Politik | 29.03.2016

Bürgerinitiative Lebenswertes Swisttal e.V.

Swisttal-Miel soll Ortsumgehung erhalten

Hohes Verkehrsaufkommen befürchtet

Swisttal. Die Ortschaft Miel soll nun die lange geforderte und ersehnte Ortsumgehung in Verbindung mit einem Autobahnvollanschluss erhalten.

Die Straßen sind landesweit in einem schlechten Zustand und die Brückenbauwerke marode. Die im Bundeshaushalt zur Verfügung gestellten Gelder sind knapp; es muss gespart werden. Will man dem ansteigenden Verkehr insbesondere im gewerblichen Bereich nachkommen, muss die Leistungsfähigkeit vorhandener Verkehrswege gesteigert werden. Die Stadt Rheinbach und der Ortsteil Oberdrees sollen sogar vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die B 266 wird ab Swisttal-Essig zur Kreisstraße. Das hohe Verkehrsaufkommen wird nun durch die Gemeinde Swisttal am Ortsrand von Miel vorbei auf die A 61 gelenkt. Diese Verkehrsader wird auf sechs Spuren aufgebaut. Am Ortsrand von Miel soll sich schon bald ein riesiges Verkehrsaufkommen konzentrieren.

Konkrete Zahlen sind zurzeit nicht vorhanden, die Rede ist aber von 65- bis 80.000 Fahrzeugen. Welche Folgen das für die Mieler Bürger hat, wird hartnäckig verschwiegen. So blieb eine Anfrage an das Landesumweltamt vom November 2015 trotz mehrmaliger Anmahnung bisher unbeantwortet. Auch ein befragter Experte konnte nur berichten, dass bei günstiger Windlage ein Feinstaubalarm nicht zu befürchten sei. Was aber droht dem Ort bei Staulagen auf der Autobahn oder der Bundesstraße, wie wird sich der Moloch Verkehr dann durch den Ort zwängen? Die Wünsche nach einer Verlegung der ortsnahen Trasse oder Schallschutzmaßnahmen blieben bisher vollkommen ungehört. Aus reinen Kostengründen wurde auch die Offenhaltung des Dorfes gestrichen, und damit verliert der Ort seine Infrastruktur. Das ist der Preis, den die Mieler Bürger zahlen müssen.

Die CDU Swisttal wünscht sich ein ruhiges Dorf – gute Nacht Miel, schlaf gut. Vielleicht können Feinstäube und Stickoxide beim Einschlafen behilflich sein. Vielleicht noch ein paar Gedanken zum Abschluss: Würde man die Trasse der Ortsumgehung nur 30 Meter näher an der Ort führen, müsste der Bund für einen effektiven Lärmschutz sorgen. Die Straße würde tiefer gelegt, das anfallende Erdreich rechts zum einem Lärmschutzwall aufgeworfen (so war es auch von der Politik jahrelang proklamiert worden). Von gut unterrichteter Seite war zu hören, diese Lösung sei zu treuer, da wäre die weiter vom Ort entfernte Variante billiger. Hier wird geschachert wie auf einem türkischen Basar, anscheinend geht es nur um Geld, die einfachste und kostengünstigste Lösung. Vielleicht wäre es sinnvoll, jene Menschen, die ihren Kindern eine lebenswerte Zukunft erhalten wollen, in die Planung einzubinden, die in Berlin und Krefeld ohne jegliche Bürgerbeteiligung stattfindet.

Pressemitteilung Bürgerinitiative

Lebenswertes Swisttal e.V.

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Kommentare
30.03.201621:23 Uhr
Siegfried

Hallo,

Liebe Bürgerinitaive, oder sollte ich lieber sagen Lieber Herr Güttes ?
Ein Wahnwitz mit welcher herbeikonstuierten Rhetorik hier versucht wird die Umgehung eines Dorfes zur Verkehrsberuhigung in das Gegenteil zu verdrehen. Ist auch nicht so gut gelungen der Versuch. Kein normaler Mensch kann diesem Unsinn folgen. Aber es stellt sich schon die Frage wieso ihnen soviel an einer nachhaltigen Zerstörung von Miel liegt und sie dafür sogar die Umgehung um Jahrzehnte wegen Umplanungen verschieben wollen würden? Ich hoffe irgendwann verstehen Sie es.

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