Auszüge aus der letzten Thürer Gemeinderatssitzung
Thür investiert weiter in seine Zukunft!
Anbau Kindergarten, Ausbau der K 55 und energetische Sanierung der Mehrzweckhalle stehen auf dem Programm
Thür. In der Sitzung des Thürer Gemeinderates am Donnerstag, dem 21. Februar stellte Ortsbürgermeister Rainer Hilger u.a. den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2019 vor.
Der Haushaltsplan schließt im Ergebnishaushalt bei den Erträgen mit 2.332.880 Euro und bei den Aufwendungen mit 2.547.400 Euro ab. Es ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 214.520 Euro, der insbesondere auf die Abschreibungen (Nettobelastung = 99.960 Euro), auf erhöhte Aufwendungen für die Erstellung von Bebauungsplänen (90.000 Euro) sowie für die Sanierung von Beleuchtung und Belüftung der Mehrzweckhalle (KI 3.0) zurückzuführen ist. Weiter wurden berücksichtigt: Laufende Unterhaltung Kindergarten (Altbestand); laufende Unterhaltung und Trockenlegung der Außenmauern der Scheune und Gestaltung der Kirmes sowie Zuschüsse an Vereine. Im Finanzhaushalt ergeben sich im ordentlichen Bereich Einzahlungen von 2.150.190 Euro und Auszahlungen von 2.281.560 Euro. Aus den laufenden Ein- und Auszahlungen der Verwaltungstätigkeit einschließlich Zinsen ergibt sich ein negativer Saldo von 131.370 Euro. Die Tilgungsleistungen belaufen sich auf 63.160 Euro. Im Haushaltsjahr 2019 kann keine positive Finanzspitze ausgewiesen werden.
2019 wird ein Jahr mit vielen Herausforderungen
Zu den im Haushalt eingestellten Investitionen in Höhe von 899.190 Euro sagte der Ortsbürgermeister: „Das Jahr 2019 wird für die Gemeinde Thür ein Jahr mit vielen großen Herausforderungen. So werden der Anbau Kindergarten, die K 55 und die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle umgesetzt. Der Anbau der vierten Gruppe im Kindergarten ist mit ca. 400.000 Euro veranschlagt! Auch nach Fertigstellung des Anbaus ist unser Kindergarten fast völlig belegt. Hieran lässt sich erkennen, dass das Ziel, unser Dorf immer weiter zu entwickeln, Früchte trägt. Während wir im Ortskern fast keinen Leerstand haben, ist unser Baugebiet auf dem ehemaligen Sportplatz bereits komplett bebaut und reichlich mit Nachwuchs gesegnet. Auch die Nachfrage im Neubaugebiet „Zum Wingert 2 ist außerordentlich hoch. Auch der Ausbau der K 55 vom Bahnübergang bis zum Hochkreuz und Richtung Mendig steht kurz vor der lange erwarteten Umsetzung.“ Weiterhin wird laut Ortsbürgermeister Hilger im Juli 2019 die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle umgesetzt. Dafür muss die Halle bis auf die Küchenräume im Juli gesperrt werden. Um die Nutzung des Küchenbereichs zu klären, wird noch ein Informationsabend anberaumt.
„Bei allem Bedarf der Straßensanierung bin ich nach wie vor der Meinung, dass die wiederkehrenden Beiträge für viele Menschen auch eine finanzielle Belastung darstellen, auf die wir Rücksicht nehmen müssen“, so Rainer Hilger, der fortfuhr: „Für die Umgestaltung des Kaiserplatzes bekommen wir erfreulicherweise eine Förderung in Höhe von 110.000 Euro und für den weiteren Ausbau der Segbachstraße können wir mit einer Förderung von 70 Prozent rechnen. Diese Maßnahmen gehören immer noch zu Förderungen der Dorferneuerung und Durchgangsstraßen.“
Für den Breitbandausbau DSL (Lückenschluss Glasfaserverlegung) im Bereich der Neustraße und Fallerstraße stehen 25.000 Euro zur Verfügung. Wegen der seinerzeit zu hohen Kosten, wurde das Vorhaben von 2018 auf 2019 verschoben. Zum geplanten Neubaugebiet zum „Wingert 2“ sagte Hilger: „Hier haben wir 60.000 Euro für weitere Planungskosten eingestellt. Die Grundstücksverhandlungen sind fast abgeschlossen und an dieser Stelle gilt mein großer Dank den Grundstückseigentümern und der angrenzenden Nachbarschaft für deren positive Einstellung zu dem geplanten Baugebiet.“
Weitere Investitionen
Weiterhin wurden für das Zurückbauen des Hauses Ritzdorf 20.000 Euro veranschlagt. Für die Schaffung von Stellplätzen werden ca. 25.000 Euro zur Verfügung stehen. Auch für den Bauhof werden weitere Investitionen getätigt. So sind für die Anschaffung eines Carports und die Befestigung des Vorplatzes 12.500 Euro vorgesehen. Außerdem wird der Fuhrpark um eine Frontkehrmaschine erweitert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 5.000 Euro. Nachdem der Abriss der Gaststätte Zur Traube zügig voran geht, stellt die Gemeinde für die Schaffung einer Zufahrt zum Grundstück der geplanten Wohnanlage 35.000 Euro zur Verfügung.
Den Investitionen in Höhe von 899.190 Euro stehen Einnahmen von 765.750 Euro gegenüber.
Last, but not least teilte der Thürer Bürgermeister mit, dass schon bald mit der Trockenlegung der Scheune begonnen wird und gleichzeitig ein Arbeitskreis für die weitere Umgestaltung der Scheune gebildet wird. Für dieses Projekt sind 15.500 Euro vorgesehen. Für die Gestaltung der Thürer Kirmes wurden 12.000 Euro eingestellt, bei denen es sich um Spendengelder aus dem Jahr 2018 handelt. Diese Summe werde jedoch nur für den Fall beansprucht, dass die gesamte Kirmesveranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiele, so Rainer Hilger. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Winfried Berresheim stimmte dem Haushalt im Namen seiner Fraktion mit den Worten zu: „Unserem Ortsbürgermeister Rainer Hilger ist in Zusammenarbeit mit der VG-Verwaltung ein zukunftsgerichteter Haushalt gelungen!“ Dagegen merkte der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedel Arndt an: „Das Jahr 2019 ist bereits zwei Monate alt und wir dürfen über einen Haushalt befinden, der in Teilen schon jetzt überholt ist, weil die seit dem Jahr 2015 nicht mehr erfolgte Rechnungsprüfung ‚vorläufige Vergleichsansätze‘ enthält und keine korrekten und nachvollziehbaren Zahlen zulässt.“ Theo Kriegs, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergruppe bedankte sich bei der VG-Verwaltung und der Ortsgemeinde für die gute Arbeit. Außerdem lobte er sowohl die Investitionen als auch die Aktionen für eine gute Zukunft der Gemeinde Thür. Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt 2019 mit Stimmenmehrheit, bei zwei Enthaltungen (SPD).
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