Gemeinsamer Studientag der betreuenden Grundschulen und der Hausaufgabenhilfe
Thema des Studientages war „Trauer“
Mendig. Zu diesem anspruchsvollen und vielschichtigen Themenkomplex konnte für die Fachkräfte aller drei Einrichtungen Frau Montermann-Müller, Diplom Religionspädagogin, Lebens und Trauerbegleiterin gewonnen werden, die seit 25 Jahren bei der Familienbildungsstätte Mayen tätig ist.
Mit jeder Altersstufe verändert sich für Kinder die Weltanschauung, und somit auch die Vorstellung, vom Tod. Diese ist abhängig vom allgemeinen Entwicklungsstand und den Erfahrungen, die die Kinder schon selbst mit Todesfällen in der eigenen Familie gemacht haben. Es ging zunächst um die unterschiedlichen eigenen Gefühle, die anhand von Bildkarten, die mit dem eigenen Erlebten in Verbindung gesetzt werden sollte, um zu erkennen, was die unterschiedlichen Gefühle in einem selbst auslösen können. Wie kann, auf welche Ressourcen zurückgegriffen in besonderen Situationen und welche Anforderungen bestehen an den betreuenden Pädagogen? Wie kann man beruhigen, welche Bewältigungsstrategien stehen zur Verfügung? Wie gehen Kinder mit dem Verlust um? Was benötigen sie in ihrer Trauer und Wut an konkreten Hilfestellungen?
Als wichtigste Aufgabe erarbeitete das Team, mit der Referentin, das Zuhören und den Kindern das Gefühl zu geben, sie in ihrer Trauer zu respektieren.
Anhand von Bildern und Liedtexten konnte verdeutlicht werden, dass Trauern ein Prozess ist, den Jeder auf seine ganz persönliche und einzigartige Weise verarbeitet.
Die pädagogische Aufgabe sei es daher, die Selbstheilungskräfte der Kinder zu unterstützen und ihnen mit Offenheit und Wertschätzung zu begegnen, um ihnen Orientierung zu geben. Dazu wurde eine Vielzahl von Ansätzen durch die Teilnehmer in Gruppenarbeit vorgeschlagen.
Als Fazit und praktischen Handlungsauftrag für die pädagogischen Fachkräfte wurde zusammengefasst: Der Pädagoge muss darauf achten sensibel und offen mit den Kindern umzugehen, damit die Kinder selbst im Gespräch eigene tröstliche Vorstellungen und Hoffnungsbilder erarbeiten können.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde Mendig
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