Politik | 15.06.2021

WählerGruppe Remagen e.V. (WGR)

Sieg für den Bürgermeister und seine Bauverwaltung

Schon seit vielen Jahren erfolgt keine pflichtgemäße Bachunterhaltung durch die Stadtverwaltung, in der Folge kommt es zu Erosionen und Hangabbrüchen - dies wird sich durch die „Renaturierungsmaßnahme“ nicht ändern.Foto: privat

Remagen. Viele Bürgerinnen und Bürger, darunter hochrangige Sachverständige, haben sich mit viel ehrenamtlichem Engagement gegen die geplante sogenannte „Renaturierungsmaßnahme“ am Unkelbach eingesetzt, bei der das Biotop Unkelbach unter 1.800 Tonnen Steinmaterial begraben werden soll.

Man könnte nun vermuten, dass am Ende des langen politischen Ringens eine gute Lösung herausgekommen ist, ein Kompromiss oder sogar noch besser eine optimale Lösung für den Unkelbach. Aber weit gefehlt, es wirkte fast wie ein Spiel Verwaltung gegen Politik, Bürgermeister gegen Bürgerinnen und Bürger.

Gerne sagt der Bürgermeister den Satz „Nichts ist in Stein gemeißelt“ - schnell wurde klar, dass das Gegenteil stimmt. Bürgermeister und Bauamtsleiter betreiben gemeinsam dasselbe Ziel: Entweder die Maßnahme wird bis ins Detail genauso umgesetzt wie sie es sich vorstellen oder gar nicht.

Kompromisse und bessere Lösungen darf es nicht geben, denn dann hätte man ja vorher etwas nicht 100% richtig gemacht. Diese Denkweise wirkt auf Sie so gar nicht bürgerfreundlich, sondern bürokratisch und mittelalterlich? Auf uns auch.

Es ist aber auch klar: Die Verwaltung kann solche Schritte nicht selbst entscheiden, erst die politische Mehrheit im Ortsbeirat und im Stadtrat gegen die letzten kritischen Stimmen machte dies möglich.

Die Auftragsvergabe zur „Renaturierung“ des Unkelbachs erfolgt nun in der Sommerpause per Eilentscheidung durch Bürgermeister und Beigeordnete im stillen Rathaus-Kämmerlein - vielleicht damit nicht noch mehr Staub aufgewirbelt wird und wieder neue Diskussionen aufflammen.

Begründet wird der Eilentscheid damit, dass der Bewilligungsbescheid des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums erst Ende Mai in der Stadtverwaltung eintraf.

Besonderes Unverständnis wird dies wohl bei den Unkelbacher Bürgerinnen und Bürger hervorrufen, denen Bürgermeister Ingendahl im Februar 2021 in seinem offenen Brief erklärt hatte, die Maßnahme sei längst bewilligt und genehmigt.

Am Ende steht das Ergebnis fest: Sieg für den Bürgermeister und seine Bauverwaltung, 1:0 gegen das Biotop am Unkelbach.

An diesem Verfahren ist wieder einmal klar geworden, wie weit Remagen noch von echter Bürgerbeteiligung und transparenter Verwaltung entfernt ist. Es gibt politische Kräfte in Remagen, die dies auch so sehen, vielleicht setzen sie ihre Positionen eines Tages auch in die Tat um. Wir als WählerGruppe Remagen (WGR) werden uns jedenfalls weiterhin dafür im Sinne der Remagener Bürgerinnen und Bürger einsetzen.

Pressemitteilung

WählerGruppe

Remagen e.V. (WGR)

Schon seit vielen Jahren erfolgt keine pflichtgemäße Bachunterhaltung durch die Stadtverwaltung, in der Folge kommt es zu Erosionen und Hangabbrüchen - dies wird sich durch die „Renaturierungsmaßnahme“ nicht ändern.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Einladung zum Neujahrsempfang

