Politik | 26.02.2019

Stellungnahme des Forstamtes zur Verkehrssicherungsmaßnahme in der Brauereistraße, 56269 Dierdorf

„So wenig wie möglich aber so viel wie nötig“

„Öffentliches Grün genießt häufig eine sehr unterschiedliche Wahrnehmung in der Gesellschaft. Für einen Teil sind es Bereicherungen im bebauten Bereich, für andere ist es die Quelle von Gefahr und „Schmutz“ bzw. Belastungen. Auch in diesem Falle haben wir das so festgestellt. Ein Teil der Anwohner wünschte gar eine weitergehende Entfernung von Bäumen.

Diese Gründe waren aber nicht ausschlaggebend für die Maßnahme in der Brauereistraße von Dierdorf. Die Bäume wurden aufgrund von Schädigungen (Stammfäulen, absterbenden Ästen, statisch relevanten Faulstellen), Erkrankungen (v.a. Triebsterben an der Esche) bzw. von Astabgängen, die zu Ausreissungen neigen (Druckzwiesel) entfernt. Die Maßnahme wird vom Eigentümer der Flächen, hier der Stadt Dierdorf, wegen der zu besorgenden Verkehrssicherungspflicht gefordert. Diese verlangt, dass von den Beplanzungen/Bäumen keine Gefahr für Leben und Gesundheit Dritter ausgeht. Diese Verpflichtung kann nicht umgangen oder ausgeschlossen werden. Das Forstrevier Dierdorf-Märkerschaft hat diese Aufgabe der Stadt nach dem Prinzip „So wenig wie möglich aber so viel wie nötig“ umgesetzt. Dabei musste auch ein Teil der Büsche entfernt werden, um ein sicheres Arbeiten der Mitarbeiter und Unternehmer zu gewährleisten. Der Anblick ist natürlich ungewohnt, aber die Büsche werden bereits im Frühjahr austreiben und auch ein Teil der Bäume wird bis August wieder Triebe bilden.

Die Stadt hat zugesagt, dass eine Pflanzung von Büschen im Frühjahr erfolgen soll, um den Streifen zu einem Vogelschutzgehölz zu entwickeln. Insgesamt war die Maßnahme daher unvermeidlich, maßvoll und berücksichtigt im weiteren Vorgehen auch ökologische Belange. Die Aufregung ist mir daher nicht erklärlich“.

Uwe Hoffmann,

Leiter des Forstamtes Dierdorf

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