Politik | 12.05.2023, 12:48 Uhr

Mechthild Heil: Gebäudeenergiegesetz muss technologieoffen sein und mit verlässlicher Förderung

Sozialverträgliche Lösung für die Heizungserneuerung

Mechthild Heil, MdB.  Foto:Tobias Koch
90

Andernach. Was wir derzeit von der Ampelkoalition in Berlin bezüglich des Gebäudeenergiegesetzes zur Heizungserneuerung erleben, ist ein Gesetz, das die Bürger maximal verunsichert“, fasst die örtliche CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil ihre Eindrücke zu den aktuellen Diskussionen in Politik und Öffentlichkeit zusammen. Die Andernacherin, selbst Architektin und langjähriges Mitglied im Bauausschuss des Bundestages, konkretisiert die Kritik: „Die Reduktion des CO2-Ausstosses ist notwendig. Aber das geht nur mit den Bürgern, Haus- und Wohnungsbesitzern, den Handwerkern und der Industrie. Die Wärmewende besteht aus verschiedenen Bausteinen, die einander bedingen. Im Bereich des Bestandsbaus bedeutet dies, dass Dämmung von Dach und Fassade, Erneuerung der Fenster, das Heizungssystem und ein regenerativer Energieträger, wie etwa eine Wärmepumpe, aufeinander aufbauen müssen. Der Plan von Robert Habeck und seinen befreundeten oder verwandten Beratern, einseitig auf die Wärmepumpe zu setzen, ist zum Scheitern verurteilt.“ Die Union habe sich bereits in der letzten Legislaturperiode auf den Weg begeben, der zum Erfolg führe: Anreize setzen, eine angemessene Förderung und die ansteigende Bepreisung von CO2-Emissionen. „Natürlich muss man jeden Plan ständig an neue Entwicklungen anpassen, aber die aktuellen Vorschläge der Bundesregierung sind in keiner Weise eine Verbesserung“

Gebäudeenergiegesetz muss technologieoffen

Mechthild Heil sind dabei zwei Punkte besonders wichtig: „Heizungstausch muss technologieoffen und regional passend sein. Also keine einseitige Fixierung nur auf Wärmepumpen, sondern die Nutzung aller technischen Möglichkeiten, wie zum Beispiel gerade im ländlichen Raum auch Biomasse oder Erdwärme. Nur dann ist der Austausch alter Heizungen mit fossilen Brennstoffen innerhalb eines begrenzten Zeitraums und für alle Gebäudetypen auch umsetzbar.“ Darüber hinaus sei es notwendig, sowohl die Kosten hin zur CO2-Neutralität als auch des Heizungstausches abzufedern, da eine Wirtschaftlichkeit erst nach Jahren gegeben sein werde. Es brauche also eine sinnvolle strukturierte Förderung. „Heizen ist ein Grundbedürfnis und ein staatlich verordneter Austausch muss für alle Betroffenen finanziell, aber auch faktisch realisierbar sein. Leider sind die Vorstellungen der Ampel dazu bisher vollkommen realitätsfern und widersprüchlich.“ Die Unionsfraktion habe konkrete Anträge im Bundestag gestellt, die eine Vielzahl von gangbaren Lösungen zeigen. Mechthild Heil abschließend: „Allerdings ist eine Regierungskoalition, die selber vollkommen uneinig ist und wo die Hauptverantwortlichen ideologisch und nicht pragmatisch unterwegs sind, ein schwieriger Gesprächspartner.“

Pressemitteilung

Mechthild Heil MdB

Mechthild Heil, MdB. Foto:Tobias Koch Foto: Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoc

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
131

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
138

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
"Harald Schweiss"
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Stellenausschreibung Kennziffer 108/2026
Tag der offenen Tür 2026
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
870

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
319

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
206

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen