Remagen will Fairtrade Stadt werden
Start in Richtung faire Zukunft
Remagen. Remagen will Fairtrade Stadt werden. Das hat der Stadtrat bereits in seiner Sitzung am 28. Oktober 2019 beschlossen. Damit ist die erste Vorbedingung für die Bewerbung zur Fairtrade Stadt geschaffen worden.
Leider verhinderte der Ausbruch der Corona Epidemie den offiziellen Start der Arbeitsgruppe „Faire Stadt Remagen“. Die Initiatoren der Fairtrade Kampagne, dazu gehören bisher die Stadt Remagen, die Werbegemeinschaft „Remagen mag ich“, der Arbeitskreis Entwicklungspolitische Bildung, der EineWeltFairein und der Weltladen, haben nun beschlossen, den Weg zur Fairtrade Stadt weiter zu gehen und Remagen als Bewerberin zu registrieren. Die Registrierung im Städteverzeichnis der Fairtrade Kampagne ist ein erstes öffentliches Zeichen unseres Engagements.
Zu den nun zu erfüllenden Kriterien gehört beispielsweise, dass im Rathaus fair gehandelte Getränke angeboten werden. Im Einzelhandel sollen sich vier Geschäfte bereit erklären, wenigstens jeweils zwei Produkte aus fairem Handel in ihren Läden anzubieten. Zwei Gastronomiebetriebe beteiligen sich ebenso wie mindestens eine Schule, eine Kirchengemeinde und ein Verein.
In Remagen kann man bereits auf viel Vorhandenes aufbauen. In einigen Geschäften werden faire Produkte angeboten, auch Veranstaltungen zum Fairen Handel und Workshops an Schulen fanden in der Vergangenheit statt. Weitere Betriebe, Vereine, Schulen, Kirchengemeinden etc. sind eingeladen, auch nach außen sichtbar zu vertreten, dass sie den Gedanken des Fairen Handels unterstützen. So sind die Initiatoren sicher, dass der Weg zur Zertifizierung mit Unterstützung aller leicht zu schaffen sein wird.
Nach Ende der Versammlungsbeschränkungen wird die Einladung zu einer Arbeitsgruppe „Faire Stadt Remagen“ nachgeholt werden. Interessierte können sich gerne schon jetzt melden und Ideen und Vorschläge einbringen. Ansprechpartner sind: Walburga Greiner, Weltladen: (0 26 42) 90 03 53 und Karin Keelan, EineWeltFairein: (0 26 42) 33 73.
Hungerlöhne, gefährliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit gehören zum Alltag der weltweiten Warenwirtschaft. Wer etwas gegen die Ausbeutung tun will, sollte den fairen Handel mit fairer Bezahlung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen unterstützen.
Die Stadt Remagen ist in Richtung faire Zukunft gestartet.
