Leserbrief
Soziales Engagement geht anders
Zum Bericht:“Verspäteter Aprilscherz der FWG?“ in der Ausgabe Weißenthurm vom 19. April
Weißenthurm. So erfreulich der Umstand sicher ist, wieder einmal etwas von der Weißenthurmer SPD zu hören, so unverständlich sind die Einlassungen im „Blick aktuell“ Nr. 16/2016, Seite 15. Dass ausgerechnet Vertreter einer Partei, die das Wort „Sozial“ an den Anfang ihres Namens gesetzt hat, das Bemühen um mehr Unterstützung für die in der Mobilität eingeschränkten Menschen als „Aprilscherz“ bezeichnet, ist bedauerlich. Offensichtlich haben die Verfasser des Artikels hinsichtlich der allgemeinen Bemühungen um Barrierefreiheit bereits 2011 die Flinte ins Korn geworfen und die weitere Entwicklung nicht mehr wahrgenommen. Soziales Engagement jedenfalls geht anders! Immerhin werden 16 kleine Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz nach einem 100-Millionen-Programm des Bundesverkehrsministers Dobrindt barrierefrei umgebaut. Wenn Weißenthurm nicht dazu gehört, ist es genau dieser fatalistischen Einstellung zu verdanken. Daher sei den Vertretern der Weißenthurmer SPD empfohlen, folgende Worte von Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Eröffnung der barrierefrei ausgebauten S-Bahn-Station Alsheim Anfang des Jahres, zur Kenntnis zu nehmen: „Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Leben. Insbesondere für in der Mobilität eingeschränkte Fahrgäste bedeutet ein barrierefreier öffentlicher Personennahverkehr die Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Landesregierung setzt sich daher für ein flächendeckendes, gut aufeinander abgestimmtes und barrierefreies Verkehrsangebot ein“. Die FWG Weißenthurm jedenfalls stimmt diesen Ausführungen der SPD-Ministerpräsidentin zu und stellt abschließend fest: Warum soll in Weißenthurm nicht möglich sein, was zum Beispiel in Alsheim oder in der Nachbar-Verbandsgemeinde Bad Breisig möglich war – mehr Barrierefreiheit für in ihrer Mobilität beeinträchtigte Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Pressemitteilung
FWG Weißenthurm
