Politik | 05.03.2025, 15:45 Uhr

GRÜNE fordern Prävention statt Reaktion

Sicherheit auf Wachtbergs Straßen

Wachtberg. Die Verkehrssicherheit auf den Land- und Kreisstraßen in Wachtberg bleibt ein zentrales Anliegen. Erneute schwere Unfälle in der Region verdeutlichen, dass Gefahrenstellen frühzeitig erkannt und entschärft werden müssen, um Unfälle bestmöglich zu verhindern.

Die genaue Ursache des jüngsten Unfalls auf der K14 ist noch nicht bekannt – doch darauf kommt es nicht an. Unabhängig von einzelnen Unfallhergängen gibt es Straßenabschnitte, die objektiv ein erhöhtes Risiko bergen. Das Problem ist bekannt, und es braucht eine vorausschauende Verkehrsplanung, die präventiv handelt, statt erst nach schweren Unfällen Maßnahmen zu ergreifen.

Angepasste Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit

Ein Beispiel ist die K14 zwischen Ließem und Gimmersdorf: Während auf einem besser ausgebauten Abschnitt bereits Tempo 70 gilt, ist auf dem schmaleren Streckenabschnitt weiterhin Tempo 100 erlaubt. Eine einheitliche und der Straßenbeschaffenheit angepasste Regelung kann hier zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer beitragen. Ähnlich auf der L123, dort gilt jetzt an der Einmündung der Ortsumgehung K14 auf dem Stück Tempo 50, vorher Tempo 70. Da dann in Richtung Berkum Tempo 50 aufgehoben wird, gilt für knapp 200m bis Ortseingang Berkum dann Tempo 100. Genau das passiert, wenn bei Veränderungen die Straßen nicht insgesamt in den Blick genommen werden, sondern nur die betroffenen Abschnitte.

Oliver Henkel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Wachtberg, betont: „Wir fordern, dass Gefahrenstellen wie diese frühzeitig von der Gemeinde zur Überprüfung angemeldet werden und – wo erforderlich – die Geschwindigkeiten angepasst werden. Es darf nicht sein, dass erst tragische Ereignisse geschehen müssen, bevor Maßnahmen ergriffen werden.“

Hintergrund: Die Gemeinde kennt in der Regen die Gefahrenstellen vor Ort und diese werden regelmäßig zusammen mit Kreis und Polizei in s.g. Verkehrsschauen genauer betrachtet und überprüft.

Ingo Steiner, Vorsitzender des zuständigen Ausschusses und Kreistagsmitglied der Grünen, ergänzt: „Es gibt Strecken in unserer Region, die aufgrund ihrer baulichen Gegebenheiten nicht für Tempo 100 geeignet sind. Die Gemeinde muss hier aktiv werden und diese Stellen dem Kreis benennen. Nur so kann der Kreis auch die Verantwortung übernehmen und bestehende Risiken konsequent bewerten und senken.“

Appell an den Kreis für vorausschauende Entscheidungen

Die Grünen fordern eine klare Strategie, die über einzelne Unfälle hinausgeht und eine nachhaltige und ganzheitliche Betrachtung, die eine Verbesserung der Verkehrssicherheit in den Fokus rückt. Dazu gehören neben angepassten Tempolimits auch eine konsequente Verkehrsüberwachung und transparente Entscheidungsprozesse.

„Wir begrüßen es, wenn der Kreis hier schnell handelt und sich die Situation vor Ort genau anschaut. Wer Straßen sicherer macht, schützt Leben – und das sollte das oberste Ziel jeder Verkehrsplanung sein,“ so Henkel abschließend.

Pressemitteilung

Bündnis90/Die GRÜNEN im Rat der Gemeinde Wachtberg

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
135

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
142

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dienstleistungen
"Harald Schweiss"
Martinsmarkt in Adendorf
Titelanzeige
Stellenanzeige Sozialarbeiter
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Weitere Artikel
50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen

In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen