Politik | 02.12.2017

Koblenzer Oberbürgermeister nimmt an „Dieselgipfel“ in Berlin teil

Stadt hat Chance auf Gelder aus „Sofortprogramm Luftreinhaltung“

Koblenz.Der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig war Teilnehmer des „Dieselgipfels“ bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Er bringt vier gute Nachrichten aus der Hauptstadt mit. So hat die Stadt Koblenz eine Chance, von dem mit einer Milliarde Euro dotierten „Sofortprogramm Luftreinhaltung“ des Bundes rund zehn Millionen Euro für 2017/18 abrufen zu können. Die Abrufmöglichkeit mit dem Recht auf förderunschädlichen sofortigen Maßnahmebeginn besteht bereits. 90 mit Stickoxid belastete Städte sind antragsberechtigt, und zwar unmittelbar. Sie sollen durch noch einzustellende „Lotsen“ beraten werden. „Damit ist dieses Programm trennscharf ohne Versickerungseffekte“, so Hofmann-Göttig. Es soll „unbürokratisch“ verwaltet werden, um zügigen Mittelabfluss zu gewährleisten. Der politische Wille der geschäftsführenden Bundesregierung ist gegeben, mindestens in dieser Höhe das zunächst einmalige Programm zu verstetigen. Das müsse allerdings vom Parlament noch umgesetzt werden. Hofmann-Göttig zeigte sich beeindruckt, dass sich die Bundeskanzlerin gemeinsam mit einigen Bundesministern dreieinhalb Stunden Zeit nahm, mit 25 Oberbürgermeistern von stickoxidbelasteten Städten intensiv zur Sache zu sprechen. Im Frühjahr 2018 soll ein weiterer Dieselgipfel – dann mit Beteiligung der Automobilindustrie – in diesem Kreis anberaumt werden. Es gebe aber auch vier schlechte, zumindest noch nicht zufriedenstellende Nachrichten, der Oberbürgermeister. Die Kommunen hätten sich ein gebündeltes Sonderprogramm mit einer einheitlichen Förderrichtlinie und festen, planbaren Budgets für die einzelnen 90 Städte erhofft. „Vor allem aber hätten wir uns 100-Prozent-Förderungen ohne Eigenanteil erhofft“, erklärt Hofmann-Göttig. Da das Programm vor allem vorhandene Programme aufstockt, betragen die Bundesanteile nur 30 bis- 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein zügiger Mittelabfluss sei so nicht gewährleistet. Damit steigt das Risiko, dass in Folge der für Februar 2018 erwarteten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts den Kommunen auferlegt wird, zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung Diesel-Fahrverbote in den Innenstädten zu verhängen. Genau diese gelte es zu vermeiden.

„Entscheidend wird daher sein, ob es dem Bund gelingt, mit der Automobilindustrie verbindliche Umrüstpläne für Software und Hardware von Diesel-Pkw zu vereinbaren“ so der Hofmann-Göttig abschließend. Pressemitteilung

der Stadt Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
02.12.201718:20 Uhr
juergen mueller

4 gute - 4 schlechte Nachrichten geben sich die Hand - was bei diesem Diesel-Gipfel herausgekommen ist,ist die CHANCE, Fördergelder zu erhalten,Höhe unklar,ohne Eigenanteil wird es nicht gehen u. ein sogen. zügiger Mittelabfluss somit auch nicht.
Bei der Schuldenlage der Stadt u. dem Damoklesschwert BUGA Mittelrheintal 2031 offenbart sich bereits jetzt,dass es,geht man von dem Wunsch-Luftreinhalteplan 2008-2016 aus,keine gravierenden Fortschritte bezgl. Umweltschutz bei uns kurzfristig geben wird.u. dieses Wunsch-Programm wohl den selbst gesetzten Fristen (teils bis "2050") zum Opfer fallen wird.
Zumindest positiv für unseren OB,die beeindruckende, uninteressante Tatsache,wieviel Zeit sich "Mutti" genommen hat für ein Jahrzehnte gewachsenes Problem,dass,sträflich vernachlässigt,durch Wirken von Politik u. Wirtschaft,mittlerweile fast inoperabel scheint u. wohl mal wieder den Bürger büßend treffen wird.
Sich jetzt gerade auf die Automobilindustrie zu verlassen ist scheinheilig.



Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Anlagenmechaniker
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2271

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Rund um´s Haus
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Osterangebot
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Osteraktion
Stellenanzeige Personalreferent/in