GRÜNE fordern Prävention statt Reaktion
Sicherheit auf Wachtbergs Straßen
Wachtberg. Die Verkehrssicherheit auf den Land- und Kreisstraßen in Wachtberg bleibt ein zentrales Anliegen. Erneute schwere Unfälle in der Region verdeutlichen, dass Gefahrenstellen frühzeitig erkannt und entschärft werden müssen, um Unfälle bestmöglich zu verhindern.
Die genaue Ursache des jüngsten Unfalls auf der K14 ist noch nicht bekannt – doch darauf kommt es nicht an. Unabhängig von einzelnen Unfallhergängen gibt es Straßenabschnitte, die objektiv ein erhöhtes Risiko bergen. Das Problem ist bekannt, und es braucht eine vorausschauende Verkehrsplanung, die präventiv handelt, statt erst nach schweren Unfällen Maßnahmen zu ergreifen.
Angepasste Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit
Ein Beispiel ist die K14 zwischen Ließem und Gimmersdorf: Während auf einem besser ausgebauten Abschnitt bereits Tempo 70 gilt, ist auf dem schmaleren Streckenabschnitt weiterhin Tempo 100 erlaubt. Eine einheitliche und der Straßenbeschaffenheit angepasste Regelung kann hier zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer beitragen. Ähnlich auf der L123, dort gilt jetzt an der Einmündung der Ortsumgehung K14 auf dem Stück Tempo 50, vorher Tempo 70. Da dann in Richtung Berkum Tempo 50 aufgehoben wird, gilt für knapp 200m bis Ortseingang Berkum dann Tempo 100. Genau das passiert, wenn bei Veränderungen die Straßen nicht insgesamt in den Blick genommen werden, sondern nur die betroffenen Abschnitte.
Oliver Henkel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Wachtberg, betont: „Wir fordern, dass Gefahrenstellen wie diese frühzeitig von der Gemeinde zur Überprüfung angemeldet werden und – wo erforderlich – die Geschwindigkeiten angepasst werden. Es darf nicht sein, dass erst tragische Ereignisse geschehen müssen, bevor Maßnahmen ergriffen werden.“
Hintergrund: Die Gemeinde kennt in der Regen die Gefahrenstellen vor Ort und diese werden regelmäßig zusammen mit Kreis und Polizei in s.g. Verkehrsschauen genauer betrachtet und überprüft.
Ingo Steiner, Vorsitzender des zuständigen Ausschusses und Kreistagsmitglied der Grünen, ergänzt: „Es gibt Strecken in unserer Region, die aufgrund ihrer baulichen Gegebenheiten nicht für Tempo 100 geeignet sind. Die Gemeinde muss hier aktiv werden und diese Stellen dem Kreis benennen. Nur so kann der Kreis auch die Verantwortung übernehmen und bestehende Risiken konsequent bewerten und senken.“
Appell an den Kreis für vorausschauende Entscheidungen
Die Grünen fordern eine klare Strategie, die über einzelne Unfälle hinausgeht und eine nachhaltige und ganzheitliche Betrachtung, die eine Verbesserung der Verkehrssicherheit in den Fokus rückt. Dazu gehören neben angepassten Tempolimits auch eine konsequente Verkehrsüberwachung und transparente Entscheidungsprozesse.
„Wir begrüßen es, wenn der Kreis hier schnell handelt und sich die Situation vor Ort genau anschaut. Wer Straßen sicherer macht, schützt Leben – und das sollte das oberste Ziel jeder Verkehrsplanung sein,“ so Henkel abschließend.
Pressemitteilung
Bündnis90/Die GRÜNEN im Rat der Gemeinde Wachtberg
