Verleihung des Verdienstkreuzes an Hans-Jürgen Hoffmann
Staatssekretär David Langner überreichte die hohe Auszeichnung
Mit dieser Auszeichnung ehrt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das außerordentliche soziale Engagement von Hans-Jürgen Hoffmann
Koblenz. Im Rahmen einer Feierstunde wurde am Freitag, 28. Juli im Rathaus der Stadt Koblenz, Hans-Jürgen Hoffmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehrt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das außerordentliche soziale Engagement von Hans-Jürgen Hoffmann um die Gemeinschaft. Sozialstaatssekretär David Langner überreichte die Auszeichnung, im Beisein von Oberbürgermeister Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig, im Namen der Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Das Verdienstkreuz am Bande
Die Wichtigkeit des Verdienstkreuzes am Bande, wird wie folgt beschrieben: „Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens, wird an Bürgerinnen und Bürger für ihr politisches, wirtschaftlich-soziales und geistiges Engagement verliehen, sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste, wie zum Beispiel im sozialen und caritativen Bereich. Es ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung um das Gemeinwohl. Mit dieser Ordensverleihung möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken“. Zitat Ende.
Die Laudatio
In seiner Laudatio hob Staatssekretär David Langner genau diese Bedeutung hervor. Hans-Jürgen Hoffmann hat sich in vielfältiger Weise Verdienste um seine Heimatstadt Koblenz erworben. Als Vermessungsingenieur war er von 1969 bis 2009 als Stadtplaner beim Vermessungsamt der Stadtverwaltung Koblenz beschäftigt. Sein Fachwissen brachte er bereits 1977 als Mitbegründer der „Sozialen Siedlergemeinschaft Asterstein e. V.“, ein. In der Laudatio heißt es weiter: „Zur damaligen Zeit war der „untere Asterstein“ ein sozialer Brennpunkt. Viele Menschen lebten dort am Rande der Gesellschaft, darunter viele Sinti und Roma. Durch ihre außerordentliche Fähigkeit, diese Menschen zu integrieren, gewannen Sie Vertrauen. Es gelang Ihnen darüber hinaus, dass ein Teil dieses Personenkreises ein finanzierbares Grundstück erwerben konnte“. Dieses Miteinander förderte Hans-Joachim Hoffmann auch mit der Gründung des Karnevalvereins „General von Aster“ im Jahre 2007, dessen Vorsitzender er seitdem ist. Neben dem karnevalistischen Aspekt und der Brauchtumspflege geht es ihm vor allem darum, das Zusammenleben im Stadtteil Asterstein zu verbessern, was auch in der bestehenden Partnerschaft mit dem Seniorenzentrum Asterstein Ausdruck findet. Mit dem über die Grenzen von Koblenz hinaus bekannten Musiker Django Reinhardt, gründete er 1996 die „Django Reinhardt Music Friends e. V.“, ein Kultur- und Beratungsbüro für Sinti und Roma und war dort lange Zeit als Vorsitzender tätig. Dieser Verein bietet unter anderem kostenfreien Musikunterricht für sozial benachteiligte Kinder und Erwachsene an und stellt auch die Instrumente. 2004 wurde er erstmalig zur Schiedsperson für die Koblenzer Stadtteile Pfaffendorf, Pfaffendorfer Höhe, Horchheim und Horchheimer Höhe ernannt, die 2005 um die Stadtteile Ehrenbreitstein, Asterstein und Arzheim erweitert wurden. 2015 hat er sich erneut bereit erklärt, die Tätigkeit als Schiedsperson für die bestehenden Bezirke sowie auch als stellvertretende Schiedsperson für die Stadtteile Niederberg, Arenberg und Immendorf, für weitere fünf Jahre zu übernehmen. Weiter heißt es in der Laudatio zur Ordensanregung durch Oberbürgermeister Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig: „Dies ist insbesondere erfreulich, da es sich sehr schwierig gestaltet, Personen zu finden, die bereit sind, diese vertrauensvolle und zeitaufwendige ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen. Die Institution der Schiedsperson macht in vielen Fällen kostspielige und aufwendige Gerichtsverfahren entbehrlich und entlastet die Gerichte. Herr Hoffmann dient somit, mit seinem bürgernahen Engagement, in hohem Maße dem Rechtsfrieden. Seine Arbeit ist auch hier von gegenseitiger Toleranz und Respekt geprägt“. Zitat Ende.
Ehrennadel der Stadt Koblenz und Bürgerurkunde
Beim Sozialempfang der Stadt Koblenz im Jahre 2015 wurde Hans-Jürgen Hoffmann für seinen vorbildlichen Einsatz, insbesondere für alte, kranke und behinderte Menschen, indem er dazu beiträgt, ihr Los erträglicher und das Leben lebenswerter zu machen, mit der Ehrennadel der Stadt Koblenz ausgezeichnet. Auch wurde ihm im Rahmen der Aktion „Wer nichts tut, macht mit“ für seine Zivilcourage im Koblenzer Polizeipräsidium die Bürgerurkunde verliehen.
„Ehrlich? Ich werd verrückt! Mich wundert das! Ich bin doch nur ein sozial engagierter Mensch, der sich aus Selbstverständlichkeit für andere einsetzt“. Das war seine spontane Reaktion, als er über die Auszeichnung informiert wurde. Dies spiegelt seine persönliche Einstellung und die Motivation wider.
