Politik | 09.05.2023

Gespräch mit Weinbauverband: CDU-Abgeordnete nehmen Weinbergsbewässerung und Auswirkungen der EU-Pflanzenschutzverordnung in den Fokus!

Trockene Sommer und mögliche gesetzliche Änderungen stellen Moselwinzer vor große Herausforderungen

Bewässerungsinfrastruktur als Generationenaufgabe angehen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marlon Bröhr (3.v.l.) und die CDU-Landtagsabgeordneten Anke Beilstein (2.v.l.), Karina Wächter (re.) und Dennis Junk (li.) begutachteten gemeinsam mit Weinbauverband-Geschäftsführer Maximilian Hendgen (3.v.r.) die Tröpfchenbewässerung im Steillagenweinberg von Karlheinz Weis (2.v.r.) in Zell.  Foto: privat

Zell. Die Herausforderungen der Bewässerung der Weinberge und die Auswirkungen der EU-Pflanzenschutzverordnung auf den Weinbau an der Mosel beleuchteten der CDU-Bundestagsabgeordnete Marlon Bröhr und die CDU-Landtagsabgeordneten Anke Beilstein, Karina Wächter und Dennis Junk in Zell. Maximilian Hendgen, Geschäftsführer des Weinbauverbandes Mosel, und Winzer Karlheinz Weis gaben Einblicke in die Herausforderungen der Winzerschaft.

„Unsere Winzer erzeugen Weine der Spitzenklasse. Der Weinbau prägt unsere Kulturlandschaft. Trockene Sommer und gesetzliche Regelungen stellen unsere Winzerinnen und Winzer jedoch vor eine Belastungsprobe“, betont Bröhr. Daher hatte er den Austausch initiiert, um die Situation zu analysieren und mögliche Lösungen zu besprechen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Anke Beilstein untermauerte die Wichtigkeit und verwies auf die Bestrebungen eines Wassermanagementkonzepts im Kreis Cochem-Zell. „Wasser ist ein kostbares Gut. Daher müssen wir einerseits Lösungen für die Bevölkerung erarbeiten, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen und andererseits Möglichkeiten schaffen, dass unsere Winzerinnen und Winzer ihre Flächen bewässern und damit ihre Weinberge auch langfristig erhalten können“, betont Beilstein.

Als Vertreter des Mosel-Weinbauverbandes lenkte Geschäftsführer Maximilian Hendgen den Blick auf die trockenen Sommer der vergangenen Jahre, die vielen Winzern nach eigenen Aussagen „sprichwörtlich den Schweiß auf die Stirn“ getrieben haben. Daher müssten die Herausforderungen der Bewässerung der Weinberge angegangen werden. Hendgen verwies dabei auf verschiedene Interessenlagen, umriss den Werkzeugkasten verschiedener Maßnahmen und Fördermöglichkeiten und warb für neue Denkansätze. Um die einzigartige Kulturlandschaft der Weinbausteillagen und ihre hohe Biodiversität auch zukünftig erhalten zu können, brauche der Berufsstand Unterstützung, so der Weinbauverband-Geschäftsführer. „Wir müssen die vor uns liegenden Probleme nun angehen – auch wenn es eine Generationenaufgabe ist“, betont Hendgen in Zustimmung der CDU-Abgeordneten. Junk geht noch einen Schritt weiter: „Wir müssen die Themen breiter denken und Mehrfachnutzungen in Betracht ziehen - beispielsweise Starkregen- und Hochwasservorsorge mit der Bewässerung von Weinbergen in Einklang bringen. Dazu benötigen wir intelligente Steuerungsmöglichkeiten!“

Immense Sorgen haben die Winzer an der Mosel auch angesichts des Entwurfs der EU-Pflanzenschutzverordnung, wie Hendgen mit Winzer Karlheinz Weis erläuterte. Bei einer Umsetzung würde die Weinerzeugung an der Mosel um rund 90 Prozent zurückgehen. „Das würde weitgehend einer Stilllegung des Weinbaus bedeuten – mit entsprechenden Auswirkungen auch auf das weltweit bekannte Landschaftsbild unserer Mosel. Daher müssen die EU-Pläne im Sinne des Weinbaus und der Landwirtschaft in unserer Heimatregion verhindert werden“, verdeutlicht die CDU-Landtagsabgeordnete Karina Wächter. Marlon Bröhr wird noch deutlicher: „In den vergangenen Jahren kam schon genug Unsinn aus Brüssel. Damit muss jetzt endlich Schluss sein!“ Pressemitteilung des

Büro von Dr. Marlon Bröhr

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marlon Bröhr (3.v.l.) und die CDU-Landtagsabgeordneten Anke Beilstein (2.v.l.), Karina Wächter (re.) und Dennis Junk (li.) begutachteten gemeinsam mit Weinbauverband-Geschäftsführer Maximilian Hendgen (3.v.r.) die Tröpfchenbewässerung im Steillagenweinberg von Karlheinz Weis (2.v.r.) in Zell. Foto: privat

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