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Elektroautokorso der Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“

„So hat sich die Zeit verändert“

„Vor 40 Jahren verbrauchten wir Erdöl und Atom, heute setzen wir auf Sonne für Auto und Strom!“

„So hat sich die Zeit verändert“

Am Ziel angekommen waren sich die Teilnehmer einig: mit dem Elektroauto fahren ist ein besonderer und umweltschonender Fahrspaß - Aufladen mit Ökostrom natürlich vorausgesetzt.Foto: privat

06.07.2017 - 15:06

Bendorf. Die Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“ - www.neue-energie-bendorf.de - hatte zu einem Elektro-Autokorso eingeladen, um in lockerer Atmosphäre ein Zeichen für erneuerbare Energien und klimafreundlichere Mobilität zu setzen.

So trafen sich am vergangenen Sonntag etwa 30 Fahrer von E-Autos und interessierte Bürgerinnen und Bürger in Mayen am Parkplatz der Museumseinrichtung „Terra Vulcania“. Unter ihnen die beiden ehrenamtlichen Vorstände der „Neuen Energie Bendorf eG“, Frank Simonis und Thomas Müller sowie Martin Schmitt, einer der ehrenamtlichen Aufsichtsratsmitglieder der Energiegenossenschaft. Auch die politische Bühne war vertreten: Eingeladen hatte die Energiegenossenschaft alle politischen Parteien des Kreistages, erschienen waren die grünen Bundestagsabgeordnete, Tabea Rößner und der Mayener Oberbürgermeister, Wolfgang Treis. Tabea Rößner nutzte die Gelegenheit, ihren Beitritt zur Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“ zu erklären und damit das Engagement für erneuerbare Energien in Bürgerhand zu unterstützen.


Insgesamt 14 E-Autos waren unterwegs


Die wichtigsten „Akteure“ der Veranstaltung waren jedoch die insgesamt 14 E-Autos, die für den Autokorso zusammengekommen waren, darunter ein 17 Jahre alter Peugeot 106 mit Elektroantrieb, dessen Besitzer eigens aus Sinzig angereist waren. Ein Beweis dafür, dass Elektromobilität nicht erst seit gestern und auch auf Dauer funktioniert. Außerdem mit von der Partie waren ein Tesla Modell X, der natürlich besonders bestaunt wurde, zahlreiche Renault Zoe, ein Hyundai, ein Nissan Leaf und einen VW up. Die Fahrschule Rünz aus Sankt Sebastian, die einzigartig in der Region- ihren Fahrschülern das Fahren mit einem Elektroauto ermöglicht, war ebenfalls mit ihrem E-Auto vertreten.

Dankenswerterweise hatten die Autohäuser Bornträger aus Mayen, Konrad aus Rieden und Renault Schilling aus Koblenz Fahrzeuge für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt, sodass auch diejenigen, die selbst noch nicht über ein E-Auto verfügen, am Autokorso teilnehmen konnten. Vor dem Start in Richtung Mülheim-Kärlich wurden in lockerer Runde die Vorzüge der Elektromobilität - nämlich die Verringerung der Lärm- und Schadstoffbelastung - besprochen, aber ebenso die Probleme in Deutschland beklagt.


Fehl an flächendeckender Lade-Infrastruktur


„Nicht zuletzt aufgrund der mangelnden Unterstützung durch die Politik sind uns andere Länder wie Norwegen oder Niederlande in der Umsetzung der umweltfreundlichen Mobilität leider bereits weit voraus“, so Martin Schmitt. „Vor allem fehlt es in Deutschland an einer flächendeckenden Lade-Infrastruktur“. In diesem Zusammenhang wies Frank Simonis auf das neueste Projekt der „Neuen Energie Bendorf“ hin, das auch für Kommunen interessant ist: „Die „Neue Energie Bendorf eG“ hat ein Contracting-Angebot für E-Ladesäulen zu wirtschaftlichen Konditionen erarbeitet. Wenn zahlreiche Kommunen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises von diesem Angebot Gebrauch machen, wird eine zunehmend wichtiger werdende Infrastruktur für die E-Mobilität der hier lebenden Menschen aber auch für die vielen Touristen geschaffen. Zudem wäre dies - ganz im Sinne der „Neuen Energie Bendorf eG“ - wieder ein Beispiel für „Bürgerenergie aus Bürgerhand“.

Nach diesem optimistischen Blick in die Zukunft setzte sich der E-Autokorso in Bewegung und rollte leise surrend in Richtung AKW-Mülheim-Kärlich. Dort angekommen, stieg so mancher Teilnehmer, der vorher noch nicht die Gelegenheit hatte, mit einem E-Auto zu fahren, mit glänzenden Augen aus dem Fahrzeug. Es ist schon ein ganz besonderer und dazu umweltschonender Fahrspaß - Aufladen mit Ökostrom natürlich vorausgesetzt.

Schließlich war man sich zum Abschluss einig: Das war eine gelungene Aktion der Bürgerenergiegenossenschaft, die allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht hat.

Pressemitteilung der

Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“

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Kommentare
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
Eks feeling:
Eks feeling hahaha das war so schlecht evakuiert mein ganzer Körper juckt danke für garnix
Kai Birkner:
Ehrlich gesagt, halte ich das für Unsinn. Es passiert kontinuierlich etwas. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/daten-karten/entwicklung-der-luftqualitaet#textpart-1) Wenn nun der Grenzwert für Stickoxyde der ohne wissenschaftliche Substanz festgelegt wurde und nun (nur in Deutschland) auch noch dilettantisch gemessen wird, zu Fahrverboten führt, führt das nicht zu mehr Verständnis für die berechtigte Forderung nach Umweltschutz, sondern bringt leider immer mehr Menschen dazu auch berechtigte Forderungen in Zweifel zu ziehen. Man sollte diese alberne und unsinnige Debatte um Diesel-Fahrverbote endlich beenden. Das hilft keinem.
Uwe Klasen:
„Der BUND fordert“ .... dabei ist noch nicht einmal in Ansätzen dazu demokratisch Legitimiert, geschweige denn durch den Souverän (Wähler) dazu berufen!
juergen mueller:
BUND fordert - Langner VERSPRICHT (was Zeit braucht) - aber NIX passiert. POLITIK auf - wie immer auf Ab (Irr-Wegen). Auch wenn für Visionen Geld benötigt wird - nicht immer alles Versprechen für sein eigenes Fortkommen, sondern auch einmal daran denken, dass Versprechen, was das immer in der Politik an Wahrheitsgehalt daran von Wert ist, zumindest versuchen, dies einzuhalten ... LANGNER. Sie haben Zeit genug gehabt, Positives auf den Tisch zu legen.
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