  • S.Bastian: @ Boomerang: Bitte bringen Sie Licht ins Dunkel, was die Ahmadiyya Muslim Jamaat mit der von Ihnen genannten Moschee und dem dahinter stehenden Verein gemeinsam hat. Sie scheinen hier etwas durcheinander...
  • Boomerang : Die Koblenzer Abu-Bakkr-Moschee beziehungsweise der dahinterstehende „Verein der Islamischen Kultur Koblenz“ steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Das teilt das rheinland-pfälzische Innenministerium...
  • S. Bastian: Troll! Die Ahmadiyya Muslim Jamaat werden nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.
  • Dr. Axel Ritter: Das Problem werden u.a. die „neuen“ Brücken sein, von denen die meisten unterseitig zerklüftet sind bzw. sein werden - siehe z.B. „neue“ „Bachemer Brücke“ und „neue“ „Landgrafenbrücke“ -, an denen bei...
  • H. Schüller: Der Stromschlagschutz bei der Bahn ist auf dem Stand vor 100 Jahren. Deshalb passiert fast alle zwei Wochen ein Bahnstromunfall und leider kommen in keinem Bahnsystem so viele Menschen und Tiere um wie im elektrischen.
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Stellenanzeige Berufskraftfahrer
Stellenanzeige Erzieherinnen
Titelanzeige
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 5
Wahlwerbung Thomas Meyer
Titelanzeige Goldankauf
Empfohlene Artikel

Bendorf. Auf Einladung der FDP-Stadtratsfraktion hat sich die FDP-Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis 10, zu dem auch Bendorf gehört, über die derzeit aktuellen Projekte und Probleme der Stadt informiert. Sandra Krämer, 24jährige WHU-Studentin, stammt aus Andernach, und hat Bildungs- und Wirtschaftspolitik als die aus ihrer Sicht wichtigsten Politikbereiche bezeichnet.

Weiterlesen

Bendorf. Der Stadtverband der FDP Bendorf hat auf seinem Ortsparteitag am Mittwochabend einen neuen Vorstand gewählt. Zum neuen Vorsitzenden wurde der 40-jährige Unternehmer und Kommunikationsexperte Jan Wambach einstimmig gewählt.

Weiterlesen

Bendorf. Junge Menschen haben eine Stimme – und in Bendorf auch ein eigenes Gremium: den Jugendbeirat. Er ist die offizielle Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen der Stadt und bietet jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, ihre Ideen umzusetzen und bei jugendrelevanten Themen demokratisch mitzuwirken.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Grafschaft-Gelsdorf. Aus- und Rückblicke, aber auch einen karitativen Aspekt bot unlängst der Jahresempfang am Bundeswehr-Standort in Gelsdorf. Rund 50 Gäste und Ehrengäste waren der Einladung des Standortältesten Oberst i. G. Christian Ziese gefolgt, darunter die Kreisbeigeordnete Christina Steinhausen sowie die Ortsvorsteher von Gelsdorf und Vettelhoven, Hermann-Josef Dahlhausen und Dr. Franz-Josef Schneider.

Weiterlesen

Künftig zwei statt drei Baumreihen an der Ahr geplant

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Bürgerdialog zur Gestaltung der Ahr-Promenaden

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Volles Haus beim Bürgerdialog der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG). Schließlich ging es zum Thema Gewässer- und Freiraumplanung nicht nur um Hochwasserschutz, sondern auch um die künftige Gestaltung der beiden Ahr-Promenaden Georg-Kreuzberg-Straße und Lindenstraße. Dazu machte Hermann-Josef Pelgrim von der AuEG von vorneherein klar: „Vom Bild der Ahr der vergangenen Jahrzehnte muss man sich verabschieden.“

Weiterlesen

Landtagskandidat Guido Orthen: Mehr Sicherheit, weniger Bürokratie und bessere Bildung gefordert

„Mehr Vertrauen, weniger Kontrollstaat“

Ahrweiler. Mehr Sicherheit, bessere Bildung, finanziell starke Kommunen und der absolut notwendige Abbau lähmender Bürokratie: Das waren die zentralen Themen, die der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 14, Guido Orthen, bei der Mitgliederversammlung der Senioren-Union, Kreisverband Ahrweiler, im Hotel „Zum Stern“ ansprach. Zunächst dankte Guido Orthen in seinem Grußwort den Mitgliedern der Senioren-Union für ihren großen Einsatz.

Weiterlesen

Betriebselektriker
Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
Azubi Messe Go bei Blick aktuell
Anzeige Messe Go
exam. Pflegefachkräfte (w/m/d)
Stellenanzeige Bereich Bezirksleitung Mayen
Imageanzeige (Januar)
Stellenanzeige
Karnevalssamstag
Maifeld
Betriebsferien Karneval 2026
Anzeige SALE
Stellenanzeige Jugendpfleger/in u. Azubi Kauffrau Tourismus
Lossprechungsfeier der KFZ Innung Ahrweiler
Motivierte und engagierte  Nachwuchskräfte