Politik | 12.12.2017

Beim Parteitag des CDU-Kreisverbands Koblenz-Stadt wurden langjährige und verdiente Mitglieder geehrt

„Standing Ovations“ für Dr. Michael Fuchs

Diskussionen um flächendeckende Ortsbezirke - Bundestags- und OB-Wahl analysiert

Dr. Michael Fuchs (l.) wurde vom CDU Kreisvorstand für seine politischen Leistungen geehrt. HEP

Koblenz. „Länger kann man gar nicht CDU-Mitglied sein“, sagte Andreas Biebricher, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands Koblenz-Stadt, als er beim Kreisparteitag Fußballtrainer-Ikone Rudi Gutendorf für 70-jährige Mitgliedschaft ehrte. Schließlich wurde die CDU Rheinland-Pfalz erst im Februar 1947 gegründet.

In diesem Zusammenhang blickte Biebricher vor mehr als 100 Parteimitgliedern, der Kreisverband hat insgesamt 880, zurück auf die Geschichte von Rheinland-Pfalz und Koblenz als ehemalige Landeshauptstadt. Aber auch die Karriere und Leistungen von Rudi Gutendorf, der als Fußballtrainer in der ganzen Welt unterwegs war, zeigte der Kreisvorsitzende auf: „Sie haben treu zur Partei gehalten und sich immer wieder eingebrachte“, lobte Biebricher den Jubilar und überreichte ihm Urkunde und ein Weinpräsent.

„Ich kann jetzt leider nichts mehr machen, denn ich werde 91 Jahre“, so Gutendorf, der noch eine Anekdote zu erzählen hatte: „Ich hatte der Bundeskanzlerin geschrieben, was mir an ihr gefällt und da hat sie mich angerufen, worüber ich mich sehr gefreut habe.“ „Standing Ovations“ spendeten die Parteimitglieder Dr. Michael Fuchs, der 16 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestags war. „Der Fuchs ist zurück in seinen Bau gegangen“, kommentierte dies Andreas Biebricher und blickte zurück auf die Ämter und Leistungen des ehemaligen Abgeordneten, der zuvor zwölf Jahre dem Koblenzer Stadtrat angehörte. „Er konnte zum Erhalt der Koblenzer Seilbahn sogar die Kanzlerin einspannen“, unterstrich Biebricher und überreichte ihm für jedes Jahr als MdB eine Flasche Wein.

Nach zwei Amtszeiten als Baudezernent ging in diesem Jahr auch Martin Prümm in den Ruhestand, den der Kreisvorsitzende als „ein Kommunalpolitiker mit Leib und Seele“ bezeichnete. „In den 16 Jahren hat Martin Prümm viele Projekte begleitet und vorangebracht. Die Neugestaltung des Baudezernats hat dessen Effienz deutlich erhöht. Martin Prümm war zuständig für zahlreiche größere Projekte wie Zentralplatz, Klärwerk sowie den Hochwasserschutz in Neuendorf, Wallersheim und Ehrenbreitstein und ferner für den „Masterplan Brücken“, den Neubau der Vorlandbrücke, die Ikea-Ansiedlung und die Buga 2011. Martin Prümm hat sich um Koblenz verdient gemacht“, betonte Andreas Biebricher und überreichte ihm ebenfalls ein Geschenk.

Gutes Abschneiden bei der Bundestagswahl

Beim Blick auf die Bundestagswahl meinte Andreas Biebricher, dass die CDU ein hervorragendes Ergebnis erzielt habe. Schließlich habe Josef Oster als Nachfolger von Dr. Michael Fuchs im Wahlkreis das Direktmandat geholt.

„Bei der OB-Wahl waren wir nicht so stark. Die Bürger haben scheinbar keine Parteienwahl, sondern eine Personenwahl gemacht“, so Biebricher.

