollerfahrerin bei Crash mit Auto schwer verletzt

Montabaur. Am Sonntag, 7. August gegen 15.45 Uhr befuhr eine 53-jährige Frau aus der VG Wirges (Motorroller) und eine 81-jährige Frau aus der VG Montabaur (PKW) in der genannten Reihenfolge die Koblenzer Straße in Montabaur aus Richtung Stadtmitte in Fahrtrichtung Niederelbert. Bei der ARAL-Tankstelle wollte die Rollerfahrerin nach links abbiegen und missachtete dabei den nachfolgenden Verkehr. Zeitgleich wollte die PKW-Fahrerin überholen und übersah den nach links gesetzten Blinker. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
Jürgen Görgler:
Nicht nur wegen der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, sondern auch mit Bezug zur Klimakrise wäre es doch interessant, geeignete Flächen im Kreis Ahrweiler mit großangelegten Photovoltaikanlagen (Solarparks) auszurüsten. Dies in Form von Genossenschaften, wo interessierte Bürgerinnen und Bürger...
Franz-Josef Dehenn:
Allen Bewohnern des Hauses wünsche ich, das Sie alle so schnell wie möglich wieder schnell Gesund werden...
Service