Junge Union fordert Abkehr von ideologischer Debatte um E-Mobilität
Sinnvolle Verknüpfung von Umwelt- und Industriepolitik
Bei einem Seminar erarbeitete die JU ein eigenes Thesenpapier
Ochtendung. Die Junge Union (JU) ist der Meinung, dass Deutschland eine Vorreiterrolle beim Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe für die individuelle Mobilität einnehmen muss. Dabei sind jedoch weder Fahrverbote noch ideologisch geprägte Debatten zielführend.
Bei einem Seminar zur ökologischen und ökonomischen Zukunft der individuellen Mobilität erarbeitete die JU ihr eigenes Thesenpapier und formulierte differenziertere Forderungen als der aktuelle Mainstream.
In China zeige sich, dass dort die E-Mobilität nicht aus ökologischen, sondern aus ökonomischen Gesichtspunkten in den Fokus der Industriepolitik gestellt worden sei. Statt der heimischen Wirtschaft zu schaden, wie dies in Deutschland mit Fahrverboten der Fall sei, werde in China mittels gezielter Förderung ein neuer Industriezweig geschaffen, der in absehbarer Zeit internationaler Primus sein solle, erklärt der JU-Kreisvorsitzende Torsten Welling die Überlegungen der JU.
Wertschöpfung bis zu sieben Prozent
Die Automobilkonzerne hätten betrogen und gelogen, und die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, dies dürfe jedoch weder zulasten der Autofahrer, noch zulasten der Automobilindustrie in Deutschland erfolgen, so der Diplom-Volkswirt Welling weiter. Der Industriestandort Deutschland, der ohne allzu große Probleme durch die Wirtschaftskrise gekommen sei, wäre ohne eine funktionierende Automobil- und auch Zulieferindustrie signifikant gefährdet, denn der Anteil an der Wertschöpfung in Deutschland betrage bis zu sieben Prozent.
Daher sei es notwendig, Lösungen gemeinsam mit der Automobilindustrie zu suchen und zu finden, die nicht ideologisch vorgegeben, sondern ökonomisch und ökologisch ausgewogen seien. So seien die von allen Seiten geforderten E-Autos auf Strom angewiesen, der entweder durch Atomkraft oder fossilen Energieträger produziert werde, denn weiteren Strombedarf durch regenerative Energiequellen zu decken scheine angesichts des stockenden Kohleausstieges nur schwer denkbar. Zudem zeige die Ökobilanz der verbauten Batterien schlechtere Werte als ein moderner Dieselmotor – dem noch immer effizientesten Motor am Markt.
Brennstoffzelle favorisiert
Für die JU sei nach heutigem Stand langfristig nur die Brennstoffzelle, ein Elektromotor, der seine Energie aus Wasserstoff erhält, wirklich zielführend. In der Übergangszeit seien individuelle Lösungen und keine Pauschallösungen zu favorisieren, auch wenn das der grünen Regulierungswut widerspreche.
Das Thesenpapier sowie weitere Informationen rund um die Arbeit der JU finden sich auf www.ju-myk.de. Pressemitteilung
Junge Union Mayen-Koblenz
