Lebhafte Diskussion mit Landratskandidatin in Landkern
Sonja Bräuer diskutierte mit Bürgern
Landkern. Die gemeinsame Landratskandidatin von FWG, Grünen und SPD, Sonja Bräuer, lud die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Kaisersesch zum informativen Kennenlernen ein. Schon ihr Slogan „Starke Dörfer. Starker Kreis“ zeige, was Bräuer besonders am Herzen liege: die Dörfer und Städte im Kreis sowie die Mitmenschen. Nur im ständigen Dialog könne man als Kreischefin erfahren, so Bräuer, was die Gemeinden liebenswert macht und wie sie bei ihrer Entwicklung am besten unterstützt werden können.
„Was unsere Dörfer und Städte auszeichnet, sind die Menschen, die dort leben. Die Ideen entstehen oft im Kleinen, in Vereinen, Nachbarschaften, in vielen ehrenamtlichen Projekten und natürlich in den Gemeinderäten. Diese Leistung muss die Kreisverwaltung sehen und unterstützen. So wird aus unseren vielen starken Dörfern ein starker Kreis“, so Sonja Bräuer. Ansprechbar zu sein, sei für sie eine Selbstverständlichkeit. Da helfe aber weniger die Sprechstunde in der Kreisverwaltung. „Sprechstunden müssen da stattfinden, wo das Leben spielt, auf den Dorfplätzen vor Ort“, betonte die Kandidatin. Ihr sei ein offener Stil eigen, auf die Leute zuzugehen und im Austausch zu sein.
Im Rahmen des kurzweiligen Austausches gab es direkt zahlreiche Anregungen der Diskussionsteilnehmer. Themen waren unter anderem die Mobilität und die Situation des ÖPNV sowie die Nahversorgung im Kreis. Bräuer verdeutlichte, dass das eigene Auto im ländlichen Cochem-Zell einen anderen Stellenwert habe, als in dicht besiedelten Städten: „Wer hier täglich seine Kilometer zur Arbeit zurücklegt, zum Einkaufen oder zum Arzt fahren muss, ist auf sein Auto angewiesen. Aber auch auf dem Land ist das Elektroauto auf dem Vormarsch, für das es eine passende Ladeinfrastruktur braucht. Sie muss vor allem da ausgebaut werden, wo die täglichen Wege weit sind“, so Bräuer. Gerade die Verbandsgemeinde sei mit dem Wasserstoffauto-Projekt auch auf neuen Pfaden unterwegs, was sie stark befürworte.
Dennoch, so waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, gebe es auch Möglichkeiten, die Wege zu verkürzen. Viele sehnten die „Läden um die Ecke“ zurück. Für den Grundbedarf sei ein solches Angebot in vielen Gemeinden sinnvoll, so Bräuer. Wo Dorfladen-Projekte in den Dörfern entstünden, wolle sie diese unterstützen. Gerade in den Jahren der Pandemie hätte sich der unschätzbare Wert der hilfsbereiten Dorfladen-Teams ausgezahlt.
Der Öffentliche Personen- und Nahverkehr auf dem Land führt immer wieder zu Diskussionen. Oft höre man, die Busse seien leer oder es würden zu wenige Fahrten angeboten. Sonja Bräuer denkt weiter: „Da muss man mutiger sein. Ein verbessertes Fahrplanangebot macht den Linienbus für viele Menschen attraktiver. Erst klug geplant und sinnvoll getaktet, wird er zu einer echten Alternative, auch für längere Strecken in unserem Kreis.“ Er müsse konkurrenzfähig zum Auto werden, sonst nutze ihn keiner. „Alle wollen, dass Busse fahren. Aber ihre Wege müssen an die Bedarfe angepasst sein, damit ein Mehrwert für den einzelnen Nutzer offensichtlich wird“, so Bräuer.
Pressemitteilung des
Team Sonja Bräuer
