Politik | 07.05.2013

Diskussion über das Für und Wider einer Verlegung von „Stolpersteinen“

Spaltung statt versöhnlichem Gedenken

Stellungnahme der CDU-Fraktion zur Berichterstattung beim Thema „Stolpersteine“

Die Diskussion über das Für und Wider einer Verlegung von „Stolpersteinen“ im Rheinbacher Rat hat gezeigt, dass die Ratsfrauen und Ratsherren durchaus in der Lage sind, sich mit problematischen Themen auseinander zu setzen und Entscheidungen zu treffen - was im Vorfeld dieser Ratssitzung am 22. April 2013 wiederholt mit zum Teil intoleranten und diskriminierenden Äußerungen infrage gestellt wurde.

Zwar hat der Rat der Stadt Rheinbach jetzt entschieden, doch die anschließende Darstellung zu dieser Entscheidung war unverändert einseitig tendenziös.

Die örtliche Tageszeitung führte lediglich ein Interview mit der Sprecherin der Bürgerinitiative, in dem sie - begünstigt durch eine subjektive Fragestellung - ausschließlich ihre bekannte Position wiederholte.

Dabei wäre es doch interessant gewesen zu erfahren, wie sie auf die in der Diskussion im Rat aufgeworfenen Fragen geantwortet hätte.

Zum Beispiel, wie viele von den rund 1800 Unterschriften von Rheinbacher Bürgerinnen und Bürgern abgegeben wurden, wie die Bürgerinitiative auf die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei der Unterschriftenaktion reagiert hat, warum sich von den Verfechtern für eine aktive Gedenkkultur so wenige an den Gedenkveranstaltungen am 09. November und 27. Januar beteiligen, ob sie Symbole für wichtiger halten als das persönliche Tun? Auch die Bürgerinitiative für die Stolpersteine kann nicht bestreiten, dass in Rheinbach eine gute Gedenkkultur gepflegt wird, die weit mehr als nur die Erinnerung an die Nazi-Gräueltaten umfasst. Das war bislang auch die einhellige Meinung aller Parteien im Rat.

Dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger Rheinbachs, die für eine wache Erinnerung eintreten, gehört der Respekt aller. Gerade deshalb ist es bedauerlich, dass das Thema „Stolpersteine“ das bisherige Miteinander in dieser Frage gespalten hat.

Klaus Jürgen Beer

für die CDU Fraktion

im Rat der Stadt Rheinbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Kleinanzeigen
Koblenz blüht 2026
Koblenz blüht
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Imageanzeige - Ostern
Empfohlene Artikel
Die Junge Union Rheinbach an ihrem Verkaufsstand
39

Rheinbach. Der verkaufsoffene Sonntag am 29. März 2026 in Kombination mit dem Rheinbacher Frühlingsmarkt lud am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Rheinbacher Innenstadt ein. Bei strahlendem Frühlingswetter herrschte eine freundliche Atmosphäre. Auch der Stadtverband der Jungen Union Rheinbach brachte sich mit einem Verkaufsstand ein.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
5

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
139

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Andreas Bohn hat das Ehrenamt im Blut.  Foto: privat
19

Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat.

HeimatHelden: Andreas Bohn ist die gute Seele von Reifferscheid

Reifferscheid. In jeder Gemeinde gibt es Menschen, die im Hintergrund wirken, anpacken, zuhören und einfach da sind, wenn man sie braucht. In der Gemeinde Reifferscheid ist so ein Mensch Andreas Bohn. Seit vielen Jahren engagiert sich Andreas mit Herzblut für seine Heimat. Als stellvertretender Ortsbürgermeister und langjähriges Mitglied im Gemeinderat hat er Verantwortung übernommen und die Entwicklung des Dorfes aktiv mitgestaltet.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Oster-Anzeige
Schulze Klima -Image
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Container Anzeige
SB Standesamt
Unterstützeranzeige