Politik | 09.03.2023

Interkulturelles Training fördert sensiblen Umgang mit Bürgern

Stadtverwaltung setzt sich gegen Ausgrenzung ein

Mitarbeitende von Stadtverwaltung und Jobcenter Neuwied reflektieren beim Interkulturellen Training die unterschiedlichen Lebensrealitäten: Woher kommen unsere Bürgerinnen und Bürger, welche kulturellen Erfahrungen brachten sie oder ihre Eltern mit nach Neuwied?  Foto: Stadt Neuwied/Peter Jung

Neuwied. Wie erleben Bürgerinnen und Bürger kulturelle Differenzen bei Behördengängen und im Kontakt mit der Stadtverwaltung? Was können Mitarbeitende tun, um Missverständnisse zu vermeiden, kulturelle Unterschiede sensibel zu akzeptieren und Inklusion zu fördern? Diese und ähnliche Fragen standen im Fokus des Interkulturellen Trainings für Beschäftigte der Stadt Neuwied. Olga Scott, ausgebildete Interkulturelle Trainerin des Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg, führte in das Thema ein und leitete die Teilnehmenden an, sich in die Lebensrealitäten von Menschen mit Migrationshintergrund hinein zu versetzen. „Im Verlauf des Trainings wurde dann deutlich, dass auch innerhalb einer vermeintlich homogenen Gruppe deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung und Wertehierarchie bestehen können“, beobachtete Irene Lange aus Neuwieds Amt für Soziales, Senioren und Integration. „Diese Reflexion mit dem Ziel, mögliche Vorurteile zu überwinden und eine offene, zugewandte Haltung zu allen Kulturkreisen zu entwickeln, ist für uns als Stadtverwaltung ein wichtiges Ziel der Personalentwicklung“, erläutert Oberbürgermeister Jan Einig.

Mit dem Interkulturellen Training wird eine weitere Maßnahme des städtischen Integrationskonzeptes umgesetzt. Unter dem Schlagwort „Interkulturelle Öffnungsprozesse“ sollen Behörden, Institutionen und zivilgesellschaftliche Organisationen in Neuwied eventuelle Hürden identifizieren und abbauen. Denn für eine so vielfältige Stadt wie Neuwied, in der rund 30 Prozent der Bevölkerung eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzt oder „Doppelstaatler“ ist, haben die Verbesserung der Integrationschancen und die Möglichkeit auf ein gleichberechtigtes demokratisches Zusammenleben einen hohen Stellenwert, bestätigt auch Bürgermeister Peter Jung als Sozialdezernent der Stadt. Besonders erfreulich sei daher, dass auch Mitarbeitende des Jobcenters am Interkulturellen Training teilnahmen und künftig regelmäßige Wiederholungen geplant seien.

Pressemitteilung

der Stadt Neuwied

Mitarbeitende von Stadtverwaltung und Jobcenter Neuwied reflektieren beim Interkulturellen Training die unterschiedlichen Lebensrealitäten: Woher kommen unsere Bürgerinnen und Bürger, welche kulturellen Erfahrungen brachten sie oder ihre Eltern mit nach Neuwied? Foto: Stadt Neuwied/Peter Jung

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Gesundheit im Blick
Titelanzeige
Heizölanzeige
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Minijob
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
21

„Saubere Flüsse bieten Schutz vor Hochwasser“ lautete die Überschrift eines Berichts in der Ausgabe 14/2026 des BLICK aktuell. Darin hieß es u.a.: „Während die Verbandsgemeinde Bad Breisig die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung wahrnimmt, obliegt den Grundstückeigentümern die zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht für Uferbereiche und Bewuchs.“

Weiterlesen

Der marode Zustand der L 83 ist in Kempenich Dauerthema.  Foto: Jochen Seifert
368

Der Artikel zeigt deutlich das Dilemma mit der Sanierung von Landes- und Kreisstraßen im Kreis Ahrweiler. Dem LBM ist der Zustand der L 83 von der K 18 bis nach Kempenich bekannt – das freut mich. Offensichtlich nicht bekannt ist der miserable und verkehrsgefährdende tatsächliche Zustand, denn dann hätte man die Straßen längst saniert. Der benannte Abschnitt der L 83 stand schon im Investitionsplan Landesstraßen der Landesregierung von 2019 – 2023 mit insgesamt 1,934 Millionen Euro.

Weiterlesen

Die CDU Rheinbreitbach freut sich auf viele Gäste beim Burgfest am 26. April.  Foto: Heinz-Werner Lamberz
46

Rheinbreitbach. Der CDU-Ortsverband Rheinbreitbach lädt ein zum Burgfest am Sonntag, 26.04.2026 ab 15:00 Uhr in und um die Obere Burg, Schulstraße 7a in Rheinbreitbach. Angeboten werden leckere, von Mitgliedern gebackene Kuchen, selbstverständlich auch Kaffee, Tee sowie andere alkoholische und alkoholfreie Getränke. Natürlich besteht Gelegenheit zu Gesprächen untereinander sowie mit Abgeordneten und Kommunalpolitikern.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: privat
3

Die „Häcker 60 Plus“ sind eine engagierte Gruppe Ehrenamtler und Teil der Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei“, die mit den fundierten Vorkenntnissen der „Alten Hasen“ den digitalen Herausforderungen der Neuzeit begegnen. Wenn ein Smartphone, Tablet oder Laptop anwendungstechnisch rätselhaft erscheint, stehen die Häcker mit Geduld und viel Leidenschaft seit 2014 zur Seite. „Vielleicht hat man Ihnen...

Weiterlesen

Nadine Kreuser.  Foto: privat
52

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Imageanzeige
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Industriemechaniker
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Servicemitarbeiterin
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest in Dedenbach
Gegengeschäft
T-Roc & R-Line / Meckenheim
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr