Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt Antrag zu geschlechtersensibler Sprache
Stadtverwaltung soll in Schriftstücken auf Nicht-Diskriminierung achten
Meckenheim. Mit einem Antrag zur geschlechtersensiblen Sprache in der Meckenheimer Stadtverwaltung folgt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ihrer Ankündigung aus dem März. In der Stadtratssitzung am 30. Juni möchte die Fraktion die Verwaltung damit beauftragen, alle Texte so zu formulieren, dass Frauen und non-binäre Personen auch sprachlich berücksichtigt werden und somit die Diversität der Geschlechter zu beachten. Dass der Antrag nicht – wie angekündigt – bereits für die Sitzung am 5. Mai gestellt wurde, hängt vor allem damit zusammen, dass die Grünen den anderen Fraktionen im Stadtrat ausreichend Zeit zur Beratung des Antrags einräumen möchten. „Ein aus unserer Sicht so wesentliches Thema sollte ausführlich diskutiert werden. Wir denken, dass wir mit unserer Argumentation auch skeptische Menschen von der Wichtigkeit des Themas überzeugen können, wenn diese Zeit hatten, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen“, so Tobias Pötzsch, Ratsmitglied der Grünen und Initiator des Antrags.
„Sprache ist kein neutrales Kommunikationsmittel, sondern spiegelt und beeinflusst auch die Wahrnehmung und das gesellschaftliche Handeln“, erklären die Grünen im Begründungstext des Antrags. Deshalb möchten sie alle Texte der Stadtverwaltung zum positiven Vorbild machen und eine Sprache verwenden lassen, die alle Geschlechtsidentitäten einschließt. Dabei geben sie in ihrem Antrag keine verbindliche Gender-Methode vor, sondern wünschen sich Geschlechtersensibilität in allen Formulierungen. Dies könnte, wie die Grünen beschreiben, mit neutralen Formulierungen mit Hilfe von Partizipien („Mitarbeitende“), Relativsätzen (Menschen, die …“) und Umschreibungen oder durch die Verwendung des Gender-Doppelpunkts („Bürger:innen“) erreicht werden.
Die Grünen erklären, dass es mit einer Anpassung der Schreibweise einfach ist, Diskriminierungen von Frauen und Menschen, die sich nicht in das weibliche oder männliche Geschlecht einordnen, abzubauen. Neue Textprodukte sollen direkt gendersensibel verfasst und ältere Dokumente und Veröffentlichungen nach und nach überarbeitet werden.
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