Politik | 29.01.2020

Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“

Stadt Mülheim-Kärlich tritt der Bürgerinitiative bei

In einer Stadtratssitzung wurde jetzt die Urkunde übergeben

Gerd Harner und Rolf Papen (v.l.) bei der Übergabe der Beitrittsurkunde. Foto: privat

Weißenthurm. Bereits am 18. November 2019 war die Stadt Mülheim-Kärlich der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“, die auch „Anerkannte Umweltvereinigung in Rheinland-Pfalz“ ist, nach vorangegangenem Ratsbeschluss beigetreten. Damit sind nördlich von Koblenz zwischenzeitlich alle Kommunen entlang der linksrheinischen Bahntrasse bis zur Grenze zu Nordrhein-Westfalen, Mitglieder dieser Bürgerinitiative, die sich seit ihrer Gründung Anfang 2013 mit Engagement und Erfolg für eine Reduzierung des Bahnlärms im Mittelrheintal einsetzt.

Drei Beweggründe genannt

Zum Beitritt der Stadt Mülheim-Kärlich erklärte der Stadtbürgermeister Gerd Harner, es seien drei Beweggründe, die zum Beitritt der Stadt geführt hätten: Erstens werde der Schienengüterverkehr in den kommenden Jahren insbesondere im Mittelrheintal als wichtigste Nord-Süd-Güterzugtrasse Europas weiter erheblich zunehmen. Dies erfordere ein intensives Kümmern um den Schutz der Gesundheit und Lebensqualität tausender Bahnanwohner in der Region und zum Erhalt der weltweit einzigartigen Natur und Kulturlandschaft an Rhein und Mosel. Zweitens habe sich die Weißenthurmer Bürgerinitiative sich von Anfang an gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Weißenthurm auch um den Stadtteil Urmitz-Bahnhof gekümmert – und dies verdiene seitens der Stadt Anerkennung, Solidarität und Unterstützung. Drittens unterstütze man die sehr erfolgreiche Strategie der Bürgerinitiative unter dem Motto „Kooperation statt Konfrontation – gemeinsam die Zukunft gestalten“.

Erfolg nur durch enges Zusammenwirken

Mit der Bürgerinitiative sei man zu der Überzeugung gelangt, dass sich ein Erfolg hinsichtlich der Bahnlärmreduzierung und Sicherheit im Bahnverkehr nur dann einstellen werde, wenn Bahnlärmbetroffene (organisiert in Bürgerinitiativen), im vertrauensvollen und engen Zusammenwirken mit den Bürgermeistern, unterstützt von den Landräten und Abgeordneten auf Landes- und Bundesebene der Region, den für alle Beteiligten zielführenden und fairen Dialog mit Bund (Bundesverkehrsministerium) und Deutscher Bahn AG suchten.

Nicht gegen die Bahn

Zu Beginn einer Stadtratssitzung des Rates der Stadt Mülheim-Kärlich erfolgte vor Kurzem die Übergabe der Beitrittsurkunde im voll besetzten Ratssaal. Für seine kurze Ansprache anlässlich der Übergabe der Beitrittsurkunde an den Bürgermeister der Stadt Mülheim-Kärlich Gerd Harner, der sich sehr für den Beitritt der Stadt Mülheim-Kärlich engagiert hat, erhielt Rolf Papen als Vorsitzender der Bürgerinitiative viel Beifall der anwesenden Ratsmitglieder und Gäste, indem er betonte, man sei nicht gegen die Bahn – ganz im Gegenteil. Vor dem Hintergrund der Klimaveränderung und Verkehrsentwicklung brauche auch Deutschland dringend und zwingend die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Dazu müssten aber seitens der Bundesregierung und des Bundesverkehrsministeriums endlich die Voraussetzungen für eine moderne, leise, sichere und wirklich umweltfreundliche Bahn geschaffen werden.

Im Nachgang zu der Übergabe der Beitrittsurkunde merkte Rolf Papen an, dass die seitens der Bürgerinitiative erhobenen Forderungen in einem demokratischen Rechtsstaat längst überfällig sein sollten, und er bekräftigte, es könne und dürfe nicht sein, dass noch immer viele hunderttausende Menschen in Deutschland Tag und Nacht von Lärm, Erschütterungen und Feinstaub an ihrer Gesundheit geschädigt und von Gefahrguttransporten, die mit bis zu 120 km/h mitten durch Wohngebiete rasen, bedroht würden – hier sei die Politik nachhaltig gefordert.

Pressemitteilung Bürgerinitiative

„WIR gegen Bahnlärm

in der VG Weißenthurm e.V.“

Gerd Harner und Rolf Papen (v.l.) bei der Übergabe der Beitrittsurkunde. Foto: privat

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