Ortsvorsteherbüro Koblenz-Arenberg/Immendorf
Sportvereine bangen um Ihre Existenz
Arenberg/Immendorf. Der Vereinsvorsitzende der TUS Germania Arenberg Marco Hoube kontaktierte, nachdem er die neusten Gas- und Energiekostenabrechnung für seinen Verein erhalten hatte, den für die Gemeinde Koblenz-Arenberg/Immendorf zuständigen Ortsvorsteher Tim Josef Michels mit der Bitte um Unterstützung. Leider werden sich die monatlichen Preise mehr als verdoppeln und das kann sich der traditionelle Sportverein nicht mehr leisten.
„Wir versuchen schon Energie einzusparen, wo es nur geht und auch unsere Sportkameraden spenden zusätzlich zu ihren Mitgliedsbeiträgen. Die jetzige Steigerung bekommen wir so aber nicht mehr gestemmt. Wenn das so bleibt, müssen wir die Tore schließen“, so der Vereinschef Marco Hoube an Ortsvorsteher Tim Josef Michels in einem persönlichen Gespräch. „Als Ortsvorsteher steht man auf der niedrigsten Ebene der Politik und man bekommt ungefiltert, die Sorgen und Nöte der Bürger mit. Oft kann man nur zuhören und versuchen, die Informationen durch geeignete Kontakte weiterzuleiten. Unsere Ortsgemeinde hat in Koblenz die größte Vereinsdichte pro Kopf. Wir lieben unsere Vereinsvielfalt und unsere Traditionen. Unsere Vereine sind für uns Teil unserer Infrastruktur und wir sind stolz auf unsere Ehrenamtler. Als eingemeindeter Stadtteil haben wir allerdings keinen eigenen Haushalt und daher auch kein eigenes Geld, über welches wir verfügen können. Unser Ortsbeiratsgremium kann lediglich Anregungen an die Verwaltung geben, über welche dann im Stadtrat abgestimmt wird“, so die Ausführungen von Michels.
Umso mehr freut sich Michels über den kurzen Draht zu Bürgermeisterin Mohrs, die ihm zusagte, die steigenden Energiekosten auch über die Stadt mit 80 Prozent zu fördern. „Das entlastet unsere Vereine zu einem großen Teil, es kann aber auf Dauer nicht sein, dass die Stadt die Energiekosten in dieser Höhe für alle Vereine fast allein refinanzieren muss“, so Michels, welcher auch im Stadtrat vertreten ist und dort die Belastung für den städtischen Haushalt sieht.
Tim Josef Michels nahm direkt Kontakt zum Bundestagsabgeordneten Josef Oster auf. Der Koblenzer Wahlkreisabgeordnete sagte zu, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass auch Vereine bei der Gaspreisbremse berücksichtigt werden. Ortsvorsteher und Bundestagsabgeordneter fordern, dass die Regierung jetzt schnell handeln und Entlastungen auch für Vereine auf den Weg bringen müsse. Eine funktionierende Vereinslandschaft sei für unsere Gesellschaft systemrelevant.
Pressemitteilung des
Ortsvorsteherbüro
Koblenz-Arenberg/Immendorf
