Politik | 01.05.2020, 12:32 Uhr

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ e.V.

Statt Biergarten – Projekt „essbare Stadt“

Koblenz. Zuerst kam der Gedanke „April, April“ bei dem Biergartenvorschlag. Ausgerechnet von der SPD und nachweislich „Herzens“- ja „Berufs“-Altstädtern. Wahrscheinlich sollten aber tatsächlich eine Ablehnungswelle erzeugt und damit positive Gegenvorschläge generiert werden?! Nur so hätte der Vorschlag Sinn. Noch mehr Außengastronomie in Wohnbereichen der Altstadt kann nicht gewollt sein.

Ein Biergarten wäre auch sicher nicht im Sinne der Stifterin. Sie wollte eine grüne Oase als Ort der Begegnung erhalten wissen. Diesem Zweck fühlte sich auch der für die Fläche zuständige Eigenbetrieb Grünflächen verpflichtet. Auch der Eigenbetrieb wollte den Erhalt und die Aufwertung, einer (halb-) öffentlichen Grünfläche im historischen Stadtzentrum, welche durch extreme Baudichte gekennzeichnet ist, sicher stellen. Dabei sollte es auch bleiben.

Also bitte, hier Meinung und Vorschlag der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ hierzu:

Wenn man ein Überbauungsrecht einräumt, sollte gleichzeitig ein Durchgang von der Firmungsstraße eingeplant und Wegerecht zum Herlet-Garten ausgehandelt werden.

Mit dem Hotelbau käme mehr „Kontrolle“ in diesen Bereich und das Problem der nächtlichen Schließung würde sich vielleicht erledigen, obwohl Schließungen in anderen Bereichen wie Schlossgarten ja mittlerweile auch als selbstverständlich hingenommen werden.

Der Herlet-Garten muss bestimmungsgemäß als öffentlich zugängige Anlage erhalten bleiben und ist ohnehin eine kostenlose Begrünungs-Beigabe für das geplante Hotel.

Bei entsprechender Einbindung zur gleichzeitigen Nutzung durch Hotelgäste, sollte ein Pflegebeitrag/-Vertrag geschlossen werden.

Eine erfolgversprechende Nutzung wäre das Beispiel „essbare Stadt“ in Andernach mit Anbau von Gemüse und Obst durch die Stadt und entsprechender pädagogischer Begleitung und Ernte für alle.

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“

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