FWG beantragt umfassende Information zur Umsetzung des Rechtsanspruchs ab 2026
Transparenz und Planungssicherheit beim Thema Ganztagsschule
Andernach. Die Freie Wählergruppe Andernach e. V. (FWG) fordert mehr Transparenz und eine frühzeitige, verlässliche Information der Familien zur Umsetzung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung und Betreuung an Grundschulen, der ab August 2026 stufenweise greift. Seit Wochen erreichen die FWG zahlreiche Rückfragen aus der Elternschaft – sowohl aus der Kernstadt als auch aus den Stadtteilen. Viele Eltern zukünftiger Erstklässlerinnen und Erstklässler sind verunsichert, wie das Ganztagsangebot in Andernach organisatorisch und inhaltlich ausgestaltet werden soll. „Es geht um ganz konkrete Fragen: Wie läuft die Anmeldung? Welche Wahlmöglichkeiten gibt es? Wie sehen Tagesstruktur, verlässliche Betreuungszeiten und das Mittagessen aus? Und welche Angebote – von Lernzeiten und Hausaufgabenbegleitung bis hin zu AGs, Sport, Musik und Kultur – können Kinder künftig erwarten?“, betont Timur Külahcioglu, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FWG.
Als Orientierung verweist die FWG auf ein Best-Practice-Beispiel aus Neuwied, das kürzlich öffentlich vorgestellt wurde. Dort sind Grundstruktur und Organisation – inklusive Cluster-Modell, pädagogischer Angebote, Mittagessen, Kooperationen, AGs und Betreuungszeiten – frühzeitig und nachvollziehbar kommuniziert worden. „Eine solche Transparenz schafft Sicherheit und Vertrauen. Genau das brauchen Familien auch in Andernach“, so Külahcioglu.
Um die offene Informationslage zu verbessern, beantragt die FWG mehrere Schritte:
Sondersitzung im Januar 2026
Die FWG beantragt eine gemeinsame Sondersitzung des Jugendhilfeausschusses und des Schulträgerausschusses im Januar 2026. In dieser Sitzung, die am 29. Januar stattfindet, soll die Verwaltung einen umfassenden Sachstandsbericht zur Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes in Andernach und den Stadtteilen vorlegen.
VollständigesUmsetzungskonzept für Eltern verständlich aufbereiten
Darüber hinaus bittet die FWG die Verwaltung, ein schlüssiges und für Eltern gut nachvollziehbares Umsetzungskonzept vorzulegen. Darin sollten unter anderem die Tagesstruktur und der Umfang der Betreuung, pädagogische Bausteine wie Lernzeiten, Hausaufgabenbegleitung, Ruhephasen und AG-Angebote sowie sportliche, kulturelle und musische Inhalte verständlich dargestellt werden. Ebenso gehören die Organisation der Mittagsverpflegung, Kooperations- und Trägerstrukturen (z. B. Vereine, Jugendhilfe, freie Träger), mögliche Organisationsmodelle wie Cluster-Lösungen, ein Stufenplan bis 2029, der Personalbedarf inklusive Zuständigkeiten, das Anmeldeverfahren sowie die Finanzierungs- und Ressourcenplanung dazu. Besonderes Gewicht liegt außerdem auf einer klaren Kommunikations- und Informationsstrategie für Eltern.
ÖffentlicheInformationsveranstaltungfür Eltern
Nach der politischen Beratung soll zeitnah eine öffentliche Informationsveranstaltung für Eltern in der Stadt und den Stadtteilen stattfinden. Ziel ist, das Konzept verständlich zu erläutern, konkrete Fragen aufzunehmen und Transparenz sowie Planungssicherheit zu schaffen – in Zusammenarbeit mit Schulleitungen und möglichen Kooperationspartnern.
Information rechtzeitig vor den Schulanmeldungen 2026
Außerdem beantragt die FWG, dass die Verwaltung sicherstellt, dass alle betroffenen Familien spätestens vor Beginn der Anmeldefrist für das erste Schuljahr umfassend über das Modell und die Abläufe in Andernach informiert werden.
Die FWG begründet ihren Vorstoß mit der bundesweiten Verpflichtung, den Rechtsanspruch verlässlich umzusetzen – unabhängig vom konkreten Organisationsmodell. „Eine frühzeitige politische Befassung und eine transparente Darstellung sind entscheidend, damit Familien und Schulen planen können. Die Umsetzung erfordert koordinierte pädagogische, organisatorische und strukturelle Entscheidungen – und diese müssen rechtzeitig kommuniziert werden“, so Külahcioglu abschließend.
Pressemitteilung der Freien
Wählergruppe Andernach e.V.