Berthold Flöck führte aus: „Eine Wahl zu verlieren ist keine Schande. Ich bin noch für sieben Jahre gewählter Baudezernent, da stehen noch viele bedeutende Dinge an, die ich als umsetzen will.“ Der neue CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster, der mit dem Erststimmenergebnis mehr als zufrieden ist, berichtete von seiner Arbeit in Berlin, wo sich politisch nicht viel getan hätte: „Wenn die Regierungsbildung länger dauert, hat ein Neuling mehr Zeit sich organisatorisch gut aufzustellen, um gute Arbeit zu leisten. Ich bedauere sehr das Aus der Jamaika-Koalition. Es hätte eine gute Lösung sein können.“ Eine breite Diskussion nahm die Wahl am 18. März nächsten Jahres ein, wo die Bürger mit „Ja“ oder „Nein“ über Ortsbezirke in ganz Koblenz und damit auch über Ortsvorsteher und Ortsbeirat abstimmen. Bisher gibt es in Koblenz acht Ortsbezirke, deren Bestand nicht angetastet werden kann. Es sollen aber elf neue dazukommen, meint die Mehrheit der Koblenzer bei einer nicht repräsentativen Umfrage. Um das zu erreichen müssen von den etwa 88000 Wahlberechtigten mindestens 17600 mit „Ja“ stimmen.

Einige Ortsverbände sind gegen weitere Ortsbezirke. „Doch dies stehe nicht zur Debatte,“ führte Herbert Dott aus. Denn der Stadtrat hätte dem Grundsatzbeschluss zugestimmt. Außerdem sei dies eine Zwischenetappe, denn erst nach diesem ersten Bürgerentscheid in Koblenz käme eventuell die Wahl der Ortsbeiräte.

Ferner wurden beim CDU-Kreisparteitag zahlreiche Delegierte und Ersatzdelegierte für Landes- und Bezirksparteitag gewählt. HEP

Martin Prümm (2. v. rechts) erhielt für seine Leistungen als Baudezernent vom Bundestagsabgeordneten Josef Oster ein Geschenk.

Martin Prümm (2. v. rechts) erhielt für seine Leistungen als Baudezernent vom Bundestagsabgeordneten Josef Oster ein Geschenk.

Fußballtrainer Ikone Rudi Gutendorf von rechts wurde für 70-jährige CDU- Mitgliedschaft vom Kreisvorsitzenden Andreas Biebricher geehrt

Fußballtrainer Ikone Rudi Gutendorf von rechts wurde für 70-jährige CDU- Mitgliedschaft vom Kreisvorsitzenden Andreas Biebricher geehrt

Dr. Michael Fuchs (l.) wurde vom CDU Kreisvorstand für seine politischen Leistungen geehrt. Fotos: HEP

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Kommentare
12.12.201717:26 Uhr
juergen mueller

Ja, Herr Biebricher. Da muss ich Ihnen einmal recht geben. Es war keine Parteienwahl, sondern eine auf eine Person bezogene Wahl, eine Person, die auch per Direktmandat, sie erinnern sich, vor Ihnen in den Landtag eingezogen ist u. die sich als künftiger OB einiges vorgenommen hat.
Über das "hervorragende" Ergebnis der Bundestagswahl wird sich Herr Oster gefreut haben, insbesondere jedoch darüber, dass er doch gleich, wo er zu einer inhaltlichen Arbeit noch keine Gelegenheit hatte, in den Genuss einer Diätenerhöhung u. bezgl. der monatlich steuerfreien Aufwandspauschale zu einer automatischen Anpassung an die Lebenshaltungskosten kommen darf.
Nein, jetzt keine Neiddebatte.
Ich frage mich nur, wo angesichts der Zahl von 709 Abgeordneten, die den Steuerzahler jährlich 118 Mill. kosten (Tendenz steigend), wirklich der Kosten-Nutzen-Effekt steckt.
Reden tun sie ja viel, aber so wirklich nachvollziehen kann man nicht, was ausser einem satten Salär an Effektivität für uns übrig bleibt.

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