Politik | 23.08.2018

Neue große Bienenweiden in Remagen sorgen für biologische Vielfalt

Stadt appelliert an Fußgänger, keine Blumen zu pflücken

(v.l.) Wolfgang Weitzel (Leiter des Bauhofs der Stadt Remagen), Björn Ingendahl (Bürgermeister der Stadt Remagen), Barbara Hartmann (1. Vorsitzende des Kreisimkerverbands Ahrweiler) und Marc Bors (Stadtmarketing Remagen).Foto: Stadt Remagen

Remagen. Die Anzahl und die Vielfalt von Insekten ist in Deutschland über die letzten Jahrzehnte stark zurück gegangen. Es liegt auch an den Städten und Gemeinden, Flächen zu schaffen, die Insekten und weiteren Tierarten als Rückzugsort und zur Nahrungssuche dienen. Nachdem der Kreisimkerverband vor zwei Jahren alle Kommunen des Kreises Ahrweiler um Teilnahme an seiner Blühflächeninitiative gebeten hatte, erklärte sich die Stadt Remagen damals umgehend bereit, diese zu unterstützen. Zusammen mit dem Netzwerk Artenvielfalt, einem Zusammenschluss des Kreisbauern- und Winzerverbandes, des Kreisimkerverbandes und der Kreisjägerschaft wurden dann auf den über einen Hektar großen Grünflächen unterhalb des RheinAhrCampus zwei große Blumenwiesen angelegt und weitere Maßnahmen umgesetzt. Diese sollten helfen, den Lebensraum für wild lebende Tiere, Insekten, Reptilien und Vögel optimal zu gestalten, um dem fortschreitenden Artenschwund in Folge fehlender Lebens-, Aufzucht- und Nahrungsräume entgegenzuwirken. Leider verleiteten die schönen Blüten viele Passanten zum unerlaubten Blumenpflücken, was dazu führte, dass im Folgejahr kaum noch Blühpflanzen zu finden waren. Dies macht im nächsten Jahr dort leider eine wiederholte Aussaat nötig. In diesem Jahr wurden nun zwei weitere große Flächen in den Feldern zwischen Remagen und Kripp als Bienenweide aus mehrjährigen Pflanzen ausgesät, die inzwischen nach den ersten Regenschauern in prächtiger bunter Blütenpracht stehen. Die Stadt Remagen appelliert in diesem Zusammenhang an alle Spaziergänger, dort keine Blumen zu pflücken, um den Fortbestand des für den Naturschutz und die Artenvielfalt so wichtigen Projektes nicht zu gefährden. In den nächsten Monaten und Jahren sollen im gesamten Stadtgebiet weitere große Flächen als Bienenweide umgestaltet werden. Das Netzwerk Artenvielfalt und die Stadt Remagen würden sich freuen, wenn sich auch in privaten Gärten viele Nachahmer fänden.

Pressemitteilung Stadt Remagen

(v.l.) Wolfgang Weitzel (Leiter des Bauhofs der Stadt Remagen), Björn Ingendahl (Bürgermeister der Stadt Remagen), Barbara Hartmann (1. Vorsitzende des Kreisimkerverbands Ahrweiler) und Marc Bors (Stadtmarketing Remagen). Foto: Stadt Remagen

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