Bündnis 90/Die Grünen Koblenz: Stadtrat ist sich einig
Situation für wohnungslose Frauen muss verbessert werden
Koblenz. Die Grüne Fraktion stellte mit vielen anderen Fraktionen im Stadtrat am 8. November einen Antrag, in dem sie die Verwaltung aufforderte, ein Konzept zu erstellen und umzusetzen, das die Situation wohnungsloser Frauen verbessert. Dabei soll eine stationäre Unterbringung ermöglicht werden, aber auch ein niedrigschwelliges ambulantes Angebot für Frauen in Wohnungsnotfällen. Fraktionsübergreifend herrschte Einigung, dass das Problem jetzt angegangen werden müsse. „Die Fallzahlen von Wohnungslosigkeit bei Frauen sind stetig steigend. Mehr als 170 Frauen legten 2017 ihre Meldeadressen zu den ambulanten Diensten, weil sie über keinen mietrechtlichen oder gesicherten Wohnraum verfügten“, so die sozialpolitische Sprecherin der Grünen Dr. Catharina Weichert: „So wurden im städtischen Übernachtungsheim 38 Frauen aufgenommen und 22 weitere Frauen beraten, die aber nicht aufgenommen werden konnten. Damit ist deutlich, dass das vorgehaltene Angebot den steigenden Fallzahlen nicht gerecht wird.“ „Die Stadt muss dringend mehr Schutzräume nur für Frauen vorhalten, da auch das Frauenhaus ständig überfüllt ist“, ergänzt die frauenpolitische Sprecherin Julia Schmenk: „Und gerade Frauen mit Gewalterfahrung gehen nicht in eine Einrichtung, die sie sich mit Männern teilen müssen. Deshalb kann man davon ausgehen, dass der Bedarf sehr viel höher ist. In allen anderen großen Städten in Rheinland-Pfalz gibt es deshalb ein solches Haus ausschließlich für Frauen.“
Pressemitteilung
Bündnis 90/Die Grünen Koblenz
