Torsten Welling für Maßnahmen zur Sicherung der Geburtshilfe in Rheinland-Pfalz
Ochtendung. Torsten Welling, hebammenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, betont: „Die Geburtshilfe steht nach vielen Stationsschließungen in den letzten Jahren ohnehin unter großem Druck. Durch die deutliche Schlechterstellung von Beleghebammen im neuen Hebammenhilfevertrag droht eine Verschärfung dieser Situation und damit eine geburtshilfliche Unterversorgung.“
Die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag fordert in einem aktuellen Antrag umfassende Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung der Geburtshilfe und Hebammenversorgung im Land. Hintergrund ist der neue bundesweite Hebammenhilfevertrag, der ab dem 1. November 2025 in Kraft tritt und insbesondere freiberufliche Beleghebammen vor massive wirtschaftliche Herausforderungen stellt.
Hintergrund:
Freiberufliche Beleghebammen – das Rückgrat der klinischen Geburtshilfe in vielen Regionen – geraten durch den neuen Hebammenhilfevertrag stark unter Druck. Mit Schiedsspruch vom 02. April erlangte der neue Vertrag Rechtskraft und gilt ab dem 01. November 2025. Der neue Vertrag sieht zwar Verbesserungen für angestellte und außerklinisch tätige Hebammen vor, lässt jedoch Beleghebammen finanziell im Stich. Nicht nur im Vergleich zu ihren Kolleginnen, sondern auch im Vergleich zur aktuellen Regelung werden die Beleghebammen finanziell schlechter gestellt. Zudem werden die Alltagswirklichkeiten in der Betreuung nicht gut abgebildet, was die Abrechnung bspw. des Betreuungszuschlags zusätzlich erschwert. Nun werden seitens der Hebammenverbände aber auch anderen Vertretern aus dem Gesundheitsbereich kurzfristige Kündigungswellen befürchtet.
In Rheinland-Pfalz begleiten Beleghebammen landesweit etwa 20% aller Geburten in Kliniken, in manchen Regionen sogar bis zu rund 30 %. Damit stellen die Beleghebammen einen systemrelevanten Faktor in der rheinland-pfälzischen Geburtshilfe dar. Ohne gezielte Maßnahmen drohen Versorgungslücken, besonders in ländlichen Regionen und während der Urlaubszeit.
Was fordert die CDU-Landtagsfraktion:
Die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz greift mit dem Antrag die akute Problemstellung in der Geburtshilfe auf. Ziel ist es, die Geburtshilfe und Hebammenversorgung in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu sichern. Die neuen Vergütungsregelungen gefährden die wirtschaftliche Existenz der Beleghebammen und damit die flächendeckende Versorgung.
Daher gilt es einerseits auf die Entscheidungsträger einzuwirken und sich auf Bundesebene und bei den Vertragspartnern (Hebammenverbände, GKV-Spitzenverband) für Nachverhandlungen der Vergütungsregelungen einzusetzen, um die wirtschaftliche Grundlage der freiberuflichen Hebammen und eine flächendeckende geburtshilfliche Versorgung in Rheinland-Pfalz zu sichern. Bis heute liegt auch noch keine Ausfertigung des Schiedsspruchs vor, sodass das Einlegen von Rechtsmitteln seitens der Verbände erschwert wird.
Unabhängig von etwaig doch noch zu erreichenden Verbesserungen im neuen Vertrag, muss das Land selbst alle Möglichkeiten ausschöpfen und die bestehenden Landesprogramme zur Förderung der Hebammenversorgung auf ihre Wirksamkeit unter den neuen Rahmenbedingungen überprüfen und bedarfsgerecht weiterentwickeln.
CDU-Gesundheitspolitiker Torsten Welling (MdL) fasst zusammen:
„Ohne Beleghebammen bricht vielerorts eine tragende Säule der Geburtshilfe weg. Wir brauchen dringend ein Bild, welche Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz und speziell unsere ländlichen Räume zu erwarten sind. Die Landesregierung soll dazu zeitnah berichten, eigene Fördermöglichkeiten ausloten und gemeinsam mit Kommunen und Krankenhausgesellschaften wirksame Konzepte zu Sicherung der Geburtshilfe entwickeln.“
Pressemitteilung
Büro Torsten Welling MdL
Artikel melden
Windpark für Bad Hönningen: Flächenpachtvertrag unterzeichnet
- Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Wie gut ist der Kreis Ahrweiler auf künftige Katastrophen vorbereitet?
- Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
Aktivierende Morgenwanderung rund um die Brauselay in Cochem 2026
- Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf
Freizeit ist Helferzeit
Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.
Weiterlesen
Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit
Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt
Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.
Weiterlesen
Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort
17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand
Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.
Weiterlesen
