Politik | 05.05.2020

Stadtrat Rheinbach beschäftigt sich mit Verkehrssituation in Wormersdorf

Stadtverwaltung sieht keine Chance für eine Ortsumgehung von Wormersdorf

Autobahn A 61 übernimmt bereits diese Funktion für den überörtlichen Verkehr – Hohes Tempo und Lärmbelästigung waren ebenfalls Themen

Wormersdorf. Die Verkehrssituation in Wormersdorf war ein Thema bei der jüngsten Sitzung des Rheinbacher Stadtrates in der Stadthalle. Dabei beantwortete Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) eine Bürgeranfrage, die sich mit der Ortsdurchfahrt befasste und nach Möglichkeiten fragte, wie eine Verkehrsentlastung in beide Richtungen erreicht werden könne. Vor allem der Bau einer Ortsumgehung wurde dabei erwogen.

Doch da machte Raetz wenig Hoffnung: „Bei der Ortsdurchfahrt Wormersdorf handelt es sich um eine Landesstraße mit mindestens regionaler Verkehrsbedeutung, die den überörtlichen Verkehr bündelt und zusammen mit den Bundesfernstraßen ein über das Gebiet eines Landkreises hinausgehendes zusammenhängendes Netz bildet.“ Sie stelle zudem als „U 29“ die Bedarfsumleitung für die A 61 zwischen dem Kreuz Meckenheim und der Anschlussstelle Rheinbach dar. Die starke Frequentierung trete vor allem bei Staus auf der A 61 auf, ansonsten übernehme die A 61 bereits die Funktion einer Ortsumgehung für den überörtlichen Verkehr, stellte Raetz klar. „Die Stadt Rheinbach sieht aktuell keine Möglichkeiten, bei der Landesregierung die Errichtung einer Ortsumgehung zu erreichen.“ Entsprechende Initiativen habe man nicht ergriffen, da diese völlig aussichtslos seien.

Durchfahrtsverbot ist Sache der Polizei

Die Kontrolle des geltenden Durchfahrtsverbots für Lastwagen obliege der Polizei, so Raetz weiter. Häufigere Kontrollen als bislang seien allerdings nicht möglich. Das gelte auch für die Geschwindigkeitskontrolle von Tempo 30 auf der Wormersdorfer Straße, für die die Polizei und der Rhein-Sieg-Kreis zuständig sein. Im vergangenen Jahr seien vier Kontrollen durchgeführt worden. Die Geschwindigkeiten lägen in einem moderaten Bereich, und es gibt derzeit keinerlei Unfälle. Allerdings werde beim nächsten Verkehrstermin mit Polizei und der Landesbetrieb Straßen NRW überprüft, ob die ehemalige Haltestelle auf der Höhe der Turnhalle künftig als Parkfläche ausgewiesen werden könne.

In der Tomberger Straße habe die Stadt jedoch im vergangenen Jahr Geschwindigkeitsmessungen mittels eines Radarmessgerätes durchgeführt und dabei festgestellt, dass im unteren Teilstück zu schnell gefahren wurde. Daraufhin habe der zuständige Ausschuss beschlossen, dort eine Parkregelung anzuordnen und den Einbau von „Berliner Kissen“ zu veranlassen, was in den nächsten vier Monaten umgesetzt werden solle.

Gefährliches Parken im Kurvenbereich

Kritisiert wird von den Bürgern weiter, dass im Bereich der Einmündung Ellig in die Wormersdorfer Straße ein Halteverbotsschild aufgestellt wurde. Das habe zur Folge, dass die Geschwindigkeit nicht mehr wie vorher wegen parkender Fahrzeuge reduziert werde. Auch hier konnte Raetz wenig tun: „Das Schild kann nicht entfernt werden. Durch das Parken im dortigen Kurvenbereich ist es zu vielen gefährlichen Situationen im Gegenverkehr gekommen, da keine Sichtbeziehung zum Gegenverkehr besteht.“

Zum Schluss beschäftigt sich der Bürger noch einmal mit der Lärmbelästigung der Wormersdorfer durch die Autobahn A 61 ein. Je nach Windrichtung und Windstärke bestehe trotz der errichteten Schallschutzwand eine erhebliche Lärmbelästigung auch im oberen Ortsteil, heißt es. Doch die Stadt habe weder auf der Höhe noch auf die Länge der Lärmschutzmauer einen Einfluss, denn dafür sei der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig, führte Raetz aus. Allerdings sei der sechsspurige Ausbau der A61 zwischen Meckenheim und Bliesheim als „vordringlicher Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan 2030 enthalten. Ob mit diesem Ausbau auch eine Veränderung der Schallschutzwand verbunden sei, werde erst im Planung- und Genehmigungsverfahren ermittelt.

JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Holz Loth-Entsorgung
Dauerauftrag 2026
Handwerker im Außendienst
Schulhausmeister
Löhndorfer Kirmes
Titelanzeige
Maibaumstellen Heimersheim
Kirmes Polch
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
107

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
71

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
34

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Anzeige "Rund ums Haus"
Anlagenmechaniker
Kirmes Polch 2026
Kirmes Polch 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeige Jaadeporz 2026
Praxis an neuem Standort
Kirmes Löhndorf
Kirmes in Löhndorf
Anzeige Lagerverkauf
Anzeige KW 16
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Maibaumstellen in Heimersheim