Der SPD-Ortsverein Engers informiert:
Überflutungen „Schimmelsberger Weg“
Engers. Erneut wandte sich der SPD-Ortsverein Engers in der oben genannten Angelegenheit an den Oberbürgermeister der Stadt Neuwied, Jan Einig, da sich die Situation vor Ort nicht verändert, sondern im Gegenteil sogar noch verschärft hat. So wurde in dieser Angelegenheit bereits zweimal mit dem heutigen Oberbürgermeister gesprochen, einmal als er noch Abteilungsleiter des Stadtbauamtes und zum anderen bereits Bürgermeister war. Leider blieben diese Vorsprachen erfolglos, obwohl er Abhilfe zugesagt habe. Zur Vermeidung von Wiederholungen wurde auf den Inhalt der Gespräche verwiesen, die auf einen Nenner gebracht, die Überflutung der Unterführung, mittlerweile bereits bei kleineren Niederschlägen, zum Gegenstand hatte. Eine Rückmeldung ist seitens der Verwaltung in dieser Angelegenheit nie erfolgt. Anstatt dessen war zu hören, dass angeblich „rechtliche Probleme“ bestehen, die ein Tätigwerden der Verwaltung verhindern (Versickerung im Wasserschutzgebiet). Einer solchen Argumentation vermag der SPD Ortsverein Engers nicht zu folgen und nach aller Ansicht, ist dieses an den Haaren herbeigezogen. Die vorhandenen beiden Straßenabläufe haben bisher, bei geringstmöglicher Wartung, immer ihren Dienst verrichtet und die Unterführung war frei von Überflutungen. Der Aufwand, der mehr als 50 Jahre alten Anlage, war marginal. Der SPD Ortsverein Engers erachtet, dass die Abläufe einem/dem Besitzstand unterliegen und bereits deutlich vor dem Inkrafttreten der RVO über die Festsetzung des Wasserschutzgebietes „Engerser Feld“ in den 90-iger Jahren bestand. Für die Sozialdemokraten sind das „Totschlagargumente“, die allein dazu vorgebracht werden, nichts tun zu wollen. „Man will einfach nicht“, so Stadtratsmitglied Henning Wirges weiter. Jetzt sind die Abläufe total verschlammt; keiner kümmert sich mehr darum. Was sich jetzt darstellt, ist allein auf mangelnde Wartung/Unterhaltung zurückzuführen. Dabei wäre der Aufwand für eine Aktivierung der Anlage noch nicht einmal hoch, zumal die SBN, die die Arbeiten in der Vergangenheit immer ausgeführt hat, über die entsprechenden Maschinen und Geräte verfügt. „Man muss es halt einfach nur wollen“, gibt auch Kreistagsmitglied Karl-Heinz Esch sein Ärgernis an die Verwaltung weiter. „Sicherlich ist diese Maßnahme, mag sie auch noch so klein sein, nicht sehr publikumsträchtig, aber bürgernah wäre sie allemal“, so Esch. In einem Brief an den Oberbürgermeister fordert ihn der SPD Ortsverein auf, dass er sich doch einfach mal vor Ort dieses Trauerspiel anschaut. Der Bürger hat nämlich mittlerweile zur Selbsthilfe gegriffen und hat Bürgersteigplatten im Abstand von weniger als einem Meter in nicht minderer Höhe in der Unterführung aufgeschichtet, um so, durch die Inanspruchnahme der Platten, der Überflutung zu entgehen. Trockenen Fußes gelangen Passanten zumeist nicht mehr in das Naherholungsgebiet „Engerser Feld“, was doch eigentlich gewollt ist, äußern sich Esch und Wirges verärgert. Für Radfahrer gilt das gleiche. Wer durchkommt, ist der Autofahrer, eigentlich der, den dort doch niemand haben will, so beide weiter. Es gilt abzuwarten, ob die eingebrachten Gegenstände nicht irgendwann zu Schäden an den durchfahrenden Fahrzeugen führen. Ein sicherlich spannender Rechtsstreit, der dann folgen könnte. Beide unterstellen den Fall, die Verwaltung beharrt auf ihrer nicht nachvollziehbaren Auffassung, das sei alles nicht zulässig, dann bleibt immer noch die Frage, ob die Angelegenheit so bleiben soll, wie sie jetzt ist. „Man nimmt dann also die Überflutungen, in ihrer Häufigkeit, Höhe und Umfang steigend, billigend in Kauf“, so Esch weiter. Deshalb stellten beide in einem Brief an den Oberbürgermeister die Frage: Welche Maßnahmen gedenkt die Verwaltung dann zu ergreifen oder gilt dann der „alte“ Spruch: „Weiter so und durch, nur nichts machen?“ Einer solchen Auffassung wird sich der SPD Ortsverein Engers sicherlich nicht anschließen oder sie gar tolerieren, sondern immer wieder zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger bei der Verwaltung vorstellig werden. Pressemitteilung des
SPD Ortsvereins Engers
